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 Betreff des Beitrags: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Do 20. Mär 2014, 22:15 
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Hallo,

wie schon auf der Tagung in Gera vorgetragen wurde, hat sich der Leiter der Naturschutzstation Rhinluch, welche sich u.a. der Nachzucht und Auswilderung von einheimischen Emys orbicularis (Haplotyp IIb) widmet, N.Schneeweiß dafür ausgesprochen den Handel einheimischer Reptilienarten incl. nicht einheimischer Unterarten komplett zu verbieten! Das heißt das der Handel von z.B. Emys orbicularis, egal aus welchem europäischen/afrikanischen Herkunftsgebiet sie stammen generell verboten werden soll!!! Auch aus anderen Richtungen (Politik, Tierschutzorganisationen ...) sind ähnliche Forderungen Programm.

Zitat aus:
Zeitschrift für Feldherpetologie 21: 101.120 März 2014
Zitat:
Amphibien- und Reptilienhandel als Gefährdungsfaktor
für heimische Populationen
Norbert Schneeweiß1, Jürgen Hintzmann2, Jörg Lippert3,
Michael Stein4 & Burkhard Thiesmeier5

Wir halten es daher für dringend erforderlich, die Bundesartenschutzverordnung
zu novellieren. Der Handel mit einheimischen Arten (inkl. nichtheimische
Unterarten) muss grundsätzlich verboten werden, egal ob die Tiere mit Inkrafttreten
der Bundesartenschutzverordnung ordnungsgemäß angemeldet wurden oder ob es
sich um Importe oder deren Nachkommen handelt.


Ich stelle hier auch die Frage: Sollten private Schildkrötenspendenprojekte wie zB EMYTOPIA, Organisationen Unterstützen welche einerseits Deren Spenden sehr gerne, sicherlich in guter Absicht, annehmen, aber andererseits für ein Handels-Verbot von einheimischen Schildkrötenarten und somit mittelfristig für ein Verbot von privater Schildkrötenhaltung (speziell Emys orbicularis) generell eintreten? Die Spenden von EMYTOPIA an die Naturschutzstation Rhinluch stammen ja vornehmlich gerade aus dem Handel von Emys… und würden dann in Zukunft entfallen!

VG surge

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 08:03 
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surge hat geschrieben:
den Handel einheimischer Reptilienarten incl. nicht einheimischer Unterarten komplett zu verbieten!

Yup, ich weiß, darüber habe ich mit ihm schon vor einiger Zeit gesprochen....


surge hat geschrieben:
einerseits Deren Spenden sehr gerne, sicherlich in guter Absicht, annehmen,

Macht Schneeweiß nicht. Ich hatte deshalb andere Emys-Projekte ins Programm aufgenommen (Niedersachsen, Wien, Hessen, Emys-Genesung in München, ggfs. künftig RLP.). An Schneeweiß ging in letzter Zeit nur noch so viel, wie über den Verkauf von Pflanzen bzw. durch sonstige Spenden gedeckt war. Pflanzenverkauf (Opuntienohren) war übrigens der Anfang von Emytopia. Der Schlüpflingsverkauf kam erst später hinzu.

Nach Jahren Pflänzlein zum Verkauf heranziehen habe ich allerdings inzwischen etwas weniger Enthusiasmus. Jedes Jahr waren das nämlich viele hundert Töpfchen, die ich auch über Winter in allen Zimmern des Hauses rumstehen hatte. Ich habe noch ein kleines Polster aus den Vorjahren. Das dürfte reichen, damit ich mein zweites Ziel, 10 Jahre Emys-Spendensammeln, erreiche. Danach gehe ich ohnehin in Emytopia-Ruhestand. Nächstes Jahr ist es so weit... :zwink:

Ich bin über Schneeweiß' Ansichten etwas unglücklich, habe aber auf seinen Wunsch so reagiert, dass ich die Zucht einer bestimmten Variante Emys einstelle. Andere Emys züchte ich weiter. Ich teile seine Ansicht nämlich nicht, dass die wenigen entkommenen Emys den Bestand an heimischen Emys so stark gefährden können, dass ein Einstellen der Emyszucht moralisch geboten wäre. Meines Erachtens hätte man sogar am meisten Chance, wenn man Wiederansiedlungsprojekte an verschiedenen Stellen Deutschlands und mit unterschiedlichen Genvarianten ins Leben ruft und dann Vertrauen in den üblichen Weg der Natur hätte, nämlich dass sich eine passende Tierart langfristig durchsetzt. Wäre es anderes, hätte Schneeweiß nicht größere Probleme als mit entkommenen Emys, nämlich die mit exotischen Tieren: Schmuckschildkröten, Waschbären, Marderhunde, und diese Gefahr steigt mit einem Verbot heimischer Tiere in Privathand sogar noch...


