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BeitragVerfasst: Mo 25. Nov 2013, 20:06 
    Griechische Landschildkröte (östliche Unterart), Testudo hermanni boettgeri


    Image


    Herkunft:

      Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Kroatien, Türkei


    durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart:

      Weibchen: 1500-2500 Gramm, 23-30 cm, Männchen: 800 - 1200 Gramm, 12-22 cm


    Aktivitätszeit

      Winterstarre 4 Monate bei 3-5 Grad



    Kosten eines Jungtieres:

      ab 70€


    Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird

      Weibchen lassen sich gut verkaufen, bei Männchen ist es leider so, dass man froh sein kann, wenn man überhapt ein schönes Zuhause für sie findet. In Auffangstationen sitzen meist nur Männchen, die schwer vermittelbar sind


    Verschiedene Bezugsquellen,

      Der Kauf direkt beim Züchter ist dringend zu empfehlen. Allerdings wird diese Art in vielen Zooläden und auch auf Börsen angeboten. Wobei ich nicht verstehe, wie man im Zoohandel 120,00 € zahlen kann, wenn wirklich gute Züchter ihre Tiere wesentlich günstiger anbieten.



    Verfügbarkeit

      Sehr Gut. Einige Züchter haben wohl immer einige Jungtiere, die sie abgeben. Ich habe außer meinen beiden Männchen alle weiteren Tiere von einer Züchterin aus Mönchengladbach erworben und erfreue mich an gesunden und sehr lebhaften Tieren.



    Biotop

      Eine Freilandhaltung ist das Beste was man dieser Art bieten kann. Das Gehege sollte gut eingefriedet sein (mndestens 40 cm) da diese Art über hervorragende Klettereigenschaften verfügt. Die Freianlage sollte gut struktuiert sein, viele Verstecke, Höhlen, Pflanzen, Wurzeln und Steine bieten. Im Gehege muss eine Wasserschale stehen die so gross ist, dass das größte Tier darin baden kann. Es ist zu empfehlen, verschiedene Futterplanzen (Wildkräuter) direkt im Gehege anzupflanzen, so können sich die Tiere dort selbst ernähren und müssen sich ihr Futter suchen. Ich halte nichts davon, einen festen Futterplatz anzubieten, die Tiere werden dann leicht träge und halten sich nur noch in der Nähe des Futterplatzes auf (eigene anfängliche Erfahrung). Bei der Haltung bei uns in Deutschland ist es notwenig, ein gutes Frühbeet oder Gewächshaus im Gehege aufzustellen. Es sollte auch die Möglichkeit bestehen, in diesem Schutzhaus Lampen anzuschließen, ein Stromanschluss ist daher nötig. Gerade im zeitigen Frühjahr oder im Spätherbst muss meist zugeheizt werden. In den ersten Jahren ist es durchaus möglich, die Tiere auch in einem Innengehe während der Übergangszeit zu pflegen. Hier ist aber für ausreichend Licht (HQI-Strahler) und für eine UV Quelle (Lucky Reptile Bright Sun UV Desert) zu sorgen. Das Übergangsgehege sollte oben offen sein, der Bodengrund aus Gartenerde bestehen.


    Mindestanforderungen an den Platz

      Pro adultem Tier rechnet man mit 10 qm



    Futter und seine Beschaffung:

      Ich ernähre meine Tiere hauptsächlich mit Wildkräutern wie Löwenzahn, Wegericharten, Wegwarte, Giersch, Brennesseln usw. Ich empfehle das Buch "Was blüht denn da" vom Kosmosverlag. Alles was hier als nicht giftig bezeichnet ist, kann gefüttert werden. Dieses Buch gibt es auch als Taschenbuch, kann also gut zur Kräuterwanderung mitgenommen werden. Dazu biete ich Blüten an von Malve, Hibiskus, Stockrose usw. Im Gehege steht immer eine Schale mit Sepia-Eierschalenmischung. Ab und an biete ich auch selbst getrocknete Kräuter an, meine Tiere fressen dieses Kräuterheu aber nur sehr ungern. Wenn ich meiner Familie mal einen Römersalat zubereite, werfe ich den restlichen Salat nicht weg, sondern verfütter diesen auch hin und wieder an meine Tiere. Ansonsten bekommen meine Tiere keine "Leckerlis" wie Tomate & Co
    .


