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 Betreff des Beitrags: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Do 16. Jan 2014, 15:36 
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Hallo ,

gleich noch ein interessantes Thema für sowohl unser Wiki wie auch für die gezielte NZ diverser Arten .

Wollen wir mal eine kleine Sammlung von Daten dazu veranstalten ?

Evtl. in einem Thema , welche Arten TDS bzw. chromosomale Geschlechtsdetermination haben und in einem anderen die genauen Scheitelpunkte bzw. Bruttemp. zur gezielten Inkubation des jeweilig gewünschten Geschlechts der NZ .

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Do 16. Jan 2014, 16:05 
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Knarf hat geschrieben:
welche Arten TDS bzw. chromosomale Geschlechtsdetermination

Ist denn schon mehr bekannt als in der Marginata 1(4) geschrieben stand? Dort waren es 16 Arten mit GSD, alle anderen aufgeführten Arten hatten TSD.

    GSD: Claudius, Staurotypus, Apalone, Pelodiscus, Chelodina, Elseya, Elusor, Emydura, Mesoclemmys, Phrynops, Glyptemys

Knarf hat geschrieben:
die genauen Scheitelpunkte

Ich glaube nicht, dass das wirklich möglich ist. Mich würde nicht wundern, wenn das bei jedem Ei leicht anders ist...


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Do 16. Jan 2014, 17:24 
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Hallo ,

naja , ich dachte hier vor allem an die unterschiedlichen bekannten Lokalformen der europ- LSK - die haben ja schon leichte Abweichungen untereinander bzgl. Scheitelpunkt - zumindestens liest man davon neuerdings immer mal etwas .
Das dürfte bei den Emys und auch den Greacas nicht viel anders sein . Die haben ja auch einen riesigen Verbreitungsraum mit evtl. auch verschiedenen Scheitelpunkten .

Puh , diese Marginata habe ich gar nicht . Muß mal schauen , wo ich die noch herbekomme . Falls jemand eine übrig hat , bitte eine PN dazu - sonst evtl. eine Kopie des Artikels ?

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Do 16. Jan 2014, 17:57 
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Knarf hat geschrieben:
hier vor allem an die unterschiedlichen bekannten Lokalformen der europ- LSK - die haben ja schon leichte Abweichungen untereinander bzgl. Scheitelpunkt - zumindestens liest man davon neuerdings immer mal etwas .

Ich glaube da nicht mehr dran, ich glaube vielmehr, dass jedes Ei quasi seine eigene Scheiteltemperatur hat, je nachdem wie es von der Mutter hormonell ausgerüstet wurde. Natürlich wird es zusätzlich auch noch von der Art, Lokalform etc. abhängig sein. Aber es dürfte zu viel Überschneidungen geben, als dass es sinnvoll wäre, eine Liste zusammenzustellen. Belegen kann ich das natürlich nicht, aber als Indiz nehme ich den Artikel von R.M. Bowden über die saisonale Abhängigkeit des Geschlechtsverhälnisses bei gleicher Bruttemperatur. Bei 28°C gab es bei Chrysemys picta entweder 72 % Männchen oder 76% Weibchen, je nachdem zu welcher Jahreszeit die Eier gelegt wurden (Quelle)


Knarf hat geschrieben:
Puh , diese Marginata habe ich gar nicht .

Schreib mal HDP an, dort sind auch die Scheiteltemperaturen vieler Arten drin, so wie man sie damals für richtig hielt. Es ist aber über zwei Marginatas verteilt 1(4) und 2(1). Der Artikel ist von Claude Pieau höchstpersönlich. Das ist derjenige französische Forscher, der die Sache mit der temperaturabhängigen Geschlechtsausprägung bei Schildkröten nachgewiesen hat.

Wenn du die Hefte nicht mehr kriegst, versuche ich mal Kopien zu machen...


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: So 26. Jan 2014, 14:33 
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Hallo ,

Zitat:
ich glaube vielmehr, dass jedes Ei quasi seine eigene Scheiteltemperatur hat, je nachdem wie es von der Mutter hormonell ausgerüstet wurde.


