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 Betreff des Beitrags: Re: Legenot - wie erkennen ?
BeitragVerfasst: Mo 27. Jan 2014, 09:17 
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Knarf hat geschrieben:
Früher hieß es , das wäre die Befruchtung für die Frühjahrsgelege , das ist mittlerweile aber widerlegt .

Wer hat das widerlegt?

Knarf hat geschrieben:
Bleibt also wohl bloß Resorbieren befruchteter Follikel .

Befruchtete Follikel? Das Ei wird doch erst nach dem Eisprung befruchtet...


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Legenot - wie erkennen ?
BeitragVerfasst: Di 28. Jan 2014, 12:04 
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Hallo ,

Zitat:
Wer hat das widerlegt?


Hm , muß ich passen - irgendwo im Gespräch aufgeschnappt .

Zitat:
Das Ei wird doch erst nach dem Eisprung befruchtet...


Ok , falsche Wortwahl .

Wie verhält sich denn nun die Sache wirklich ? Gibt es eine kleine Nachhilfestunde ? Fällt evtl. der Eisprung aus ? Sperma ist ja speicherfähig , könnte also auch im Frühjahr noch aktiv werden . Da ist auch die homonelle Situation anders als im Herbst . Evtl. lößt ja die Paarung dann den Eisprung aus . Wenn ja , warum aber nicht auch im Herbst ?

Grüße Frank

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 Betreff des Beitrags: Re: Legenot - wie erkennen ?
BeitragVerfasst: Di 28. Jan 2014, 13:15 
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Knarf hat geschrieben:
Gibt es eine kleine Nachhilfestunde ?

:laugh1:


Nach meinem Wissenstand läuft das ganze bei den Winterstarre haltenden Schildkröten folgendermaßen ab:

Unter halbwegs naturnahen Bedingungen beginnt die Follikelreifung im Spätsommer/Herbst. Die Follikel wachsen vor der Starre noch auf ungefähr halbe Eisprunggröße heran. Nach der Starre wachsen sie aus, lösen sich vom Eierstock und werden befruchtet, entweder aus frischerer Paarung oder aus älteren Spermabeständen. Danach werden sie beschalt und - sobald die Bedingungen passen - abgelegt.

Für keine der Abschnitte kann man Zeitangaben machen, das hängt bei wechselwarmen Tieren halt von der Temperatur ab. Die Temperatursumme während der Follikelreifung hat also einen Einfluss auf die Eiablagezeit. Viel Wärme im Herbst lässt die Follikel eben schneller ausreifen als wenig Wärme. In dem einen Extremfall - also z.B. ohne Winterstarre - gibt es Weihnachtseier, im anderen - zu kalt - werden es eher Pfingsteier. Irgendwas dazwischen ist vermutlich am naturnahsten. Je nachdem wann Ostern ist, streben wir also ungefähr Ostereier an... :wink:


Knarf hat geschrieben:
Fällt evtl. der Eisprung aus ? Sperma ist ja speicherfähig , könnte also auch im Frühjahr noch aktiv werden .

Ein Eisprung im Herbst ist bei winterstarrehaltenden Schildkröten meines Wissens nach immer ein Haltungsfehler.


Knarf hat geschrieben:
Evtl. lößt ja die Paarung dann den Eisprung aus .

Tut sie vermutlich, aber nicht so direkt. Die Jungfernpaarung löst wahrscheinlich den allerersten Eisprung des Weibchens aus (deshalb ist gemischtgeschlechtliche Gruppenhaltung semiadulter Weibchen auch möglicherweise problematisch). Danach sind Paarung und Eisprung mehr oder weniger zeitlich unabhängig voneinander.