    Gruppenhaltung möglich?:

      Die Gruppenhaltung meiner Weibchen funktioniert problemlos. Meine beiden Männchen musste ich nach einigen Jahre trennen, da von heute auf morgen heftige Rangkämpfe entstanden sind. Meine Züchterin aus Mönchengladbach hat eine gut funtionierende MännerWG um die ich sie sehr beneide.
      Mein Motto: Alles KANN gutgehen, MUSS aber nicht. Bei der Anschaffung von mehreren Tieren würde ich raten vorher zu überlegen, ob die Möglichkeit besteht, im Notfall das Gehege zu trennen und jedem Tier trotzdem noch ausreichend Platz zu gewährleisten. Ist dies der Fall, so steht der Anschaffung von mehreren Tieren nichts im Wege. Ist dies aber nicht der Fall, würde ich immer nur ein Tier kaufen. Es muss ja auch nicht immer ein Schlüpfling sein, viele Männchen in Auffangstationen warten auf eine neues Zuhause.



    Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

      Es handelt sich um sehr lebhafte Tiere (aber nur, wenn sie ausreichend Platz haben!), die über enorme Kletterkünste verfügen. Ich könnte stundenlang im Gehege sitzen und meinen Tieren beim täglichen Jogging zusehen. Die Männchen dieser Art werden schnell zutraulich, meine Männchen fressen mir sogar die Fette Henne aus der Hand. Weibchen leben etwas versteckter und sind auch etwas scheuer.

      Problematisch ist die Haltung überhaupt nicht, leider haben viele Neueinsteiger grosse Angst vor der erste Starre, was aber gar nicht nötig ist. Ein gesundes Tier, welches optimal gehalten wird, übersteht eine Starre immer viel besser, als ein künstliches Wachhalten im Winter.


    Weiterführende Information

      Folgende Bücher empfehle ich immer wieder gerne:

      Wolfgang Wegehaupt: Die natürliche Haltung und Zucht der griechischen Landschildkröten
      Wolfgang Wegehaupt: Futterpflanzen
      Thorsten Geier: Fester Panzer Weiches Herz

      http://www.villa-testudo.de/


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 Betreff des Beitrags: Homopus signatus
BeitragVerfasst: Mi 27. Nov 2013, 08:55 
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        Gesägte Flachschildkröte, Homopus signatus

        Image
        Geschlechtsreifes Männchen, ca 70 g



        Natürliches Verbreitungsgebiet
          Namaqualand (Sukkulenten-Karoo), Südafrika


        durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart
          7-10 cm, Weibchen größer als Männchen


        Aktivitätszeit
          ganzjährig aktiv, aber mit verminderter Aktivitätsphase im Winter, und bei Gewächshausunterbringung ggfs. mit einer kurzen Ruhephase während der heißesten Jahreszeit


        Kosten eines Jungtieres
          Verhandlunsgsache


        Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird
          Sehr gut


        Bezugsquellen
          Es existieren europaweit nur eine handvoll privater Züchter, daher nur mit viel Glück, Aufwand und meist sehr langer Wartezeit erhältlich


        Biotop
          Sommer: Gewächshaus, felsig-sandige Freianlage mit Sukkulentenbepflanzung,
          Winter: Halbwüsten-Terrarium mit zeitweise hoher Luftfeuchtigkeit bei trockenem Boden


        Mindestanforderungen an den Platz
          ab 150 x 50 cm


        Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis
          Gewächshaus und Terrarium, allseitiger Katzen- und Rattenschutz, Heizkabel, sehr gute Beleuchtung, UV-B emittierende Halogenmetalldampflampe und Leuchtstoffröhren, Kosten übersteigen 1000 € meist deutlich


        Futter und seine Beschaffung
          Herbivor, Wildkräuter, Blüten, Sukkulenten, Kräuter- und Blütenheu, Futterbeschaffung im Winter aufwändig


        Gruppenhaltung möglich?
          Einzelhaltung


        Schutzstatus
          Die Tiere sind nach Anhang b des Bundesartenschutzgesetzes geschützt. Erwerb nur mit Herkunftsnachweis, die Haltung ist meldepflichtig.


        Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

        Pluspunkte:
        • Diese wunderschönen Winzlinge sind der absolute Traum für Terrarienfreunde, unter anderem weil man ihnen aufgrund ihrer geringen Größe auch im Haus ein attraktives Wüstenbiotop mit Sukkulenten-Bepflanzung schaffen kann. Trotzdem profitieren auch diese Kerlchen im Sommer sehr von einem mehrmonatigen Freiluftaufenthalt.

