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BeitragVerfasst: Mi 9. Apr 2014, 14:04 
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Zitat:
Wie wäre es mit Peltastes marginatus melas für deine Weissingeris?

Zu ungewohnt für mich und andere - wo kommt diese Bezeichnung überhaupt her - kenne ich gar nicht .

Ich habe noch einen uralten Brehm hier stehen - da gibt es ähnliche tolle Bezeichnungen .

Mir geht es ja nur um eine für möglichst viele Interessierte verständliche Bezeichnung .
Gar nicht darum , wer nun wieder mal seinen Namen oder seine Mitarbeit am Thema für die Nachwelt erhalten will oder nicht . Durch das heutige Gezerre wird daraus sowieso nichts mehr - je mehr sich am Trog drängeln , desto weniger bleibt für jeden einzelnen . An die Namen der Beteiligten wird evtl. nur noch eine Fußnote verschwendet - obwohl das ja auch aus der Mode zu kommen scheint . :zwink:

Insofern erledigt sich das Thema sowieso fast von allein - bloß die Verwirrung bleibt übrig .

Ich kenne die Tiere unter Testudo marginata Schoepff 1793 . Liegt evtl. daran , dass diese Bezeichnung zu meinen Anfangszeiten in der Terraristik/Herpetologie der gebräuchlichste war und auch so publiziert wurde .

So viel ich weiß , wurden damals diese Tiere auch nicht in Unterarten aufgesplittet . Die sardinischen Tiere wurden als künstlich schon in der Antike angesiedelte griechische Tiere betrachtet , was sie nach heutigen Untersuchungen/Ansichten ja auch wohl sind .

Allerdings haben sie sich mittlerweile zumindestens äußerlich ganz deutlich vom Original entfernt . Insofern wäre zur Unterscheidung der jeweiligen Populationen schon ein kleiner Zusatz angebracht . Ob das nun eine anerkannte Unterart oder bloß eine lokale Form ist .....

Grundgedanke dieser Diskussion - zumindestens von meiner Seite her - ist der Sinn der wirklich dahinter steckt . Ich will hier auch niemandem zu nahe treten - Ehre wem Ehre gebührt .

Aber auch neueste Erkenntnisse müssen doch nicht zwangsläufig zu solchem Wirrwar führen . Das ist was mich so stört , nicht die neuesten Erkenntnisse/Betrachtungen dazu und auch nicht die manchmal recht kindisch wirkenden gegenseitigen Korrekturen der jeweiligen Lager . Vieles daran wirkt auf mich nur wie menschliche Eitelkeit , nicht wie wirkliches wiss. Interesse .

Klar kann und sollte man immer seine eigene Meinung vertreten - die ist nun mal individuell ( meistens jedenfalls :mrgreen: - bei manchem Mitbürger drängen sich auch fast andere Ansichten auf ) .

Bloß - siehe oben .

Wäre es nicht besser , mal die Rangelei um Anerkennung etwas nachrangig zu behandeln , dafür den Grundgedanken der Taxonomie wieder mehr in den Vordergrund zu stellen .

Der erste Benenner sollte es auch bleiben .


Auch beachtenswert - weltumfassende Verständigung über eine uralte Sprache - Latein .
Die ändert sich kaum noch , dürfte also auch weiterhin ein Universalinstrument zur Verständigung bleiben - wenn man denn will .

Was passiert heute - es muß in englisch publiziert werden , warum ?
Dabei ist das Latinum immer noch an Unis ein bewährtes Quälinstrument für die Studenten . Wofür eigentlich , wenn es keiner später mehr nutzt ?
Ich habe mich da auch ( privat ) durchgequält obwohl ich nicht ( GsD ) studieren durfte , kam mir aber später doch zu Gute .

Mal ein kleines Beispiel - ich habe zu Tätärä zeiten auch mit polnischen , ungarischen usw. Haltern und Züchtern zu tun gehabt . Wir konnten uns häufig nur mit Händen und Füßen unterhalten - Mißverständnisse blieben da nicht immer aus .
Ging es um unser Hobby , brauchte ich nur den wiss. Namen hinmalen und alles war unmißverständlich klar .

