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BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 18:02 
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emys orbicularis hat geschrieben:
Ich folgere daraus weiter, daß der Erwerb von adulten emys, die an eine Teichüberwinterung gewöhnt sind, die Sache von vorneherein einfacher machen würde,

Ja, der Kauf größerer Emys würde dich schneller ans Ziel Naturteich bringen. Allerdings ist es wirklich nicht nötig, Emys länger als 3-4 Jahre geschützt aufzuziehen, und Tiere diesen Alters sind bei etwas Ausdauer durchaus gelegentlich auch zu bekommen. Ab etwa Handtellergröße droht ihnen nur noch Gefahr von Waschbären, das aber leider lebenslang.

An adulte Emys zu kommen ist allerdings wirklich recht schwierig, insbesondere wenn du auf Unterartenreinheit und die passende Unterart achtest (Haplotyp I oder II ). Das wiederum würde ich dir bei deiner Region dringend empfehlen.

Die Überwinterung der Emys in ungeheizten Schuppen ist nicht zu empfehlen, dort könnte das Wasser durchfrieren. Wenn du aber die Möglichkeit zur Kühlschranküberwinterung hast, wäre das auch eine Möglichkeit. Sie ist - gerade bei jüngeren Tieren - völlig unproblematisch durchzuführen. Im Naturteich können die Tiere dann selbst überwintern, auch die Dreijährigen.


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BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 19:30 
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Ain't it? hat geschrieben:
Die Überwinterung der Emys in ungeheizten Schuppen ist nicht zu empfehlen, dort könnte das Wasser durchfrieren. Wenn du aber die Möglichkeit zur Kühlschranküberwinterung hast, wäre das auch eine Möglichkeit.


Hi

Aber Achtung, der Kühlschrank darf dann auch nicht im Schuppen stehen, der Kühlschrank kühlt nur, wenn es im Schuppen frostet, dann friert es auch etwas später im Kühlschrank, denn diese haben keine Heizfunktion.

Fertigbecken sind leider nicht sehr geeignet, besser ist eine Form wie eine flache Schüssel auszuheben und mit Folie auszulegen.

lg Marco

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BeitragVerfasst: So 29. Nov 2015, 23:01 
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Hallo Marco,

na, meine Frau wird sich aber bedanken, wenn sie plötzlich eine Schildkröte im Külschrank vorfindet! Den Ärger will ich mir lieber nicht vorstellen. Ich denke schon, daß sich diese Überwinterungsmethode vielfach bewährt hat, symphatischer ist mir allerdings der Vorschlag von Ain´t it?, Stapelboxen als Winterquartier für die jungen emys zu nutzen. Ginge damit auch eine Überwinterung im dunklen Keller (in der Zwischenzeit habe ich mit meiner Nachbarin geklärt, daß ich ihren Keller für diesen Zweck nutzen darf)? Bei Ain´t it? stehen sie im Winter im Gewächshaus. Benötige ich in meinem Fall eine Lichtquelle oder ist das den sich in Winterstarre befindlichen Schildkröten gleichgültig?

Deinen Tipp, einen den Ansprüchen der Wasserschildkröten entsprechenden flachen Folienteich zu formen, finde ich sehr sinnvoll. Vielleicht reichen da 60 cm an der tiefsten Stelle, ansonsten 20 cm, die Tiere sollen ja nicht darin überwintern. Die Ausdehnung sollte gering ausfallen, vielleicht 1 mal 1 Meter oder etwas mehr, der Teich soll schließlich an allen vier Seiten ausbruchssicher eingefaßt und von oben abgedeckt werden (Netz, Kaninchendraht o.ä., vielleicht noch eine Plexiglasscheibe). Das ist wahrscheinlich immer noch besser als Mörtelwannen, Fertigteiche etc., und es hält sich vom Bauaufwand und den Kosten noch in Grenzen. So kann ich mich auch noch um meinen Naturteich kümmern und kann die Sache ganz in Ruhe angehen.

