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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: So 23. Feb 2014, 22:20 
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Ain't it? hat geschrieben:
gunda hat geschrieben:
Außer der Vermutung, dass Sauerstoffmangel im Kühlschrank wohl unterschätzt wird.

Ich kann daran - in Anbetracht der Tatsache, dass die Tiere sonst tief vergraben überwintern - nicht glauben.
Wenn die Kühlschranktür 2-3 Wochen oder länger nicht geöffnet wird, schon...

LG Andreas


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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: So 23. Feb 2014, 22:32 
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graeca63 hat geschrieben:
Wenn die Kühlschranktür 2-3 Wochen oder länger nicht geöffnet wird, schon.

Auch das ist ein Vielfaches an Sauerstoff gegenüber dem, was z.B. einer Wasserschildkröte zur Verfügung steht, die 5 Monate unter einer geschlossenen Eisdecke aushält. Bei der Landschildkröte unter der Erde wird das genauso aussehen. Sie stellen die Atmung ein....

CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 08:54 
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Ain't it? hat geschrieben:
Sie stellen die Atmung ein....

...und leben dann vermutlich im selben Modus wie vor dem Schlupf im Ei, wo sie ja auch ohne Atmung und mit extrem wenig Sauerstoff auskommen.

CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 16:16 
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Ich habe dieses Jahr die Kühlschrankphase schon wieder (fast) überstanden, noch 3 Jungs sind drinnen.
Und da ich ja größtenteils dort Tiere überwintere, die ich erstmals zwischen September und Dezember überhaupt zu Gesicht bekommen habe, also nach meiner Hauptvermittlungszeit, bin ich immer wieder froh, wenn der Winter vorbei ist, so froh ich auch bin, wenn ich die Tiere verstaut habe. Aber irgendwann will man auch wieder wissen, dass alles in Ordnung ist.

Das Wiegen habe ich schon lange aufgegeben, und die Kontrolle der Tiere zweimal wöchentlich beschränkt sich auf Augenschein. Panzerkontrolle immer nur bei Wasserwechseln. Man mag es nicht glauben, wann manche Tiere immer noch kacken.

Das einzige was ich nächstes Jahr anders machen werde, ist die Schichtung im neuen großen Kühlschrank, dann kommen nämlich die Graptemys nach unten und die Trachemys nach oben.

Der Folgeartikel zum Panzerröte-Artikel war aber glaube ich schon von Bidmon ? In der neuen Ausgabe von dem Heftle ?

Jedenfalls, ich glaube, die Geräuschkulisse spielt eher keine Rolle. Zum Beispiel habe ich gestern meine Rotwange Alpha aus dem Kühli geholt, die Graptemys am Samstag. Auch wenn die Tiere erst noch fast bewegungsunfähig sind, fangen sie innerhalb von ein paar Stunden in nur unwesentlich wärmeren Mörtelwannen an, Schwimmübungen zu veranstalten, und zwar, weil es hell ist.

Die einzige negative Erfahrung, die ich bislang mit dem Kühli gemacht habe, das war eine Höckerdame mit einem Darmvorfall kurz vor Weihnachten. Diese meine einzige Problemschildkröte ist Samstag in ein neues Zuhause gezogen und ich bin sehr froh darüber :).

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 18:14 
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graeca63 hat geschrieben:
Könntest Du mir freundlicherweise diese pdf-Datei auch zuschicken?

Wird gemacht. Schick mir bitte nochmal deine e-mail Adresse. Ich müsste sie eigentlich haben, finde sie aber nicht mehr.

graeca63 hat geschrieben:
Hattest Du selbst schon einmal Schildkröten mit Panzerrötungen, die im Gewächshaus oder Frühbeet gestarrt haben? Ich nicht. Ich kenne dieses Phänomen nur von Kühlschranktieren (kam bei mir damals auch vor).

Nein hatte ich noch nicht. Weder im Gewächshaus noch im Kühlschrank. Vor ein paar Jahren gab es in einer Überwinterungsbox im Frühbeet bei einigen tief vergrabenen Jungtieren einen Pilzbefall. Sie überwinterten in einer relativ kleinen wasser- und luftdichten Styroporbox mit feuchtem Floraton3 als Substrat. Die betreffenden Tiere hatten ganz leichte Panzerrötungen, die von selbst wieder verschwanden. Diese kleinen Boxen würde ich heute nicht mehr verwenden.

Hallo Editha,
deine Überlegungen zum Sauerstoffmangel leuchten ein. Ich kann mir höchstens vorstellen, dass sich Sauerstoffmangel negativ auf das Substrat auswirkt - ähnlich wie Gemüse im Kühlschrank fault und schimmelt, wenn man es nicht aus der Plastikverpackung holt. Aber Bidmon erwähnt ja ausdrücklich, dass es auf die Zahl und Größe der SK ankommt...

