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 Betreff des Beitrags: Futtertiere züchten - Heuschrecken
BeitragVerfasst: So 9. Aug 2015, 09:23 
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Registriert: Mi 19. Nov 2014, 20:27
Beiträge: 65
Arten: Rhinoclemmys
Hallo,

seit einigen Wochen versuche ich mich an der Zucht von Heuschrecken. Die ersten waren Wüstenheuschrecken. Diese sind jedoch alle kläglich gestorben. Die letzten habe ich umgebracht und mir gedacht, Wanderheuschrecken sollen leichter zu züchten sein. Also habe ich mir Wanderheuschrecken geholt. Von den Anfangs 50 Jungtieren, die sich fast alle auch gehäutet und überlebt haben, leben nun eine Woche nach der Häutung nur noch ca 15 Exemplare. Und auch heute morgen liegen wieder 2 Tote im Becken.

Mein Becken ist ein 100cm, 40cm, 50cm Terrarium. Sie haben zwischen 30-35 Grad. Äste zum klettern und Korkseitenwand. Versteckmöglichkeiten aus Eierkartons. Sie bekommen frisches Gras von der Wiese und selbst angebauten Weizen. Ich streue Matzingerflocken rein, die sollen besonders gut sein - laut Internet. Sie werden jedenfalls sehr gerne gefressen. Und dennoch, eine Woche nach der Häutung sterben sie einfach.

Hat jemand von euch Erfahrungen mit der Zucht und kann mir vielleicht noch einen Tipp geben?

Liebe Grüße,
Karin


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BeitragVerfasst: So 9. Aug 2015, 09:44 
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Registriert: Sa 17. Mai 2014, 21:49
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Wohnort: Südwesten
Arten: Emys orbicularis lla, Testudo marginata
Hi,

deine Temperaturen sind zu niedrig. Ideal sind 40 bis 55c und die Beleuchtungsdauer auf ca. 16Stunden einstellen. Ich verwendete zur Zucht gut belüftete Sperholzkisten mit 100 Watt Glühbirnen. Als Eiablagesandbehälter verwendete ich 1L Joghurtbecher. Den Sand einmal feucht machen und dann die ganze Brutzeit nicht mehr nachfeuchten. Dein Futter ist soweit in Ordnung. Die Wüstenheuschrecken sind eigentlich unempfindlicher als die Wanderheuschrecken, nur nicht ganz so produktiv. Wenn es dann mal läuft hast du in kürzester Zeit viele viele viele Futtertiere.

Viele Grüße

Bensch


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BeitragVerfasst: So 9. Aug 2015, 11:54 
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Registriert: Mi 4. Dez 2013, 15:27
Beiträge: 56
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Ich habe einige Jahre bei eine profesionellen Futtertierzüchter im Versand gearbeitet.
An eigenen Futtertiere habe ich Mehlwürmer, Zoibobas und Schaben gezüchtet.
Heuschrecjken sind schon speziel, es bedarf extremer Hygiene,dämpfen von erde ect.
das Futter muss ungespritzt sein, alle Parameter wie Feuchte, Temperatur müssen stimmen.
Bei meinem Arbeitgeber wurde durch eine Krankheit fast der gesamte Bestand vernichtet.
In den Zuchtanlagen war zutrittsverbot.
Viel Spaß beim Versuchen, aber einfacher ist es sich 1000 stück halbwüchsige zu kaufen, keine Ausgewachsenen, da weiß man nie wie alt die sind, und versuchen die möglichst lange am leben zu halten.
gruß Grace

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BeitragVerfasst: Mo 10. Aug 2015, 19:55 
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Registriert: Sa 17. Mai 2014, 21:49
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Wohnort: Südwesten
Arten: Emys orbicularis lla, Testudo marginata
es ist schon ein Unterschied, ob man 2-3 Zuchkästen oder eine professionelle Großzucht betreibt. Man hat zwar täglich Aufwand, aber bei mir hat es sich gelohnt. Bei 2 Kästen habe ich mehrere Hundert adulte Tiere pro Monat gezüchtet. Wichtig war das vorhandensein von Feucht- und Trockenfutter (die Tiere gleichen ihren Wasserhaushalt durch Aufnahme von Feucht und Trockenfutter selbst aus) fehlt beispielsweise Trockenfutter, kommt es schnell zu Verpilzungen. Umgekehrt vertrocknen die Insekten. Und die enorme Hitze ist auch sehr wichtig, nur Mut!


