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BeitragVerfasst: Mo 18. Aug 2014, 22:37 
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Hallo Gunda, hallo Andreas!



gunda hat geschrieben:
Neben den von dir genannten Gründen ist ein weiterer Grund (vielleicht sogar der Hauptgrund) für Höckerwachstum und unregelmäßigen Zuwachs, dass man den Winzlingen keine ausreichend lange Winterstarre zumutet und sie übergangsweise im warmen und trockenen Zimmerterrarium unter Wärmelampen hält. (Aber das führt weg vom eigentlichen Thema Höhenwachstum)


Jein.
Denn dazu muss ganz klar gesagt sein, dass warm und "trocken" grundsätzlich den von Schlüpflingen bevorzugten Bedingungen entspricht, somit keineswegs wider der Natur ist.
Warum "trocken" unter Anführungszeichen steht, dazu gleich mehr.

Wo ich auf jeden Fall ganz bei dir bin, das ist, dass die Überführung outdoor-indoor und von dort aus in die Winterstarre für die Tiere irreführend sein und zu Folgeproblemen führen kann (z. B. im Keller dann allmählich "verhungernde" Tiere; unangemessen [ver-]stoffwechselnd ...).

Zum „trocken“:
    Warm und trocken ist gerade für die ganz kleinen Tiere (über-)lebensnotwendig, weil es sie in „Nischen“, welche sich durch ausgeglichenere Temperaturen, als auch ausgeglicheneren Feuchtigkeitshaushalt auszeichnen – solche Nischen müssen dann aber auch vorhanden sein, drinnen wie draußen und v. a. auch in „ausreichender“ Größenordnung. Sonst geht die Sache über kurz oder lang in die Hose und führt u. a. zu den von dir genannten Auffälligkeiten/Problemen.
    Ein Stück gebogene Rinde, auch wenn die Höhlung mit feuchtem Spaghnum-Moos ausgelegt ist, reicht dazu nicht aus. Einst selbst u. a. eben genau so praktiziert, kann ich rückblickend sagen, dass ich mit den Ergebnissen absolut nicht zufrieden war.

Heute weiß ich:
      Relativ konstante Bedingungen mit bestmöglicher Vermeidung kurzfristiger „Extrem-Sprünge“ scheinen das Mittel der Wahl zu sein.
      Möglichst heiße, trockene Bedingungen sind scheinen bei naturnaher Haltung erforderlich wie auch optional zu sein – sie stellen im Grunde in erster Linie den „Zaun“ dar, der die Jungtiere im für sie zuträglichsten Bereich zurückhält.
      Des Weiteren wirken sich diese Bedingungen auch entscheidend auf das Fressverhalten unserer Pfleglinge und somit auch auf ihre Entwicklung aus.
      Es ist nicht damit getan, den Tieren qualitativ nur hochwertiges Futter darzureichen. Das ist nur der eine Standpfeiler angemessener Ernährung
      Die Erfahrung hat gezeigt, dass dem zweiten Standpfeiler oft viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird, nämlich dem DRUMHERUM. Also wie fressen die Tiere = wann, wie oft, wie lange haben sie Zeit zum Fressen, wie lange sind ihre Verdauungsphasen, etc.

Andreas hat das sehr gut beschrieben.
Unangemessene Wachstumserscheinungen scheinen nämlich nicht selten auch (mit) ein Resultat von zu häufigem Fressen, Ruhen bei (zumindest) nicht („längerfristig“) einigermaßen optimal haltbarer Körperkerntemperatur zu sein. Tiere, gerade extrem kleine, welche sich unnatürlich häufig durch (in diesem Alter eigentlich eher „unnatürliches“) ausgiebiges Sonnenbaden immer wieder auf Temperatur bringen müssen, verlassen ja nicht nur feuchtigkeitstechnisch für sie günstiges Mikroklima, sondern verdauen mehr „ruckweise“ anstatt konstant und bekommen, wieder einmal auf Temperatur, oft auch direkt wieder Hunger.
Und das ist auch die Tatsache, warum "Hitze" vielleicht doch nicht nur optional, sondern irgendwo auch erforderlich ist: Nicht alles, was die lieben Kleinen mögen, wächst im sozusagen "Mulm", im "Pflanzenmodder". Man muss zumindest immer wieder einmal an den Rand... - wenn das nicht wieder diese blöde Hitze stark einschränken/streng "reglementieren" würde!

So, und ich, ich geh jetzt meine letzte rauchen. Ab morgen ist Schluss, so der Plan. Vom Gefühl her passts.



Lieben Gruß
Emanuel


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