LG
Gunda

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Mo 24. Feb 2014, 19:19 
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gunda hat geschrieben:
Ich kann mir höchstens vorstellen, dass sich Sauerstoffmangel negativ auf das Substrat auswirkt - ähnlich wie Gemüse im Kühlschrank fault und schimmelt, wenn man es nicht aus der Plastikverpackung holt.

Yup, genau!

Insgesamt ist die Situation einer in frisch zusammengewürfeltes Substrat gesteckten Schildkröte vermutlich überhaupt nicht mit der einer Schildkröte zu vergleichen, die selbstbestimmt in "gewachsenen" Boden abtaucht, auf dem sie schon die ganze Zeit lebt. Hier gibt es ein stabiles Mikrobengleichgewicht, das sich bestenfalls geringfügig ändert, wenn die Schildkröte abtaucht. Was aber passiert, wenn wir frische Erde in eine Kiste schaufeln und von woanders feuchte Blätter dazu geben? Die Schildkröte bringt auch noch weitere Bakterien ein, dazu kommt das ganze Gemisch unter schlagartig stark veränderte Umweltbedingungen in den Kühlschrank (andere Temperatur-, Feuchtigkeit- und Sauerstoffverhältnisse etc.). Von stabilem Mikroben-Gleichgewicht dürfte da keine Rede mehr sein. Kann schon sein, dass dann schädlichere Mikroben die Oberhand bekommen, z.B. unsichtbare Schimmelpilze. Vielleicht ist aber auch die ständige/starke Änderung der Mikrobenumwelt an sich problematisch. Meistens geht es ja trotzdem gut, aber trifft dieser "Mikrobenkrieg" auf eine - aus welchem Grund auch immer - leicht geschwächte Schildkröte, wird es vielleicht eng.


Ich tausche das Substrat in der Überwinterungstelle im Gewächshaus nur alle 2-3 Jahre aus. Aber wenn ich es tue, dann mache ich es aus dem oben genannten Grund im Frühjahr direkt nach der Starre, nicht im Herbst davor.

CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Di 25. Feb 2014, 16:54 
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Hallo ,

wie verhält es sich denn mit C0 2 im Kühlschrank bzw. in solchen Boxen ?

ich könnte mir vorstellen dass in so kleinen Boxen auch bei verminderter Atmung bzw. Stoffwechsel der CO2 Gehalt immer mehr ansteigt - bei sehr feuchter Erde auch evtl. eine Reaktion mit dem dort gebundenen Wasser stattfinden könnte .

- http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstof ... enschaften

Dann wäre die Beschaffenheit ( Inhaltsstoffe der Überwinterungsboxen ) evtl. noch von Bedeutung . Gasen hier Stoffe aus die schwerer als Luft sind , dürften die auch in den Boxen zu einer höheren Konzentration führen können - genau wie CO 2 . Unter dem Strich führt das zu noch mehr Sauerstoffmangel .

Selbst Lüften des KS führt bei nach unten dichten Boxen nicht unbedingt zu einem Luftaustausch in den Boxen selbst . Das dürfte das Substrat und auch die Laubdecke recht erfolgreich verhindern können .

Was passiert mit den Ausscheidungen/Überbleibseln der im Boden lebenden Mikroorganismen wenn sie auf Grund dieser Bedingungen eingehen ? Auch sie bleiben ja im Substrat , eng bei dem dort überwinternden Tier .

Welche Boxen genau werden von Euch für die Kühlschranküberwinterung genutzt ?

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Di 25. Feb 2014, 18:40 
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Knarf hat geschrieben:
Welche Boxen genau werden von Euch für die Kühlschranküberwinterung genutzt ?

Ich überwintere schon seit 6 Jahren keine Landschildkröten mehr im Kühlschrank. Damals hatte ich Stapelboxen mit Gríffloch, schöner Nebeneffekt (wenn auch rein zufällig) evtl. schwerere Gasen hätten abfließen können.

Ich hatte nie ernsthafte Probleme mit der Kühlschranküberwinterung, nicht einmal die beiden Male, in denen ich Weibchen mit Eiern eingewintert hatte. Nie einen nennenswerten Gewichtsverlust und schon gar keinen Tierverlust. Ich mach es trotzdem nicht mehr, weil die Gewächshausüberwinterung einfach so viel entspannter für Mensch und Tier ist...


@ Gunda, Du bist Themenstarterin, wir driften ja jetzt ein bisschen ab. Ist das ok?


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Gewicht und Winterstarre
BeitragVerfasst: Mi 26. Feb 2014, 12:14 
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Hallo ,

hier mal noch ein recht aussagefähiges Experiment zum Thema evtl. CO 2 Vergiftung
- http://www.schulbiologiezentrum.info/Ra ... nnover.pdf

Grüße Frank

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