          Image


        Ggfs. nachteilig:
        • Äußerst geringe Verfügbarkeit


        Weiterführende Information

        Video aus dem Zoo Prag

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 Betreff des Beitrags: Testudo graeca marokkensis
BeitragVerfasst: Mi 27. Nov 2013, 09:00 
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    Marokkanische Landschildkröte, Testudo graeca marokkensis

    Image

    Eine Maurin in der Nähe von Essaouira, Marokko (Foto T. Friedrich)



    Natürliches Verbreitungsgebiet
      Marokko

    durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart
      Weibchen 18-25 cm, Männchen deutlich kleiner

    Aktivitätszeit
      Im Winter mehrwöchige Starre bzw. zeitweise Inaktivität während einer verminderten Aktivitätsphase

    Kosten eines Jungtieres
      50 - 70 €

    Image

    Schlüpflinge der Marokkanischen Landschildkröte



    Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird
      Schwierig

    Verschiedene Bezugsquellen
      Private Züchter

    Verfügbarkeit
      Wird in Deutschland selten gezüchtet, ggfs. in Frankreich suchen

    Biotop und Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest
      Mediterran eingerichtete Freianlage, ab 10 m² Fläche für eine kleine Gruppe, die Hälfte davon in Gewächshaus oder Wintergarten

    Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis
    • Sommer: Gutes Gewächshaus/Wintergarten, ggfs. Heizungsmöglichkeit und Wärmelampen, die Kosten für die Gesamtanlage übersteigen 1000 €.
    • Winter: Wenn keine Starre gehalten werden soll, wird ein beheizter Wintergarten bzw. für jedes Tier der Gruppe ein eigenes Terrarium benötigt. Um die Tiere aktiv zu halten, ist eine sehr gute Beleuchtung nötig (Halogen-Metalldampflampen ggfs. in Kombination mit Leuchtstoffröhren, UV- Strahler), Terrarienunterbringung ab etwa 300 € pro Tier

    Futter und seine Beschaffung
      Herbivor, Wildkräuter, Kräuterheu, Sukkulenten. Die Futterbeschaffung für nicht hibernierende Tiere ist aufwändig

    Gruppenhaltung möglich?
      Im Freigehege kann außerhalb der deutlichen Haupt-Paarungszeiten eine Gruppe Weibchen gut mit einem Männchen vergesellschaftet werden, selbst eine Paarhaltung ist möglich. In der kühlen Jahreszeit, wenn die Tiere auf Gewächshaus oder Wintergarten beschränkt sind, muss eine Möglichkeit existieren, das Männchen abzutrennen. Im Bereich der gesetzlichen Mindestanforderung an den Platz, etwa in Terrarien, ist fast immer Einzelhaltung nötig.

    Schutzstatus
      Maurische Landschildkröten sind nach WA/II, EU/A und BG/a geschützt. Das heißt, sie brauchen für einen Verkauf/Kauf eine EU-Vermarktungsgenehmigung mit Fotodokumentation und sind meldepflichtig

    Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

    Pluspunkte:
    • Die Tiere sind - trotz ihrer nordafrikanischen Herkunft - in wärmeren Gegenden im deutschsprachigen Raum sehr gut in einem entsprechend ausgestatteten Freigehege zu halten, das sich an den Vorgaben einer guten Anlage für europäische Landschildkröten orientieren kann.
    • Die Paarung der Marokkanischen Landschildkröte hat etwas rührend Witziges, weil das kleine Männchen mit Inbrunst und Ausdauer um ein deutlich größeres Weibchen werben muss.
    • Die Kerlchen sind liebenswert, verfressen, ziemlich neugierig und werden meist erstaunlich zahm und zutraulich (ob man das nun will oder nicht).

    Ggfs problematisch:
      Ich rate dringend davon ab, ein Pärchen Maurische Landschildkröten gemeinsam in einem Terrarium im Haus halten zu wollen. Abgesehen davon, daß ständige Paarungen für die beiden Schildkröten Stress ohne Ende bedeuten, treibt das Geräusch, das bei den werbenden Rammstößen des Männchens entsteht, jeden Halter früher oder später an den Rand des Wahnsinns. Wenn auch noch Resonanz und Schallleitung dazu kommen, kann man das nervende Dauer-Pingpong sogar in anderen Stockwerken hören.