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 10:22 
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Hallo ,

den Vortrag von Schneeweiss habe ich leider verpaßt . Die Bedenken von ihm kann ich aber teilweise verstehen .

Ob man das allerdings über ein Verbot in die richtigen Bahnen lenken kann bezweifle ich sehr . Die Problematik Schnapper - und Geierverbot dürfte doch zeigen , dass so etwas eigentlich nur nach hinten losgeht .

Wenn ich bloß an die Massen an ungarischen und überhaupt südeurop. Emys denke die zu Tätärä zeiten hier ins Land kamen und die garantiert noch heute teilweise in Gartenteichen usw. herumdümpeln .

Ich stelle mir gerade vor wie in Gartenkolonien irgendein Amtsschimmel durchtrabt und die Teichbesitzer in Panik ihre Tierchen in die Natur entsorgen . So wird es zumindestens teilweise kommen - siehe Schnapper .

Wem ist damit dann geholfen - vor allem , wer nimmt dann diese Tierchen wieder auf ? Sie sind nun mal da , müssen auch irgendwo leben können ( 100 Jahre Alter sind bei Emys fast sicher )

Mein Gegenvorschlag wäre - die vorhandenen Emys so weit wie möglich günstigst auf ihren wirklichen Haplotyp hin zu untersuchen - z.B. auch durch Rhinluch - , dann irgendeine Kennzeichnung je nach Haplotyp an den Tierchen fachgerecht anbringen . Das könnten z.B. Strichcodes ( Schnitte mit dünnem Sägeblatt ) sein .

So wären die Tiere lebenslang halbwegs sicher unterscheidbar - Zuchtgruppen aus wirklich passenden Tieren wären bedeutend einfacher machbar und evtl. outen sich so auch noch ein paar unerkannt herumdümpelnde Haplotyp 2 b tierchen .

Verbote bringen gar nichts - nur evtl. neue Begehrlichkeiten ( Diebstahl , Schmuggel ect. ) und unüberlegte Handlungen ( Aussetzen ) .

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 11:36 
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Knarf hat geschrieben:
Mein Gegenvorschlag wäre - die vorhandenen Emys so weit wie möglich günstigst auf ihren wirklichen Haplotyp hin zu untersuchen - z.B. auch durch Rhinluch - ,

So habe ich auch zunächst gedacht, aber laut den beiden Fachleuten, mit denen ich darüber gesprochen habe, ist dieses Thema wohl deutlich komplizierter als man so denkt....

1. Der vergleichsweise günstige Haplotyp-Test zeigt nur die mütterliche Linie. Das hat folgende praktische Auswirkungen, Du kannst Typ X angezeigt bekommen, aber das Tier besteht aus - und vererbt auch - zu 99% Typ Y. Haplotypuntersuchungen bringen eigentlich nur bei Wildfängen was, die mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nie gemischt wurden.

2. Bei einem anderen, etwas aussagekräftigeren Test (Mikrosatellitenanalyse) scheint es selbst für Wiederansiedlungsprojekte monatelange Wartezeiten zu geben. Ich warte jetzt seit einem halben Jahr auf das Ergebnis, und das bei Tieren, die für Niedersachsen getestet werden.


Knarf hat geschrieben:
Zuchtgruppen aus wirklich passenden Tieren wären bedeutend einfacher machbar

Meine Idee war ursprünglich gewesen, eben gerade die heimischen Emys für die Gartenteiche zu züchten. Wenn von denen welche entkommen, kann es ja wohl kaum entsetzlichen Schaden anrichten, also ein Plus für den Arten- UND für den Tierschutz. Deshalb habe ich diese Variante züchten wollen. Meine Zucht hätte von Artenschützern gesteuert und überwacht werden können und der Erlös wäre ihnen zu gute gekommen. Aber leider, Traum geplatzt.... :uurrrggg:



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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 12:18 
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Hallo ,

ja klar , komplett durchdacht ist mein Vorschlag sicher nicht .

Andererseits - wenn wirklich schon bessere und auch einfachere Möglichkeiten zur Verfügung stehen ( Mikrosatellit ) , sollte man evtl. gleich dort ansetzen und Spenden dort zur Verfügung stellen oder Spenden für die Untersuchung der vorhandenen Emys einsetzen . Damit wäre den Haltern mehr geholfen , indirekt auch den einh. Tierchen .