Heute klappt das nur noch mit Leuten meines Alters ( mein alter Herr wollte mich mal Sputnik nennen - alles klar ? :roll: :zwink: )

Ach so , es gibt noch ein ganz kleines isoliertes Vorkommen von Testudo marginata auf dem italienischen Festland .
Mein Vorschlag - Testudo marginata ceteris arte fiunt livornensis :laugh1:

Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Mi 9. Apr 2014, 20:01 
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Knarf hat geschrieben:
wo kommt diese Bezeichnung überhaupt her - kenne ich gar nicht .

Das hat Gray im Jahre 1870 so gesehen. Dem guten Herrn Gray verdanken wir einige Schildkrötenarten, die auch heute noch Bestand haben, zum Beispiel die Horsfieldii...

Knarf hat geschrieben:
Der erste Benenner sollte es auch bleiben

Dann müsstest du aber u.a. mit folgenden Arten leben:

Testudo orbicularis :love:
Testudo mydas
Testudo geometrica


Knarf hat geschrieben:
Was passiert heute - es muß in englisch publiziert werden , warum ?

Weil das eine Sprache ist, die - anders als Latein - inzwischen wirklich weltweit gesprochen und gelehrt wird. Latein war ja nur die "Weltsprache" Europas.


Knarf hat geschrieben:
Dabei ist das Latinum immer noch an Unis ein bewährtes Quälinstrument für die Studenten .

Nur noch für sehr, sehr wenige Fächer, vorgeschrieben ist es wohl noch für Theologie, Archäologie und als Grundlage für einige moderne Sprachen. Nicht mal Mediziner brauchen heute noch das Latinum. Englisch hat Latein als Wissenschaftssprache komplett abgelöst.


Knarf hat geschrieben:
Wir konnten uns häufig nur mit Händen und Füßen unterhalten - Mißverständnisse blieben da nicht immer aus .

Diese Zeiten haben sich zum Glück komplett geändert. Egal wo man auf der Welt ist und warum man dort ist, privat oder beruflich, man verständigt sich mit anderen Nicht-Einheimischen fast immer auf Englisch, auch mit Franzosen, Russen, Indern und Chinesen.


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BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2014, 12:18 
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Zitat:
Dann müsstest du aber u.a. mit folgenden Arten leben:

Testudo orbicularis :love:
Testudo mydas
Testudo geometrica

oh , erwischt :mrgreen: - alles muß nun wirklich nicht auf den Anfangsstand zurückgefahren werden .

Ich denke doch , dass rüberkommt was ich meine . Eine Änderung aller 10 Jahre langt m.M. nach locker . So haben die Damen und Herren Zeit sich einig zu werden , das ständige Vor - und Zurückrudern entfällt fast und evtl. steigt so auch wieder die breitere Akzeptanz dieser ganzen Show . Ich bin ja nicht der einzige , dem der derzeitige Run gewaltig auf den Senkel geht . Selbst andere Wissenschaftler werden langsam etwas irre bei diesen ständigen Änderungen .
Es wird derzeit sehr viel Zeit nur noch mit dem Vergleich der jeweilig gegenläufigen Meinungen vertan , das eigentliche Thema scheint machmal in den Hintergrund zu rücken . Das ist doch sicher nicht der Sinn des Ganzen ?

Meine LAG hat alte Geschichte und Kunstgeschichte studiert und wurde sogar mit dem großen Latinum gequält .
Ihre Magisterarbeit war schon toll - der geschraubte Stil manches Vorgängers , dazu die fast eigene Architektensprache und dazu noch lateinische Zitate und Beschreibungen :rolling:
Der ganze Mist mußte dann in verständlichem Deutsch zu Papier gebracht und auch noch auf Faselfehler durchgesehen werden . Und - ja keine Fußnote vergessen :zwink:
Nie wieder - fast ein ganzer Sommer nur solcher Quark auf meinem Tisch . Jetzt steht dieses Prachtstück in irgendeinem Archiv und versinkt langsam mit anderen Arbeiten in der Vergessenheit . Eins davon habe ich natürlich in meiner Bibliothek - reingeschaut habe ich aber auch nie wieder .
:mrgreen: einziger positiver Nebeneffekt - ich weiß jetzt in etwa , welcher Architekt bzw. Baumeister wann und wo Lorbeeren mit der Arbeit anderer abgesahnt hat . Da schaut man sich manches Dresdner Gebäude mit anderen Augen an , auch die Schildchen dort dran :zwink:

