Schildkrötenforum für alle Sumpf-, Wasser- und Landschildkrötenarten

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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 11:42 
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Moin zusammen.

Gegen Mitte Februar steht hier ein Umzug an.
1,1,2 homo sapiens umsiedeln mit ca. 120qm Plunder, darunter eine gefüllte Garage mit allerlei Kram sind zwar eine schweißtreibende Angelenheit, aber logistisch nicht sonderlich herausfordernd.
Sofern man ordentlich Kartons packt und genug Leute zum schleppen findet.

Eher interessant und thematisch hier passend der Umzug der Schildkröten:

1,0 trachemys scripta elegans (south texas Form) mit einem 120x50x50cm Becken und
1,0 sternotherus odoratus mit einem 100x50x50 cm Becken

In jedem Becken lebt ein kleiner Wels (unbekannter Art, übernommene Tiere aus aufgelösten Becken) und eine Handvoll Wasserschnecken (Sumpfdeckelschnecken vermutlich), die auch noch irgendwie mit müssen.

Im sternotherus Becken gibt es außerdem ordentlich Wasserpest.

Worum ich mir ein wenig Gedanken mache ist die Sache mit den Filtern.
Ich lasse beide Becken über einen HMF laufen, der das Wasser an Blumenkastenfilter ausgibt.
Ich würde jetzt ungerne meine Filterbakterien töten.

Vorteilig ist, der Umzug findet nur über 4 Kilometer statt, also selbst im Feierabendverkehr braucht man keine 12 Minuten mit dem Auto.
Der Plan ist jetzt folgender:
Ich kaufe ein größeres Becken für die 1,0 trachemys scripta elegans (im folgenden "Rasputin" genannt) und baue dieses im neuen Domizil auf.
Sprich Unterbau, Verkleidung und Rückwand sollen schon stehen bevor das Aquarium ankommt und gestellt wird.
Einrichtung und Bodengrund sind neu, lediglich eine Mangrovenwurzel und die Filter werden übernommen.
Also HMF und Blumenkastenfilter sollen dort eingesetzt werden und mit dem neuen Becken laufen.
Ich möchte, was sicherlich eine kleckrige Angelegenheit wird (aber dafür werde ich den hauseigenen Kombi gerne mit Mörtelwannen vollstellen), einen Teil des Beckenwassers und den Mulm mitnehmen in die neue Anlage.
Mit einem Bodensauger und 15Liter Eimern für den Transport zum Auto und dann Schleichfahrt zur neuen Anlage auch machbar.

Wenn Rasputin und seine Schnecken und der Wels umgesetzt werden würde ich die alte 1,20m Anlage abbauen und im neuen Domizil aufbauen.

Dann die sternotherus odoratus Filter und Technik umziehen auf dieses 1,20m Becken.
Wenn es geht mit einem Teil Altwasser aus der sternotherus Anlage und dem dazugehörenden alten Bodengrund.

Das alte 1,00m Becken soll neu eingerichtet einem Auffangtier zur Verfügung gestellt werden und zieht als letztes leer um.

Dazu hätte ich folgende Unsicherheiten und Fragen:

Wie transportiere ich die Welse am stressfreiesten?
Schwarzer Eimer, Tuch drüber, Beckenwasser und Eichenlaub rein?

Wie transportiere ich Bodengrund am besten?
Mörtelkübel mit ein wenig Beckenwasser?
Soll ja nicht alles sterben...

Wie transportiere ich Filtermatten am besten?
Im Mörtelkübel mit Beckenwasser liegend?

Schildkröten und Schnecken lassen sich ja denkbar einfach mit einer Transportbox bzw. die Schnecken im Eimer transportieren.

Ich habe 13 Tage in denen der normale Umzug und der Beckenumzug stattfinden wird.
Ob ich vorher schon im neuen Domizil aufbauen kann, klärt sich noch.
Aktuell wird noch gefliest wo die Becken hinsollen.
Deswegen glaube ich das ich die Becken jeweils in einigen Stunden durchziehen kann, was den Filtern zu gute kommt aber primär den Tieren den Stress so kurz wie möglich halten soll.

Die teilweise Übernahme der alten Bodengründe, Beckenwasser und natürlich der Filter soll verhindern das mir die Becken umkippen bei Neubezug.
Klar ist, so stabil wie aktuell mit drei Jahren Laufzeit werden die dann nicht mehr sein, aber ein wenig Selbstreinigungskraft sollte schon zu erhalten sein.

Wenn jetzt jemand Ratschläge, Anmerkungen und Hinweise auf Dinge geben kann, die ich nicht bedacht habe, immer her damit.


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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 14:53 
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gut durchdacht. Die Fische in Eimern oder in Kunststoffbehältern, die groß genug sind. Die Schildkröten in umgedrehte Leinensäcke transportieren. Die Becken mit dem Altwasser am neuen Aufstellungsort einrichten. Die Fische in den Transportbehälter in den Becken reinstellen oder -hängen, damit sie sich den Temperaturen in den Becken langsam anpassen können. Die Schildkröten zuletzt auf den Landteilen setzen, sie gehen dann von selber ins Wasser.