Die genetischen Veranlagungen steuern doch aber auch in gewissem Maße die hormonelle Ausrüstung durch die Elterntiere , oder ? Immerhin mußten doch die Tierchen im Großen und Ganzen doch auf ein zumindestens für den Arterhalt ausreichendes Geschlechtsverhälnis achten - wenn auch sicher unbewußt und auch abhängig von der Anpassung an örtliche Gegebenheiten .

Da kann auch durchaus die Jahreszeit der Ablage eine Rolle spielen . Chr.picta kann ja durchaus auch in der Gelegegrube überwintern - evtl. sind die einzelnen Geschlechter unterschiedlich gut dafür ausgerüstet ?

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Mo 27. Jan 2014, 09:08 
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Knarf hat geschrieben:
Die genetischen Veranlagungen steuern doch aber auch in gewissem Maße die hormonelle Ausrüstung durch die Elterntiere , oder ?

Klar, die Genetik bestimmt zunächst ja schon ob die Mutter 1 Kilo Hormon in die Eier packt oder nur 100 g. Darüberhinaus wird es individuelle Schwankungen geben. Die erste Testudo hermanni boettgeri packt 99 g rein, die zweite 101 g. Das wird sich in gewissen Grenzen auch vererben, so entstehen Lokalformen. Darüberhinaus scheint es aber auch noch Umwelteinflüsse zu geben. Das heißt die erste Mama stopft je nach Jahreszeit 98 - 100 g rein, die zweite 100 -102 g.

Da die Bruttemperatur diese Hormonausstattung beeinflussen muss, wird klar warum die Scheiteltemperatur individuell schwanken könnte. Viel Hormon in den Eiern erfordert vermutlich eine andere Bruttemperatur fürs selbe Ergebnis wie wenig Hormon...


CU, A

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2014, 17:26 
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Hallo ,

Zitat:
Viel Hormon in den Eiern erfordert vermutlich eine andere Bruttemperatur fürs selbe Ergebnis wie wenig Hormon...


Hierzu brauche ich bitte etwas Nachhilfe . Es kommt auf die Hormonmenge an ?
Bisher hatte ich an unterschiedliche Hormone gedacht .

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Mi 29. Jan 2014, 18:40 
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Knarf hat geschrieben:
Es kommt auf die Hormonmenge an ?

Die Konzentration an Östrogen (Östradiol) im Dotter sinkt während der embryonalen Entwicklung und zwar in Abhängigkeit von der Inkubationstemperatur (kühler = stärker). Es ist aber eine bestimme Konzentration notwendig, um Weibchen zu erzeugen. Wenn also mehr Hormon mitgeliefert wurde, wird auch bei tieferen Temperaturen noch genügend vorhanden sein, um die Weiche in Richtung Weibchen zu stellen ( Elf PK. Yolk steroid hormones and sex determination in reptiles with TSD.Gen Comp Endocrinol. 2003, 132(3))

Erklärt im Prinzip, warum wir uns manchmal schwer tun, Weibchen zu produzieren. Die Hormonproduktion wird ja in Gefangenschaft tendenziell eher schlechter sein als in der Natur.


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: Do 30. Jan 2014, 10:16 
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Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Geschlechtsdetermination
BeitragVerfasst: So 16. Feb 2014, 18:42 
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Ain't it? hat geschrieben:
Die Konzentration an Östrogen (Östradiol) im Dotter sinkt während der embryonalen Entwicklung und zwar in Abhängigkeit von der Inkubationstemperatur (kühler = stärker).

Heißt das dann: Je höher die Inkubationstemperatur desto ausgeprägtere weibliche Merkmale bekommen die Tiere? Und umgekehrt? Je kühler bebrütet, desto Macho?
Dazu passt, dass sich meine ersten Thb-Jungs, die bei 28 und 29°C bebrütet wurden, sehr früh als Männchen geoutet haben, während man bei 32°C Inkubationstemperatur auch nach 5 Jahren noch nicht wusste, was es werden würde.
Zufall?
LG
Gunda

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