Englisch ist ganz gut und schön - aber ganz so wie Du schreibst ist es leider nicht . Wenn ich auf Safaritouren im Mittelmeerraum unterwegs bin , komme ich bei den älteren Einheimischen eher mit Deutsch ins Gespräch . Jüngere Leute können das auch manchmal , neben englisch . Gleiches gilt für die östlichen Nachbarn .
:mrgreen: , ja und ich bekomme Dank der englischsprachigen Literatur auch langsam etwas mehr Durchblick im Englischen .
Die dicke Amibibel wird immer interessanter . :titter:

Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2014, 14:25 
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Knarf hat geschrieben:
Meine LAG hat alte Geschichte und Kunstgeschichte studiert und wurde sogar mit dem großen Latinum gequält
.
Klar, die Geschichtler brauchen es natürlich auch, aber da gehört es ja vermutlich direkt zum Studieninhalt.

Mein Nachwuchs wurde in einer in lateinischer Sprache gehaltenen Feier mündlich graduiert und mittels komplett in lateinischer Sprache abgefasster Urkunde promoviert (so machen das altehrwürdige Unis in England bzw. USA), . Verstanden haben sie nüschte, denn das war das einzige Latein, mit dem sie in ihrem naturwissenschaftlichen Studium in Kontakt kamen.. :haha:

Lateinische Urkunden werden von Deutschland übrigens noch anerkannt. Sie müssen nicht übersetzt werden...


Knarf hat geschrieben:
älteren Einheimischen eher mit Deutsch ins Gespräch .

Klar, ist ja auch in Deutschland so, dass noch nicht alle glauben, dass Englisch immer wichtiger wird. Als ich studiert habe, hatte ich auch hier im Westen vielleicht ein englisches Fachbuch, der Rest war deutsch. Heute ist es häufig eher umgekehrt...


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BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2014, 16:12 
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Englisch ist schon nicht schlecht - wenn bloß nicht diese ganzen Anglizismen dazu kämen die man immer mehr überall aufs Auge gedrückt bekommt .

man oh man - es scheint fast gar keine deutschen Firmen mehr zu geben , zumindestens nach den immer bombastischeren anglizierten Firmennamen beurteilt . Selbst ein profanes Nagelstudio nennt sich jetzt nail boutique . Ob die überhaupt wissen , dass da ein Teil französisch mit drinsteckt ? :laugh1:

Zitat:
Mein Nachwuchs wurde in einer in lateinischer Sprache gehaltenen Feier mündlich graduiert ..... Verstanden haben sie nüschte,....


Erinnert etwas an ein paar Vorträge in Gera - da gab es zwar eine Simultanübersetzung , die war aber manchmal auch etwas lustig . Noch schöner war der tschechische Swejk jargon von Hynek - in englisch . Das paßt auch voll zu ihm . :zwink:

:mrgreen: , oder an Ansprachen unserer politischen Oberhäupter - da machen auch alle geladenen Anwesenden ein recht verstehendes Gesicht obwohl sie fast einpennen dabei .

Oder Vernissagen - des Kaisers neue Kleider , phonetischbombastisch verpackt .

Nö , bei meiner Freundin gab es eben kaum mal wirklich lateinische Texte im Studium - das war alles schon auf deutsch . Nur Hausaufgaben wurden mal in Latein vergeben . Dank i net war das aber meist kein großes Problem - wenn doch bin ich auf eine laaaange Hunderunde verschwunden . Lat. Grammatik ist .... , naja die Profs hatten damit auch so ihre Probleme , die hatten aber eben von Haus aus Recht .

Ja , leider wird auch von deutschsprachigen Autoren/Wissenschaftlern häufig nur noch in englisch publiziert . Auch Fachzeitschriften machen das schon - die österreichische Emys z.B. . Naja , man muß nicht alles lesen und haben .

Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Do 10. Apr 2014, 18:01 
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Knarf hat geschrieben:
nennt sich jetzt nail boutique .

Yup, ganz deiner Meinung, beknackt! Aber wie heißt es so schön, für die Freiheit, dass die das tun dürfen, würde ich sterben... :zwink:

Knarf hat geschrieben:
leider wird auch von deutschsprachigen

Ganz und gar nicht deiner Meinung. Das hat absolut nichts mit der Angeberei bzgl. Nail Boutique zu tun. Ich fände das absolut super, wenn bessere Hobbyzeitschriften international lesbar würden! Diese Möglichkeiten, die sich da auftun. Im Emys Buch von Uwe Fritz sind viele Literaturstellen, die ich nicht lesen kann, weil sie auf Russisch oder sonst was sind. Zum Glück dürfen die im Osten jetzt auch in Englisch publizieren und tun es auch, manchmal zumindest. Ich warte immer noch darauf, dass Dr. Robert Maslak sein Buch über Testudo kleinmanni auf Englisch herausbringt, wie er es mal im alten Blauen angekündigt hatte. Denn wer von euch kann schon Polnisch? Wäre es englisch könnte es die halbe Welt lesen...

Auch Asien hat supertolle Schildkröten, aber mein Chinesisch, Vietnamesisch, Thailändisch ist ebenfalls sehr begrenzt. Schildkrötenfreunde in Asien, bitte, bitte schreibt eure Artikel in Englisch! Dann kann man endlich mal über den Tellerrand rausschauen! Und bis der letzte gerafft hat, welche Vorteile es bringt, sein Englisch aufzupolieren, kann man es ja wie die DGHT machen, zweisprachig herausgeben...



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BeitragVerfasst: Sa 12. Apr 2014, 07:40 
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Ja klar sind das 2 verschiedenen Seiten eines Problems - für diejenigen die nicht englisch gelernt haben :mrgreen: .

Für mich trotzdem aber auch irgendwie ein Armutszeugnis , wenn deutschsprachige Autoren/Wiss. nur noch in englisch publizieren .
2 sprachig ist wirklich ok , nur fremdsprachig für mich nicht . Ökonomie und Usus hin oder her - so fehlt langsam irgendwie ein Teil der einheimischen Literatur . Oder es bleibt bloß noch 3. Wahl übrig . :mrgreen: auch die Übersetzergilde stirbt so wohl langfristig aus . Da bleibt wohl auch nur 3. Wahl übrig - die schreiben dann diese tollen Bedienungsanleitung für den technischen Bereich .

stegk female Kupplung - An oder auhß :haha:

Was Du zum Osten und Asien schreibst stimmt schon , :zwink: davon kann ich nun wiederum wenigstens etwas halbwegs lesen und verstehen . Dürfte in etwa gleich dastehen , mein rudimentäres Schulrussisch und mein zwangsläufig selbstgelerntes Englisch - Tendenz englisch zunehmend .
Gerade bei fremdsprachiger wiss. Literatur bin ich mir aber nie sicher , auch wirklich alles verstanden zu haben . Da kommt es oft aufs kleinste Detail an , manches liest sich schon auf deutsch eher Richtung böhmisch , ne ? Die Übersetzungsprogramme sind dabei auch nicht immer eine wirkliche Hilfe , sorgen manchmal eher für Frust oder Spaß .

Ok , das Thema dürfte sowieso gegessen sein und liegt wie das ursprüngliche außerhalb einer Einflußnahme . Einen Vorteil hat beides - was ich nicht lesen kann muß ich auch nicht sammeln und mal im Nailstudio nach VA Kammnägeln fragen macht auch Spaß - insofern ... :laugh1:

:mrgreen: ich könnte ja mal ab und an einen Beitrag auf russisch schreiben , so als kleine Grausamkeit für andere - obwohl ich gerade eher etwas sorbisch zu verstehen versuche .Da kommt mir mein Restrussisch sehr zu Hilfe .