LG, Markus


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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 07:29 
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Hallo Markus
Wenn der Keller kalt genug ist kannst du das schon so machen. Meiner hat trotz Altbau ( 120 Jahre) immer um die 12º. Ich benutze ein ungeheitztes Nebengebäude, dort ist ein Frostwächter der die Temperatur im Plusbereich hält. Eine Beleuchtung brauchst du nicht. Die Kisten sollten abgedunkelt sein damit die Emys in Ruhe schlafen können.
Alles andere ist so in Ordnung. Achte bei dem Folienteich aber auf griffige Wände. ( mein erster Beitrag)
LG Jürgen

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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 08:54 
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emys orbicularis hat geschrieben:
na, meine Frau wird sich aber bedanken, wenn sie plötzlich eine Schildkröte im Külschrank vorfindet!

Da hat deine Frau völlig recht. Das ist auch nicht sinnvoll. Wir Schildkrötenverrückten haben dazu separate Kühlschränke, meist irgendwo im Keller, die nur mit Schildkröten belegt sind.

Zu Kellern kann ich das gleiche sagen wie mein Vorredner. Sie sind häufig zu warm, wobei es natürlich auch in meinem Gewächshaus nicht durchgehend kalt ist. Das ist bei einer solch natürlichen Überwinterung wie ich das mache aber auch nicht nötig, genausowenig wie es da nötig ist, dass die Boxen dunkel stehen, im Gegenteil, dann würden die Pflanzen absterben, was kontraproduktiv wäre. Die Tiere vergraben sich genau wie im Teich in Sand und Wurzelwerk der Pflanzen und bleiben sehr viel ruhiger als in den üblichen kahlen Überwinterungsboxen. Wenn man allerdings, wie meist üblich nur in Wasser überwintert, fehlt den Tieren die natürliche Deckung und dann ist die Dunkelheit nötig, sonst kommen sie auch bei 4-6°C nicht zur Ruhe.

Eine Lampe im Keller würde aber insgesamt zuviel Wärme bedeuten, meine Art der Überwinterung ist nur in einem - frostfrei gehaltenen - Gewächshaus möglich, wo die Wassertemperatur meistens eben nur bei + 3-5 °C liegt.


emys orbicularis hat geschrieben:
Vielleicht reichen da 60 cm an der tiefsten Stelle,

Wenn die Tiere nicht drin überwintern reichen 40 cm. Tiefer würde ich den Aufzuchteich auch nicht machen, sonst bleibt das Wasser zu kalt. Die Wassertiefe ist aber ansonsten nicht so wichtig wie die gute Bepflanzung mit kräftigen Sumpfpflanzen. Winterhartes Zyperngras, heimische Schwertlilien, Hecht und Pfeilkraut, Sumpfvergissmeinicht, Hornkraut etc. In Aufzuchtbecken, in denen nicht überwintert wird, halte ich diese Bepflanzung für wesentlich wichtiger als Matten an den Wänden. Ich habe gar keine, sondern senkrechte glatte Wände. Die Tiere klettern in und an den Pflanzen zum Luftholen nach oben.

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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 09:36 
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Meine Jungtiere sind damals vom frich zu gefrorenen Aussenbecken in die mit ein paar Händen Eichenlaub gefüllte Mörtelwanne , bei 10cm Wasser, umgezogen. Deckel zu bis ich sie im März wieder ins Helle gestellt habe. Da brauch keine Bepflanzung rein, die würde dies sowieso nicht uberleben. Die Schildkröten schlafen jetzt im Teich auch im Dunkeln vergraben. LG

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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 09:51 
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juergen hat geschrieben:
Da brauch keine Bepflanzung rein, die würde dies sowieso nicht uberleben.