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BeitragVerfasst: Di 11. Aug 2015, 22:17 
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Hast du auch versucht ob die Tiere sie fressen ;)

Ich hab Kinosternon und hatte als Futtertiere Stabschrcken vermehrt. waren sicher auch an die 100 Stück. Nur fressen wollte sie dann keine der 4 Schildkröten :shock:

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BeitragVerfasst: Mi 12. Aug 2015, 17:33 
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Wohnort: Südwesten
Arten: Emys orbicularis lla, Testudo marginata
Alle Schildkröten (damals Trachemys, Chrysemys, Pseudemys, Emys, Mauremys, Platysternon und Cuora) frasen bei mir Heuschrecken. Allerdings habe ich diese erst später für Echsen gezüchtet. Stabschrecken sind nicht beliebt, soweit ich weis, sind die als Adulti auch leicht toxisch bzw. ungeniesbar.


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BeitragVerfasst: Do 13. Aug 2015, 08:57 
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Registriert: Fr 29. Nov 2013, 17:12
Beiträge: 846
Wohnort: Hauptstadt des Berg.-Landes
Stabheuschrecken sind eigentlich mehr was für Cuoren , Terrapene und spengleri. Aber wie heißt es so schön hier im bergischen: Wat der Bur nicht kennt, dat frißt er nicht.

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Mit schuppigen und schildkröterischen Grüssen
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BeitragVerfasst: Fr 14. Aug 2015, 22:57 
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Registriert: Mi 4. Dez 2013, 14:51
Beiträge: 547
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Hihi jaaa das hab ich gemerkt..

wobei selbst die Barsche sparsam geguckt haben, die eigentlich alles fressen.
Und als Adulti müsste ich die ja mehrfach zerstückeln, die sind ja riesig..

ich hab die als ganz kleine angeboten..
naja..nun erfreuen sie den nächsten Kurs in natur und Technik an der Schule des Großen. Daher hatten wir unsere ersten ja auch.
Nun sind es nur noch 4 Stück, deren Eier konsequent vernichtet werden ;)

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BeitragVerfasst: Sa 15. Aug 2015, 13:16 
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Beiträge: 891
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Hi

"Wat de Buer nich kennt, dat frett he nich." So sagt man rund um Hamburch... :mrgreen:

So war es bei mir auch mit den Futterschaben, Blabtica dubia. Erst wollte die keiner fressen, später wurden die einem von der Pinzette gerissen... :cool:

Wobei es auch oftmals Unterschiede macht wie sie ernährt wurden, haben sie viel Obst gefressen werden sie gieriger genommen... :denken:

Mir ist meine Schabenzucht fast hops gegangen, die neue Heizung im Keller ist Schuld, das kleine Wandgerät erwärmt den Kellerraum kaum noch und es ist eher feuchtkalt, da hatte ich viel Schimmel auf dem Futter und viele Tiere sind gestorben.

lg Marco

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"Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern"


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BeitragVerfasst: Mo 17. Aug 2015, 10:34 
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Registriert: Mi 19. Nov 2014, 20:27
Beiträge: 65
Arten: Rhinoclemmys
Hallo,

mittlerweile läuft es gut!
Ich habe den Trockenfutteranteil nun deutlich erhöht und einfach 3 Sorten gemischt. Da ist nun für jede Schrecke was dabei.
Und ich habe das Gras (welches glaube ich den Tod von vielen verursacht hat) weg gelassen und mir eine andere Wiese gesucht. Seitdem gab es nur einen Todesfall.
Ich habe auf einer Börse nochmal 50 subadulte dazu geholt (es waren ja nur noch 11 über) und bisher gab es keinen wirklichen Ausfälle. Die Großen paaren sich dauernd. Es sitzen immer mindestens 2 Paare aufeinander und Eier werden auch gelegt, sieht witzig aus ;-)

Nun muss ich warten bis was schlüpft. Da ich ja jetzt schon um die 60 Tiere habe und nur 2 Schildkröten, werde ich wohl fleißig anderen Leuten abgeben. Meine Kröten mögen die Heuschrecken super gerne, aber sooo viele sollen sie dann doch nicht essen. ;-)
Ich bin froh, dass es jetzt läuft.
Ich denke, es lag am Gras und den Temperaturen. Jetzt scheint alles zu stimmen.

Danke für die Tipps!
Karin


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