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 Betreff des Beitrags: Chersina angulata
BeitragVerfasst: Mi 27. Nov 2013, 10:54 
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Arten: europäische und afrikanische Schildkrötenarten
Deutscher Name, wissenschaftlicher Name

Afrikanische Schnabelbrustschildkröte, Chersina angulata

(im Auftrag von Irmi J.-H.)


    Image
    Männliche Chersina angulata, das namensgebende Schnabelbrustschild ist gut zu sehen


Natürliches Verbreitungsgebiet
    Südliches Namibia, westliches und südliches Südafrika


Durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart
    Weibchen 16 bis 18cm cm, Männchen etwas größer


Aktivitätszeit
    Ganzjährig aktiv, ggfs. verminderte Aktivitätsphase im Winter


Kosten eines Jungtieres
    600 bis 800€


    Image
    Ein Schlüpfling nascht an einem Tradeskantienblatt


Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird.
    Sehr gut


Verschiedene Bezugsquellen
    Züchter


Verfügbarkeit
    selten, daher mit höherem Aufwand und Wartezeit


Biotop
    Winter: großes Terrarium oder Wintergarten
    Sommer: Gewächshaus mit Freigehege


Mindestanforderungen an den Platz
    Freigehege mindestens 10 m²


Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis.
    beheizbares Gewächshaus, Innenterrarium, sehr gute Beleuchtung inklusive UV-B Versorgung, Kosten: übersteigen 1000 €


Futter und seine Beschaffung
    Herbivor: Wildkräuter und Blüten, Sukkulenten, Kräuterheu


Gruppenhaltung möglich?
    Einzelhaltung bei Männchen zwingend erforderlich, Weibchen können gemeinsam gehalten werden

Schutzstatus
    Die Tiere sind nach WA II, EG B und BG b streng geschützt, das heißt ein Erwerb ist nur mit Herkunftsnachweis legal, darüberhinaus ist die Haltung meldepflichtig

Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

    Pluspunkte:

  • sehr schöne, relativ klein bleibende Art
  • interessantes Verhalten
  • immer aktiv,
  • hält ihre Umgebung im Blick, sehr aufmerksam

    Ggfs. problematisch:

  • neigt zu Durchfallerkrankungen,
  • Futterbeschaffung in den Wintermonaten


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 Betreff des Beitrags: Artbeschreibung Kinixys nogueyi
BeitragVerfasst: So 8. Dez 2013, 20:23 
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Arten: Kinosternon cruentatum, Testudo hermanni, Trachemys scripta elegans, Sternotherus odoratus, Emys orbicularis, Testudo gracea nabeulensis
Deutscher Artname, wissenschaftlicher Artname

Westafrikanische Gelenkschildkröte, Glattrand-Gelenkschildkröte, Kinixys nogueyi
    (hochgeladen im Auftrag von "turtle-bine" und "Knarf")


    Dateianhang:
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    bild1qxn8ghiota.gif [ 330.17 KiB | 1429-mal betrachtet ]



    Natürliches Verbreitungsgebiet

      Westafrika – Senegal bis Kamerun und weite Teile in Zentralafrika


    Durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

      ca. 20 cm


    Aktivitätszeit

      ganzjährig aktiv, verminderte Aktivität im Winter, ebenso können manche Tiere in sehr heißen Sommern eine Art Sommerruhe einlegen


    Kosten eines Jungtieres

      ab ca. 70 - 100 Euro aufwärts


    Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird

      schwierig bis sehr gut – hier kommen ja eher erfahrenere Halter in Frage


    Verschiedene Bezugsquellen

      es werden sowohl Nachzuchten als auch noch Wildfänge angeboten. Züchter sind Börsenkäufen vorzuziehen


    Verfügbarkeit

      eher seltener im Angebot


    Biotop

      Terrarium: savannenähnliche Einrichtung mit Gräsern und kleinen Sträuchern, Bodengrund sandige Erde, flaches Wassergefäß, Versteckmöglichkeit (ich habe halbrunde Rindenverstecke), bei Bepflanzung auf ungiftige Pflanzen achten.


