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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 15:44 
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Manu hat geschrieben:
Vom Abstechen hab ich auch schon mehrmals gelesen, nur stand da nie, wie das dann genau ausschaut

Ich glaube, das kann man nicht so pauschal sagen. Das größte Problem hast du, wenn die Rhizome in andere Pflanzen bzw. wie bei mir unter das Steinpflaster wachsen und man die dann praktisch mit ausgraben/zerstören muss. Man braucht also eine "Quarantänezone" an blanker Erde noch um die Rhizomsperre* herum, wo man jeden Ausreißer absticht und ausgräbt, sobald er an die Oberfläche kommt, natürlich samt dem bereits unterirdisch weiter gewachsenen Rhizom. Wie groß diese Quarantänezone sein muss, hängt halt von der Art ab. Es gibt ja Zwergformen und Riesendinger. Aber 50 cm dürften bei den üblichen Arten reichen, die wir hier so haben. (Bei dem Bambus, den ich in Bali gesehen habe, würde ich eher an 2 -3 m denken...)

Eine Rhizomsperre ist auf jeden fall sinnvoll. Können die Rhizome wachsen wie sie wollen, ergibt sich selten eine schöne Wuchsform. Man will ja meist einen kompakten Busch und keine sich dünnlich ausbreitenden Linien


Manu hat geschrieben:
Eine Spatentiefe? Mehr?

Wenn er ohne Sperre wächst, reicht eine Spatentiefe vermutllich. Ansonsten könnte ich mir vorstellen, dass die Rhizome vielleicht auch mal nach unten versuchen auszubrechen, wenn sie anstoßen. Das weiß ich aber nicht genau.




Manu hat geschrieben:
meine ursprüngliche Terrarien-Vorstellung schon

Ich denke im Terrarium (Indoors???) wirst du das Problem nicht ganz so drastisch haben. Gräser sind ja sehr lichthungrig. Im Haus werden sie nicht ganz so viel Kraft entwickeln wie im Freien.



Manu hat geschrieben:
mit der Zeit dann hoffentlich Bambuslaub

Das bekommst du garantiert reichlich.


Manu hat geschrieben:
harsches Winterklima über wesentlich längere Zeiträume herrschen, als das wohl in den meisten eurer Wohnorte möglich istl

Keine Ahnung, mit dem deutschen Winter hatten meine beiden Sorten jedenfalls nicht das geringste Problem...


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 15:59 
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Hallo Emanuel,

probiere es doch mal bei Ahrens und Sieberz in Siegburg, Tel. 0180-514 0514 oder bei Gärtner Pötschke (da habe ich leider keine Nr.) musst halt etwas googeln. Rufe einfach dort mal an und frage. Ich denke bei uns in den Hagebau-Märkten könnte es auch etwas geben, bin mir aber nicht sicher! Viel Glück

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Liebe Grüße von

Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 18:39 
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ain't it? hat geschrieben:
Aber 50 cm dürften bei den üblichen Arten reichen, die wir hier so haben.

Ich glaube ich muss mich korrigieren. Laut Wikipedia kann das Rhizom mehrere Meter unterirdisch wachsen, bevor es wieder einen Spross bildet. Da sind 50 cm Quarantänezone wohl ein bisschen knapp.



Just for fun, hier mal einen Blick auf einen Bambus in Bali:

Image

Die Schösslinge kommen schon dick wie Oberschenkel aus dem Boden....


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 19:26 
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Hallo Manu,

ein wirklich schönes Teil, was Du da erstanden hast. Ich habe auch einige Bambuspflanzen im Garten, 3 Stück, die stehen da seit Jahren in Reihe, relativ klein, schön buschig, werden aber einfach nicht größer und bilden auch wie bei Marco keinerlei Rhizome aus... :fragend:

Ich wusste ja gar nicht, dass es "Bambusforen" gibt, schau mal:

http://www.gartenbambus.de/viewforum.php?f=1
http://www.deutsches-garten-forum.de/gr ... orum-f218/
http://www.bambus.de/forum

Hast Du wahrscheinlich ohnehin schon entdeckt. Vielleicht hilft Dir das etwas weiter.