Lass die Schildkröten doch mal entscheiden, ich habe das getan... :zwink:

Ich habe schon alle möglichen Überwinterungsarten versucht und habe diese hier für Schüpflinge als die beliebteste entdeckt. Wenn du nämlich beides anbietest, einen wirklich kräftigen Wurzelstock von winterharten Pflanzen und Eichenblätter, dann wirst du sehen, wo sich die Tiere verstecken. Bei mir haben sie sich auch im dunklen Kühlschrank in die Wurzeln des Zyperngrases vergraben, regelrecht hinein gebohrt und fest verkeilt. Die Wurzeln von Zyperngras (Cyperus longus) sind der absolute Favorit von kleinen Emys! Der Wurzelstock von winterharten Pflanzen überlebt übrigens auch im dunklen Kühlschrank. Warum sollte er auch nicht, er überlebt ja auch im Teich. Im (frostfreien) Hellen bleibt aber zusätzlich das Laub und damit eine gewisse Nitrat-Filterfunktion des Wassers durch die Pflanzen erhalten, was mir wichtig ist.

Aber klar, es gehen auch viele andere Überwinterungsarten. Ich habe hier halt nur mal eine davon vorgestellt.


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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 12:30 
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Ich meinte natürlich die Pflanzen als " grüne " Teile. [emoji6] Habe gar nicht gewußt, dass Zyperngras bei Kälte und nicht guter Beleuchtung überlebt. Hatte das eher Topisch eingeschätzt. Mann lernt eben nie aus.LG Jürgen

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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 12:59 
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juergen hat geschrieben:
Habe gar nicht gewußt, dass Zyperngras bei Kälte und nicht guter Beleuchtung überlebt.

Soweit ich weiß, ist nur eine einzige Zyperngrasart bei uns winterhart, nämlich das Lange Zyperngras Cyperus longus. Das "normale" Zimmerzyperngras C. alternifolius und das Katzengras C. zumula sind es nicht.

Beim Longus sterben im Freien die oberirdischen Teile im Winter wie bei Seerosen ab (im Gewächshaus bleibt es grün). Es schlägt aber zuverlässig im Frühjahr wieder aus, vorausgesetzt es steht wie viele andere Teichpflanzen so tief im Wasser, dass die Wurzel frostfrei bleibt. Aber falls jemand drüber nachdenkt, es zu kaufen (gibt es bei den meisten Teichpflanzenhändlern im Netz), es ist solch ein aggressiver Wucherer, dass es alle Töpfe und Rhizomsperren im Teich innerhalb kürzester Zeit sprengt. Ich habe es deshalb wieder entfernt und halte es nur noch in Bottichen außerhalb des Teiches, damit ich immer Wurzelstöcke für meine neuen Schlüpflinge habe.


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BeitragVerfasst: Mo 30. Nov 2015, 13:22 
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Ich möchte mich an dieser Stelle noch mal einschalten, weil es mir immer noch grundsätzlich um das Thema Überwinterung geht: Wenn ich die Diskussion richtig verstanden habe, geht es primär um das Aufrechterhalten einer konstanten Überwinterungstemperatur um 4 Grad. Und am sichersten geht das natürlich im Kühlschrank, logisch.

Trotzdem bin ich noch nicht zufrieden. Gibt es noch weitere Methoden, die in der Praxis funktionieren? Ich möchte am Ende nicht kranke oder sogar tote emys nach dem ersten Winter haben. Wie hoch ist denn die Temperaturtoleranz nach oben bzw. welche Temperaturschwankungen können emys in der Winterstarre erfolgreich verkraften? Die juvenilen Schildkröten könnte ich im Winter aufgrund fehlender eigener Möglichkeiten im nachbarlichen Keller oder sogar im Gewächshaus eines Gartenbaubetriebes in der Nähe einquartieren.

Übrigens könnte ich Nachzuchten von emys orbicularis von 2010 bekommen. Die könnte ich dann doch gleich in den großen Gartenteich einsetzen (im nächsten Sommer natürlich). Selbstverständlich würde ich mir den Züchter und seine Anlagen erst einmal genau anschauen, bevor ich auch nur ein Tier übernehme.

LG, Markus


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