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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 13:55 
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Registriert: Do 28. Nov 2013, 20:35
Beiträge: 2165
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Hallo ,

ja , so in etwa habe ich schon bebrütet - nach Eggenschwiler - allerdings eher wegen der angeblich so sehr hohen erreichbaren Wahrscheinlichkeit , bestimmte Geschlechter zu vermehren . Beides war aber nicht so wie ich es erwartet habe .
- http://www.eggenschwiler.swissworld.com ... %20LSE.pdf

Ein positiver Nebeneffekt waren Babys ohne jeglichen Dottersack , sehr oft schon mit fast verheiltem Nabel , vollständig auseinandergefaltet und auch so gut wie immer ohne anhaftende Eischalenreste .
Verluste gab es so nicht - dazu war wohl das Substrat auch zu schlupfgerecht . Die Substrathöhen schwankten von 5 - 15 cm - nennenswerte Unterschiede im Ergebnis gab es bei mir nicht .

Bei zwar auch vollständig eingebuddelten anderen Gelegen ( ca 3 cm hoch bedeckt ) in sowohl Vermiculite wie auch Erde/Sand Gemisch gab es dagegen schon ab und an geschlüpfte Babys mit noch anhaftenden Eischalen , aber meist auch vollständig resorbiertem Dottersack .
Entfernt man solche Eischalenreste nicht rechtzeitig , kann das schon zu verzögerter Streckung oder sogar zu seltsam verdrehten Babys führen . Aber auch das gibt sich meist schon nach ein paar Wochen .

Ob man wirklich mit dieser Methode höhergewachsene Babys erzielt ? Ich denke eher dass sich die sowieso hochrückigeren Tierchen so schneller vollständig entfalten und dann eben schneller normal weiterwachsen - je nach dem wie man sie aufzieht .

Naja , besser mal auf den Link warten - evtl. gibt es ja eine einleuchtende Erklärung dazu .

Grüße Frank

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http://www.youtube.com/watch?v=JK1-LTWBMkw
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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 15:32 
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Beiträge: 35
Hallo,

die Tipps, Babies auf feuchtes Küchenkrepp zu setzen oder auch wie hier, einzuwickeln, halte ich alle für sehr gewagt und gefährlich. Bei einer Freundin hat so ein Winzling mal etwas von dem Krepp abgebissen und geschluckt. Der abgebissene Fetzen legte sich wohl vor die Luftröhre (wenn feucht, wird das ja dünn und wenn es wo haftet, geht es schwer ab) und das arme Tier ist erstickt. Als sie es fand, hing noch ein wenig aus dem Mäulchen und obwohl sie das gleich entfernte, war es bereits zu spät und das Tier war schon tod.

Ich setze meine geschlüpften Tiere in eine Dose und den Boden lege ich aus, mit einem Stück einer Leinenserviette oder aus Baumwolle (habe so weiße, die ich dazu zerschneide), die ich befeuchte. Damit umgehe ich die Gefahr, dass ein Tier davon was abbeissen kann und so jämmerlich ersticken muß. So kann ich Schlüpflinge nach dem Schlupf noch 1 Tag im Brüter lassen, bis die Bauchspalte sich mehr geschlossen hat, falls dies noch nicht der Fall sein sollte.

Hat zwar nun mit der Theamatik Höhenwachstum nichts zu tun, aber hoffe, Ihr habt Verständnis, dass ich auf die Gefahr mit dem Küchenkrepp, mal hinweisen mußte.
LG
MM


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BeitragVerfasst: Mo 14. Apr 2014, 16:09 
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Registriert: Do 5. Dez 2013, 19:25
Beiträge: 151
Hallo zusammen,

ich könnte mir vorstellen, daß bei feuchtem Krepp auch die Gefahr der Erstickung besteht, wenn das Tier sich das nasse Gewebe über den Kopf zieht.

LG
Anna


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BeitragVerfasst: Di 15. Apr 2014, 17:01 
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Registriert: Mi 22. Jan 2014, 12:57
Beiträge: 48
Arten: THB
Hallo,

euren Einwand find ich sehr berechtigt. Die Gefahr könnte tatsächlich bestehen. Wenn es einen Nutzen des Verfahrens gibt, sehe ich diesen vor allem in der möglichen Erkenntnis, dass es eventuell einen Unterschied macht, ob ein Tier sich in der Natur ausgräbt (aus den Ursprungsnest) oder ob im Inkubator (nicht eingegraben), wo sie sich kaum befreien müssen.

Und berechtigterweise (wie Gunda bereits geschrieben hat) könnte man sie dann ja auch die Eier eingegraben ausbrüten.