LG Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 19:43 
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graeca63 hat geschrieben:
bilden auch wie bei Marco keinerlei Rhizome aus... :fragend:

Es gibt wie bei anderen Gräsern auch horstbildende und ausläufertreibende Arten.

Zu den am meisten verkauften Bambus gehören die Fargesia, und die treiben so gut wie keine Ausläufer. Ich meine mich zu erinnern, dass der linke Bambus auf meinem ersten Foto solch einer war. Nur der grünweiße, breitblättrige Bambus rechts hat so stark gewuchert. Ist aber mehr als 15 Jahre her...


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 20:34 
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Hallo Leute!



Abermals danke für eure Anregungen!
Ich hab jetzt auch Neuigkeiten: Das Ding wird eingekesselt - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich in einen massiven Metallkessel, welchen ich dann als ganzes im Boden versenke.
Es ist möglich (wurd mir zumindest so gesagt), dass er Bohrlöcher aufweist. Das muss ich beizeiten nochmals genauer inspizieren.
Was haltet ihr davon, diese eventuellen Bohrlöcher - entsprechende Größe bzw. vielmehr "Kleine" vorausgesetzt - mit:
entsprechende Beilagscheibe Kesselinneseite/selbiges Kesselaußenseite/entsprechende Schraube/Sicherheitsmutter zu verschließen? Ich finde diese Idee (nicht meine) fast schon genial!
Ich glaube, 100% wasserdicht wird mit "nur" Beilagscheiben nix werden, rhizomdicht aber wohl schon... - jedenfalls solange Rhizome nicht an irgendwas rumdrehen können. Absaufen dürfte unter Dach auch kein Thema sein.



Lieben Gruß
Emanuel

PS: Der Bali-Bambus ist beeindruckend.
Und irgendwo auch "tröstend": So hätts (für den Emanuel in einem Paralleluniversum wohlgemerkt :laugh1: ) ja auch kommen können... :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: So 15. Feb 2015, 21:18 
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Hallo Emanuel,

das könnte so funktionieren. Probiere es einfach!!

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Liebe Grüße von

Gabi


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: Mi 18. Feb 2015, 17:09 
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Hallo Manu,

Manu hat geschrieben:
massiven Metallkessel
Hm, rostet sowas nicht irgendwann durch? Naja nach 50 Jahren kann man das Ding ja mal austauschen. :mrgreen:

Die Schrauben-Mutter-Variante zum Abdichten hört sich gut an...

LG Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Biotopbepflanzung...
BeitragVerfasst: Mi 18. Feb 2015, 18:17 
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Hallo

Habe nicht viel Zeit, also habe ich jetzt nicht alles durchgelesen und es wiederholt sich jetzt vielleicht auch etwas.

Was du da hast ist sehr sicher eine Phyllostachus - Sorte. Dieser treibt massiv Ausläufer, aber das weisst du ja selbst. Ich habe die besten Erfahrungen mit vergrabenen Schachtringen gemacht. 1000 mm im Durchmesser und 500 mm Seitenwandhöhe. Unten drunter ein Wurzelschutzvlies in doppelter bis dreifacher Lage. Wasser muss auf jeden Fall ablaufen können. Das Problem bei den Schachtringen ist, dass die Teile richtig schwer sind. Speißfässer oder ähnliches funktionieren nicht so gut, die zusammensetzbaren Rhizomsperren sind auch sehr mit Vorsicht zu genießen.

Die Nicht - Ausläuferbildenden Arten sind Fargesia oder Sinarundinaria.

Viel Spass mit der Pflanze und sobald das Ding anfängt auszubrechen hilft nur noch der Bagger :)


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