      Dateianhang:
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      bild259c0qbmai1.gif [ 356.91 KiB | 1429-mal betrachtet ]
      Bild 2

      Freilandhaltung: im Sommer in geschützten Gehegen mit Frühbeet möglich und vorteilhaft für die Tiere – Einrichtung wie im Terrarium

      Haltungstemperatur im Sommer: ca 25 -30 Grad C mit leichter Nachtabsenkung auf 20- 25 Grad C – häufiges Übersprühen in dieser Zeit fördert die Aktivität der Tiere
      Haltungstemperatur im Winter: ca 20-24 Grad mit Nachtabsenkung auf ca 18 Grad – tiefere Temp. über längere Zeit vermeiden


    Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest

      Platzangebot so viel wie möglich; ab 1,2 m mal 0,6 m für ein Paar aufwärts. Bei eingewöhnten Tieren sind viel größere Terrarien sehr vorteilhaft, sie sind sehr lauffreudig


    Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis

      HQI, UV B Lampe (bright sun, ultra vitalux ), flaches Wasserbecken, falls das Becken in kühlen Räumen steht, ist evtl. auch eine Nachtheizung ( Elsteinstrahler ) nötig


    Futter und seine Beschaffung

      herbivor: Romanasalat, Paprika, Pilze ( Wald – wie auch Kulturpilze ), Möhre, Apfel, Kiwi, Birnen, Banane ( beide letzgenannten Früchte wenig anbieten ), Wildkräuter: Löwenzahn, Wegericharten, übliches Futter wie für europ. Landschildkröten
      carnivor: Regenwürmer, Nachtschnecken, kleine Gehäuseschnecke , fettfreies klein geschnittenes Rinderherz, Schildkrötenpudding, Grillen, Heuschrecken, Wiesenplankton, tote nestjunge Mäuse, hartgekochtes Ei

      Futter muß man probieren, manche Tiere leben fast nur herbivor, andere fressen auch Aas


    Gruppenhaltung möglich ?

      Ja, aber trotzdem auf Verträglichkeit achten, ich halte beide Geschlechter bisher ohne Probleme zusammen


      Dateianhang:
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      bild3r0b9cgdjyv.gif [ 427.88 KiB | 1429-mal betrachtet ]


    Schutzstatus

      Anhang B – meldepflichtig mit Herkunftsnachweis


    Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?

      Auffällig ist der etwas stelzende Gang – die Tiere sind Zehenläufer mit den Vorderbeinen.


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      bild4us40xvb69o.gif [ 329.16 KiB | 1429-mal betrachtet ]


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      bild55dwhmzqcl0.gif [ 362.27 KiB | 1429-mal betrachtet ]


      Kinixys haben am hinteren Carapax ein Gelenk, was das teilweise Herunterklappen ermöglicht. Die Unterart K. b. nogueyi hat als Unterscheidung zu den anderen 3 Unterarten nur 4 Zehen an den Vorderbeinen. Je nach Autor werden 4 bzw. 5 anerkannte Unterarten genannt: K. b. lobatsiana, K. b. belliana, K. b. zombensis, K. b. spekii, K. b. nogueyi

      Wildfänge können voller Parasiten sein, was bei dieser Art regelmäßig zu großen Problemen führen kann. Viele Tiere, besonders Wildfänge können extrem scheu und streßanfällig sein. Lange Eingewöhnungszeit einplanen. Neuerdings macht diese Art weniger Probleme als Wildfänge vergangener Zeiten. Ich würde sie aber trotzdem nicht gerade als Anfängertier bezeichnen.


    Weiterführende Information

      Holger Vetter: Glattrand-Gelenkschildkröte, Heft Nr. 28, Chimaira BuchhandelsgmbH, www. chimaira.de,
      Irmtraut Jasser-Häger u. Hans-Dieter Philippen: Bemerkungen zur Biologie und zur alternativen Haltung und Zucht von Kinixys belliana nogueyi, (LATASTE, 1886). MARGINATA Nr. 1
      Sylvia und Volker Büddefeld: Haltung und Zucht der Glattrand-Gelenkschildkröte. Tropische Landschildkröten, DRACO Nr. 8, Jahrgang 2
      Heidi Rogner: Landschildkröten, Seite 27
      Veronika Müller, Wolfgang Schmidt: Landschildkröten. Natur und Tier -Verlag ISBN 3-931587-02-09

_________________
Grüße Mola111
Schildkrötenstammtisch Rhein Main e. V.

"Bevor man etwas Großes tut, sollte man sich immer eine Frage stellen! Wie gut ist meine Idee von eins bis erobere Russland im Winter."


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