Ауф Виедерсехен - досвиданиа :winke:

Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Sa 12. Apr 2014, 08:30 
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Knarf hat geschrieben:
ein Armutszeugnis , wenn deutschsprachige Autoren/Wiss. nur noch in englisch publizieren

Da du Wissenschaftler erwähnst, gehe ich noch mal drauf ein. Ich beziehe mich auch ausdrücklich nur auf sie.

Ich weiß nicht, wie weit du mit dem Wissenschaftsbetrieb vertraut bist, aber ich kann dir ein "Gleichnis" nennen, das eigentlich jedem verständlich machen müsste, warum gute Wissenschaftler nur noch englisch publizieren. Erinnere dich an die Schulzeit, du hast eine hervorragende Abschlussarbeit geschrieben, dessen bist du absolut sicher. Du gehst aber zum Lehrer und sagst: "Bitte, ich weiß dass ich sehr gut bin! Ich möchte als Note aber trotzdem nur eine Fünf". So was macht niemand...

Das Publizieren einer Forschungsarbeit in einem deutschsprachigen Magazin ist (heute) fast das Äquivalent zur Schulnote 5. Welche Zeitschriften/Sprachen als gut betrachtet werden, ist genau wie bei den Noten reine Definitionssache. Aber jeder, der damit zu tun hat, weiß wie es definiert ist und richtet sich danach. Eine 1 gilt als gut, mit einer 5 im Examen bekommst du keine Anstellung, du bist arbeitslos. Die wichtigste Benotung, die Wissenschaftler für ihre Arbeit bekommen, ist der Bekanntheitsgrad ihrer Publikationen. Bis sie mit etwa 40 fest angestellt sind, müssen sie sich alle 2-3 Jahre neu bewerben, wobei hochrangige Publikationen das ausschlaggebende Kriterium für einen Job sind. Die Zeitschriften sind von der Wissenschaftsgemeinde "benotet" (Impact factor). Wer es schafft seine Arbeit in ein "sehr gutes" Magazin zu bekommen (dort sitzen dann die kritischsten Bewerter der eingereichten Arbeit), erhält quasi selbst die Note sehr gut. Es gibt aber leider keine mit sehr gut bewerteten deutschen Zeitschriften mehr, weil sie von zu wenigen Wissenschaftlern gelesen werden können und damit automatisch weniger "Bewertungs-Stimmen" erhalten. Allen anderen Sprachen außer Englisch geht es genauso.

Wärst du für den Erhalt der heimischen Literatur bereit Hartz IV zu beantragen, wenn du es anders kannst?


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BeitragVerfasst: So 13. Apr 2014, 12:31 
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So in etwa dachte ich mir das . Habe ähnliches von bekannten Wiss. so angedeutet bekommen , dass es solche Ausmaße annimmt wußte ich aber nicht .

Damit wäre wohl auch die gerade auf höchstem Niveau laufende neue Benennungs/Umbenennungswut deutlichst erklärt .
Im Prinzip ist es doch bloß eine Rangelei am Futtertrog , oder ? :laugh1:

Zu meiner Schulzeit - ich habe bei der Sportprüfung mitten in der Übung aufgehört als ich meine nötigen Punkte erreicht hatte . Die wurden von der Kommission schön deutlich an eine Tafel geschrieben . Die Leutchen haben ganz schön komisch geguckt als ich plötzlich aufhörte und mich einfach auf die Bank setzte .
Meine Erklärung dazu - reicht , wozu mehr machen ? - passte sicher nicht in deren Weltbild . So habe ich es in anderen Fächern die mich wenig oder gar nicht interessierten auch gemacht . Bei Russisch dümpelte ich immer zwischen 4 und 5 herum , ähnlich Staatsbürgerkunde . In den naturwiss. Fächern stand ich zwischen 1 und 2 .
Also bin ich wohl eher nicht so recht geeignet , theoretische Karrierefragen zu beantworten . :zwink:

Klar kann ich die armen Schw.... verstehen , schön ist es trotzdem nicht - sowohl Ursache als auch Wirkung .

Man , das ist schon eine tolle Welt - es geht immer nur um Knete . :rolling:

Grüße Frank

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