Ehrlich - warum soll ich ein Projekt unterstützen , was nicht auch meine Belange allgemein unterstützt oder wenigstens toleriert ?
Wenn Herr Schneeweiss unbedingt die einh. Emys zur fast Privatsache erklärt - Bitte schön , ich kann und will ihn nicht daran hindern . Privat bedeutet aber dann auch wirklich privat .

Das menschliche Beharrungsvermögen ist leider in keiner Rechnung richtig einzubringen .
Dabei ist eigentlich schon immer klar - besser mit - als gegeneinander .
Die beim Kleinkrieg vergeudete Energie kann man wahrlich besser einsetzen .

Zitat:
Aber leider, Traum geplatzt.... :uurrrggg:


Warum genau ist der Traum geplatzt ?

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 14:25 
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Knarf hat geschrieben:
Spenden dort zur Verfügung stellen oder Spenden für die Untersuchung der vorhandenen Emys einsetzen

Ich mache den Artenschutzprojekten keine Vorgaben wofür sie die Emytopia-Spendengelder einsetzen dürfen, jedenfalls solange es für Emyszwecke ist, teilweise werden mit dem Spendengeld daher auch Analysen bezahlt.

Oder meinst du, die Spendengelder sollten eingesetzt werden, um Privattiere zu untersuchen, die in Privathand bleiben, um anschließend dem Züchter Verkaufserlöse seiner Schlüpflinge zu ermöglichen? Öhm, wer ist denn so blöd und spendet dann noch seine Erlöse, damit andere Züchter welche machen können? Wer die Profite einsteckt, soll auch die Ausgaben tragen.


Knarf hat geschrieben:
Warum genau ist der Traum geplatzt ?

Unter anderem weil es keine passenden Zuchttiere in Privathand gibt, und eben weil es aus Brandenburg nicht erwünscht war. Jetzt versuche ich den Traum mit einer anderen Genvariante zu erfüllen, aber auch das erweist sich als schwieriger als gedacht, siehe oben...


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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 15:21 
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Hallo ,

nein , nicht das Geld für andere herausschmeißen , die selbst dazu zu geizig oder sonstwie uninteressiert sind .
Der andere Vorschlag bezog sich auf das Verbot und die evtl. Abhilfe . Da dürften ja auch staatliche Gelder verfügbar sein .

Sondern die Labore ect. die Mikrostellituntersuchungen anstellen unterstüzten . Woran liegen denn die derzeitigen Engpässe bei der Untersuchung ?

Ich vermute mal - an der Anzahl und auch der mangelnden Unterstützung solcher Labore .
Die müssen ja von irgendwas Leben .

Keine Kundschaft - kein Interesse .
wenig Kundschaft - wenig Interesse .

Zwangsläufig bleiben bloß wenige Labore übrig , die sind dann eben überlastet .
Bisher dürfte so eine Methode ja eher ein Nischenprodukt sein - das könnte man so aber evtl. etwas besser werden lassen . Das wäre in Zukunft auch für viele andere Arten von höchstem Interesse für diverse Halter - ich denke da vor allem an die wenigen übriggebliebenen Asiaten . Da ist es ähnlich wie bei Emys 2 b 5 vor 12 .

Ich habe übrigens derzeit auch Typ 2 b erstmal auf Eis gelegt .
Ich mache gerade die andere osteurop. Emys ( Ostpolen ) klar . Die sind identisch klimahart und äußerlich kaum vom Typ 2 b zu unterscheiden .

Ehrlich - ich brauche auch Spaß mit meinen Tierchen . Reiner Idealismus , noch dazu unter solchen Bedingungen muß nicht sein .

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 17:22 
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Knarf hat geschrieben:
Ich vermute mal - an der Anzahl und auch der mangelnden Unterstützung solcher Labore .
Die müssen ja von irgendwas Leben .

Ich weiß eigentlich nahezu garnichts darüber, aber ich glaube nicht, dass es sich hier um öffentlich zugängliche (kommerzielle) Labors handelt. Ich vermute, dass es eher um Unilabors o.ä. geht, und zwar um wenige (so in Richtung eins für Europa), und dass die Analyse teuer ist, sehr teuer...

Knarf hat geschrieben:
Ehrlich - ich brauche auch Spaß mit meinen Tierchen .

Klar, wer nicht? Aber den größten Spaß mit meinen Tierchen hätte ich, wenn ich irgendwann mal NZ legal in die Natur entsorgen dürfte....


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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 19:17 
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Hallo,

Ain't it? schrieb:
Zitat:
Ich bin über Schneeweiß' Ansichten etwas unglücklich, habe aber auf seinen Wunsch so reagiert, dass ich die Zucht einer bestimmten Variante Emys einstelle.