Liebe Grüße,
Miri


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BeitragVerfasst: Di 15. Apr 2014, 17:37 
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Registriert: Do 28. Nov 2013, 20:35
Beiträge: 2165
Wohnort: Lausitz - Łužica
Hallo ,

ich habe mir jetzt mehrmals den bewußten thread durchgelesen - mit zwischenzeitlichen Unterbrechungen wegen meiner dringenden Augenbehandlung ( man , sieht das mutierte abF Sch.... aus :roll: . Eine kindliche Schildkröte mit Lätzchen i love .... habe ich vorher noch nirgends gesehen :haha: igitt )

Jedenfalls kann ich Manus Ausführungen schon etwas nachvollziehen - theoretisch zumindestens .

In meiner Praxis hatte ich allerdings noch nie solche befürchteten/beschriebenen Fälle von fast selbst "Explosionen" , weder bei bloß halb noch bei flach bedeckten Gelegen .
Substratlos habe ich noch nie mit Absicht inkubiert , höchstens sind so mal aus für vorher taub gehaltenen Eiern dann doch Babys geschlüpft . Auch die hatten nicht solche Probleme .
K.A. , ob das bei schon etwas vorbelasteten Elterntieren nötig ist , die evtl. schon in den Erbanlagen eine gewisse Instabilität mitgeben oder ob es an falscher Haltung lag . Kann ich mir bei Manu auch nicht so richtig vorstellen .

Unter Krepp verstehe ich sehr reißfestes Klebeband aus feinfaltigem Papier - das dürfte auch feucht kaum wirklich fressbar sein - gleich gar nicht für ein frischgeschlüpftes Baby . Beim Zellstoffpapier könnte das schon anders aussehen .

Naja , wie auch immer . Ich brauche diesen Kraftakt GsD nicht bei meinen NZ . Die werden halbwegs naturnah inkubiert und auch so aufgezogen . Nach Schlupf und kurzem Aufenthalt in einem Babyterrarium zur genaueren Beobachtung marschieren sie raus in die auch babygerecht eingerichteten Frühbeete . Dort wachsen sie normal auf - ohne Höcker und auch fast immer identisch geformt wie ihre Eltern .

Nur wenige Anomalien habe ich hin und wieder unter/auf den diversen NZ . Das ist aber schon wieder ein anderes Thema .

Grüße Frank

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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 09:05 
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Registriert: Do 16. Jan 2014, 12:36
Beiträge: 260
Wohnort: Berlin-Reinickendorf
Arten: T. graeca ibera
Hallo,

noch einige Sätze hierzu…

Ich finde, wenn wir hier über das Höhenwachstum diskutieren, davon ausgehend, dass wir deren Verlauf durch unsere eigene Haltung negativ oder positiv beeinflussen können, dürfte alles interessant sein, was damit auch nur annähernd in diesem Zusammenhang steht. Emanuels Einwickelmethode der Schlüpflinge gehört m.E. dazu und passt auch sehr gut zum Thema. Ok, es ist unkonventionell, etwas drastisch, aber nachvollziehbar…(und ja, Frank, auch für mich völlig theoretisch, da noch nicht ausprobiert :zwink: )

Hier ist der betreffende Link dazu: http://www.schildkroetenforum.com/lands ... 30205.html

Dass zu Beginn noch Kräfte auf den weichen Panzer einwirken, die bei unsachgemäßer Haltung Schäden (Verformungen) anrichten könnten, leuchtet mir ein. Da ich aber meine Schlüpflinge dann doch nicht in Zewa einwickeln wollte :zwink: , habe ich erstmals wenigstens vergraben inkubiert und, wie schon geschrieben, meine Haltung modifiziert. Die von Emanuel angesprochene Bodenwärme scheint den Tieren wirklich zuträglich zu sein und sich auf deren Wachstum auszuwirken. Eine feuchtwarme Substratbindung und Schutz in einem Stroh-Heu-Gemisch, die die Tiere vor zu starker Austrocknung schützen helfen. Ich will mal sehen, ob ich in diesem Jahr eine automatische Sprinkleranlage irgendwo einbauen kann, die den morgendlichen Tau imitiert (ich vergesse öfter mal morgens zu Sprühen). Wenn man dann dazu noch sparsam füttert, was nicht immer gelingt, lassen sich scheinbar wirklich gleichförmige, höher gewachsene Tierchen erzielen.

Knarf hat geschrieben:
Unter Krepp verstehe ich sehr reißfestes Klebeband aus feinfaltigem Papier - das dürfte auch feucht kaum wirklich fressbar sein - gleich gar nicht für ein frischgeschlüpftes Baby . Beim Zellstoffpapier könnte das schon anders aussehen .
Meine Schlüpflinge fressen in den ersten Lebenstagen ohnehin nicht. Das Risiko dürfte gegen Null gehen...