Jetzt folgt Halbwissen, gekoppelt mit Spekulation :titter: : Nach einer Jungfernpaarung gibt es dann so lange Eisprünge wie noch mit dem Sperma eingebrachtes, Eisprung stimulierendes Hormon im Körper des Weibchens vorhanden ist. Kommt nach der Jungfernpaarung keine weitere Paarung, stellt das Tier die Eisprünge irgendwann wieder ein. Dürfte allerdings índividuell große Schwankungen haben.



Wusstest du übrigens, dass es auch eine "präovulatorische Legenot" gibt? Scheint in der Reptilienmedizin öfters als man denkt ein Problem zu sein. Ob auch bei Schildkröten, weiß ich allerdings nicht. Jedenfalls springen die Eier dann nicht mal, werden aber auch nicht resorbiert. Der Eierstock bläht immer weiter auf...


Knarf hat geschrieben:
Wenn ja , warum aber nicht auch im Herbst ?

Da wären die Follikel ja ohnehin noch nicht "sprung-groß"


CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Legenot - wie erkennen ?
BeitragVerfasst: Di 28. Jan 2014, 13:53 
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Hallo ,

erst mal Danke für die Nachhilfe . Irgendwie muß ich mal wieder ein paar wiss. Arbeiten lesen - langsam habe ich soviel auch widersprüchliches gespeichert , dass ich mal wieder grundlegend Ordnung in das Sammelsurium bringen muß . :mrgreen: Halbwissen, gekoppelt mit Spekulation :titter:, genau :laugh1:

Zitat:
Wusstest du übrigens, dass es auch eine "präovulatorische Legenot" gibt? Scheint in der Reptilienmedizin öfters als man denkt ein Problem zu sein.


Das kenne ich aus meine Anolis - bzw. Echsenzeit - war damals noch recht verbreitet und scheint eine Folge von Mangelernährung bzw. fehlender Vit . B versorgung zu sein . Mit halbwegs korrekter Vit B versorgung über das Futter kann man das auch bei fehlender oder mangelhafter UV B versorgung trotzdem fast immer vermeiden .

- http://www.vet-magazin.com/wissenschaft ... eleon.html

Bei Schildkröten habe ich nur mal am Rande etwas von Schlangenhälsen zu dem Thema gehört . Das Weibchen hatte eine Legenot durch mehrfach beschalte Eier , bei der Trepanation kamen dann zusätzlich noch diese oben beschriebenen präovulatorischen Probleme dazu . Bei dem Tier schien der komplette Hormonhaushalt durcheinander geraten zu sein .

Ab und an hört man aber auch von fast unbeschalt gelegten Eiern bei Schildkröten - da scheint bloß eine etwas festere Gallerthülle ( ähnlich weichschaligen Schlangeneiern ) anstatt der harten Kalkschale um das Ei zu sein . Ursache weiß ich aber nicht .

Dunkel erinnere ich mich , dass bei einem Bekannten solche Eier sogar inkubiert wurden und erste Befruchtungsanzeichen ( Blutgefäße ) zeigten , ehe sie trotz sehr hoher Substrat - und Luftfeuchte eintrockneten bzw. zerliefen . Es ging da wohl um Claudius oder Staurotypus .
Vermutet wurde irgendein Gift gegen Schnecken bei dem Schneckenlieferanten . Der hatte auf Anfrage berichtet dass in seinem Schneckengarten plötzlich ein großes Schneckensterben anfing . Habe die Sache aber nicht weiter verfolgt . Bei Gelegenheit frage ich mal genauer nach .

Zitat:
Jetzt folgt Halbwissen, gekoppelt mit Spekulation :titter: : Nach einer Jungfernpaarung gibt es dann so lange Eisprünge wie noch mit dem Sperma eingebrachtes, Eisprung stimulierendes Hormon im Körper des Weibchens vorhanden ist. Kommt nach der Jungfernpaarung keine weitere Paarung, stellt das Tier die Eisprünge irgendwann wieder ein. Dürfte allerdings índividuell große Schwankungen haben.


Klingt aber sehr schlüssig .

Grüße Frank

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