Leute kommen und gehen. Der Nächste nach Schneeweiß hat vielleicht wieder ganz andere Ansichten! Ich an deiner Stelle würde deinen Traum nicht aufgeben … es könnten sich Zufälle ergeben welche das Blatt wenden... den Traum Wahrheit werden lassen.
Nachzucht definierter Tiere nimmt mE zumindest zT den Druck von den wilden Populationen ...

Ain't it? schrieb:
Zitat:
Meines Erachtens hätte man sogar am meisten Chance, wenn man Wiederansiedlungsprojekte an verschiedenen Stellen Deutschlands und mit unterschiedlichen Genvarianten ins Leben ruft und dann Vertrauen in den üblichen Weg der Natur hätte..

Genau so denke ich schon immer. Lieber andere, ähnliche Emys-Genvarianten mit Erfolgsaussicht ansiedeln als gar nichts. Das Brandenburger Projekt steht mE auf ziemlich dünnem Eis. Wie soll man aus den paar Tieren eine gesunde, genetisch ausreichend gefächerte Population aufbauen? Ich denke da auch an Inzucht? oder weiß es jemand besser?

Knarf schrieb:
Zitat:
den Vortrag von Schneeweiss habe ich leider verpaßt .

Meinst du den von Gera 2011? (2014 gabs Keinen!) ;-) … der war sehr interessant. Es wurde die Entwicklung der Brandenburger Emys-Population aufgezeigt und das Ergebnis nach etlichen Jahren Nachzucht und Auswilderung der Naturschutzstation Linum. Ernüchternd, es gibt nicht mehr Individuen von Emys in freier Wildbahn, lediglich die Altersstruktur war jetzt, auch mit mehr Jungtieren, anders.
Der Waschbär ist für die nicht steigende Populationsanzahl in erster Linie verantwortlich….

Ain't it? schrieb:
Zitat:
Jetzt versuche ich den Traum mit einer anderen Genvariante zu erfüllen, aber auch das erweist sich als schwieriger als gedacht, siehe oben...


Welcher Genvariante?

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 Betreff des Beitrags: Re: Emys-Verbot in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 21. Mär 2014, 20:11 
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Hallo ,

Zitat:
Meinst du den von Gera 2011? (2014 gabs Keinen!)


ooch Mensch Surge - Du hast mich einfach irre gemacht :mrgreen: Auf dem Plan stand er ja nicht und ich nahm an , er ist mir irgendwie durch die Lappen gegangen weil er Ersatz für einen anderen war - ich da aber qualmen oder quatschen war :rolling:

Zitat:
Aber den größten Spaß mit meinen Tierchen hätte ich, wenn ich irgendwann mal NZ legal in die Natur entsorgen dürfte...


Das war auch mal mein Traum - auch bei LSK . Sieht derzeit leider nicht danach aus .
Deren Habitate verschwinden - hier stapeln sich die NZ .
Klar ist es nicht so einfach wie man blauäugig erst mal denkt .

Aber - wenn es so weitergeht findet die Natur einen eigenen Weg , ohne irgendwelchen Überlegungen und Bedenken usw. von uns Menschlein .
Die Rotwangen machen gerade vor wie es geht .

Die scheinen auch waschbärenresistenter zu sein - den Rest erledigt in absehbarer Zeit der Klimawandel . Tja , dann sind garantiert wieder wir Privathalter gefragt - gebt doch ein paar Tierchen zum Auswildern oder zur Arterhaltung ab .

Man , wie ich diesen Dünkel und diese Borniertheit hasse - ja keinem anderen auch etwas gönnen .

Rein vom gesunden Menschenverstand her dürfte wurscht sein , welche Emysvariante die freigewordenen Nischen besetzt . Natürlich nicht gerad die letzten Emysbiotope .

Aber sonst , solange sie hier klarkommen und sich reproduzieren können - warum keine Ostpolen oder Russen ? Früher oder später landen sowieso welche davon auch hier oder die südlichen wandern ein . Irgendwie glaubt scheinbar keiner dieser Experten so richtig an den Klimawandel und seine Folgen auch für die ganze europ. Flora und Fauna .
Dabei braucht mal bloß in die Alpen zu schauen - dort ist dieser Umbau schon eine Weile voll im Gange . Einheimische Arten wandern aus oder verschwinden - neue wandern ein .

So wird es auch demnächst in den letzten Emysbiotopen aussehen .

So , jetzt habe ich erstmal genug von Experten aller Art . :winke:
Immer schön den Kopf in den Sand , da schaut halt nur der Anus raus . :zwink:

Grüße Frank

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SabineS

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Mi 8. Okt 2014, 08:45

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