LG Andreas


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BeitragVerfasst: Mi 16. Apr 2014, 11:04 
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Beiträge: 117
Hallo,
Ausgangspunkt von Emanuels Überlegungen war, dass bei seinen Nachzuchten diejenigen, deren Areolen hinten kleiner ausgeformt waren, später eher zu gesundheitlichen Problemen neigten. Hier Zitate aus #6:

"...dass ich im Laufe der Zeit einige solcher Tiere hatte, welche z. T. bereits als relativ junge Tiere an Nierenproblemen litten. Durchaus möglich, dass von einer solchen Minderentwicklung auch innere Organe betroffen sind...

...Ein paar dieser Tiere dürften tatsächlich irgendeinen, wie man hier sagen würde, "Pecker" gehabt haben. Sie blieben in der Entwicklung mehr oder weniger weit hinter den anderen zurück, waren irgendwie "langweilig" unterwegs und gingen dann letztlich doch ein..."


Wenn ich das heute lese, denke ich, dass möglicherweise mit der Konstitution der Elterntiere, die das Merkmal "Fließheck" an die Nachkommen weiter vererbst haben, etwas nicht gestimmt hat.
Ich stelle mal meine ERfahrungen dagegen:
Ich habe im Laufe der letzten 15 Jahre ca. 140 Schlüpflinge ausgebrütet und z.T. auch mehrere Jahre behalten. In der ganzen Zeit waren es nur 4 Schlüpflinge, die nicht überlebt haben. Eine hatte keinen Schwanz, eine hatte deutliche Schildanomalien und zwei waren besonders mickrig mit großem Dottersack (evtl. Zwillinge). Die mit dem Fließheck haben alle überlebt. Egal ob flach oder hoch gewachsen - im Hinblick auf Gesundheit, Wachstum oder Lebhaftigkeit gab es keine Unterschiede. Nierenprobleme hatte keine.

Und noch ein Zitat aus #6 , das mich nachdenklich macht:
"... Was ich damals aber schlichtweg noch nicht wusste, das war, dass diese Aushärtung scheints Körperkerntemperaturen und Feuchtigkeitswerte nahe des Optimums erfordert.
Ich hatte damals noch nicht mit extra erwärmten Böden gearbeitet, da ja böse und schädlich.
Das Resultat waren des Öfteren Tiere mit vergleichsweise formbarem Bauchpanzer..."


Selbstverständlich ist der Bauchpanzer bis zu 2-3 Jahren noch formbar. Das liegt daran, dass sich die darunter liegenden Knochenplatten noch nicht geschlossen haben. Auch bei frei lebenden Thb und Tgi Schlüpflingen ist es so. Bei den nordafrikanischen Mauren soll angeblich der Knochenpanzer schon im ersten Jahr aushärten. Ob es wohl sinnvoll ist, eine künstliche Aushärtung herbeizuführen?

LG
Gunda

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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 10:32 
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gunda hat geschrieben:
Ob es wohl sinnvoll ist, eine künstliche Aushärtung herbeizuführen?

Was gemeinst meinst du damit, wie soll das "künstlich" funktionieren?


CU, A.

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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 12:56 
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eine künstliche Beschleunigung der Aushärtung durch Wärme von unten, so wie Manu es ja anscheinend später gemacht hat, wenn ich den Beitrag richtig verstehe.

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BeitragVerfasst: Do 17. Apr 2014, 14:51 
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gunda hat geschrieben:
eine künstliche Beschleunigung der Aushärtung durch Wärme von unten,.

Ah, ok, ich habe mir zwar gedacht, dass du das meinst, wollte aber sicher gehen, dass wir uns nicht missverstehen... :zwink:

Genau wie Manu sehe ich das Gegenteil als künstlich an, nämlich den üblichen winzigen Wärmespot als einzige Heizquelle bei gleichzeitig deutlich kälterem Boden in Terrarium oder Frühbeet. Schildkröten sind wechselwarm, das heißt, sie haben eine ähnliche Temperatur wie ihre Umgebung, und zwar wo immer sie hinlaufen, nicht nur während des Sonnenbades! Sie sind in der Natur so gut wie nie deutlich wärmer als der Boden, über den sie laufen. Der wird ja von der überall hin scheinenden Sonne im gleichen Maße aufgeheizt wie sie selbst. In Terrarien und Frühbeeten mit Wärmspot ist ein bis zu 15°C kälterer Boden wegen der unseligen Angst vor "Wärme von unten" aber leider immer noch die Regel!

Die meisten von euch sind im Urlaub am Mittelmeer schon mal barfuß gelaufen und haben dort den warmen, ja sogar heißen Sand gespürt. DAS sind die natürlichen Verhältnisse, die Manu nachgebildet hat. Wie anders könnten denn Eier im Boden ausgebrütet werden, wenn der nicht warm wäre? Manu hat also keine künstliche Beschleunigung der Aushärtung vorgenommen, sondern ganz im Gegenteil den für wechselwarme Tiere künstlichen Unterschied zwischen (Lampen-) Wärme von oben und (Boden-) Kälte von unten bzw. dessen potentielle Folgen zu verhindern versucht.


CU, A.


.

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