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Mit schuppigen und schildkröterischen Grüssen
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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 16:34 
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Danke für die Hinweise.

Unklar ist für mich:
Warum die Leinensäcke auf links ziehen?
Welchen Vorteil bietet das?


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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 19:01 
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Arten: Chrysemys picta dorsalis, Sternotherus minor peltifer, Rhinoclemmys p. manni
...Dann sind die Naehte aussen. Aufgedroeseltes Garn könnte die Schroete verletzen wenn sie sich darin verheddert.

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Gruß Nicole


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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 20:40 
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Wieder was gelernt.
:good:
Danke.


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BeitragVerfasst: Mo 4. Jan 2016, 23:31 
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Ich hABE SCHON DIVERSE Aquarien umgezogen und ich halte es für absoluten quatsch das Altwasser mitzunehmen.
Im Wasser befinden sich so gut wie keine positiven Bestandteile für das Beckenklima. Das ist alles weitgehend SUbstratgebunden an den Untergrund, EInrichtung.

Ich lasse sogar beim Umzug den Kies in den alten Becken und lasse das Wasser ab.
Einrichtung in Eimern, Filtermatten in Wasser. Fische im EImer, Schildkröte in Box

und drüben die ganze Sache umgekehrt

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0,3 Kinosternon leucostomum postinguinale abzugeben



Nicht ärgern nur Wundern


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BeitragVerfasst: Di 5. Jan 2016, 09:52 
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Ich bin durchaus in der Lage die ca. 50 Kilo eines leeren Beckens zu heben, mit Kies wären es dann 100 Kilo.
Heben geht sicher, das händeln wird aber nur unnötig schwer und die Gefahr von Glasbruch unterwegs erhöht sich.
Auch wenn ich bereit bin mit einem müffelnden Klumpen feinen Kies unter der Nase 100 Kilo durchs Treppenhaus zu schleifen gilt das nicht unbedingt für sonstige Helfer.
:zwink:

Das Wasser hier ist gelinde gesagt schlecht, da ordentlich gechlort (Belgien).
Es muß ne Weile abstehen vor der Befüllung bzw. Besetzung (Mörtelwannen... einige) und wird wohl different zum Beckenwasser sein.
Alleine deswegen nehme ich ein wenig Altwasser mit.


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BeitragVerfasst: Di 5. Jan 2016, 19:56 
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Arten: Chrysemys picta dorsalis, Sternotherus minor peltifer, Rhinoclemmys p. manni
Hallo,
ich bin vor einem halben Jahr mit Mann und Katzen und 2 Aquarien und 2 Terrarien umgezogen (sowie 80qm Wohnungseinrichtung im 3.OG ohne Lift und gefühlt 100 qm Krempel in Keller und Speicher).

Spedition hat nur das große Becken transportiert, da zu schwer für uns. Alle anderen Becken, Einrichtungen und Bewohner haben wir mit Auto transportiert, 60km Distanz.

Habe für alle Bewohner kleinere Provisorien im neuen Zuhause eingerichtet und dann erst umgesiedelt, später die alten Becken abgebaut und transportiert.

Wasser habe ich zwar nicht mitgenommen, weil es im neuen Zuhause bessere Qualität hat, würde ich bei Bedarf aber in geschlossenen Kanistern transportieren.

Aquarien nie mit Bodengrund transportieren, das hält die Statik eines Glasbeckens nicht aus. Immer leer machen!
Bodengrund habe ich in offenen Eimern befördert, Fische, Wasserpflanzen und Schnecken in Fischtransportbeuteln aus dem Zooladen, Schroeten in Leinenbeuteln in Thermoboxen gesetzt. Der Bodengrund stank nicht, war kein Problem.

Leider hockt eine Schroete immer noch im Provisorium, bin gerade dabei, ihr Becken aufzubauen. Ist das große Paludarium für Zierschildkroete, muss umgebaut werden und ist daher etwas aufwändiger und mir fehlte bisher jobbedingt die Zeit.

Edit: Aussenfilter habe ich gereinigt und ausser Betrieb gesetzt. Die Filtersubstrate mitzunehmen, wäre zeitlich und klimatisch für mich nicht machbar gewesen, dh.da hätte nix überlebt. Schläuche und Dichtungen müssen eh neu nach so vielen Jahren. Bei kurzen Wegen und HMF würde ich die Filtermedien aber in Eimern transportieren.

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Gruß Nicole


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BeitragVerfasst: Di 5. Jan 2016, 22:04 
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Hi

Richtig, nasser Sand wiegt reichlich und kann gerade längere Becken brechen lassen... :winke:

Wenn das Wasser gechlort ist hilft entweder ein Kohlefilter oder belüften. Zum belüften ein 200l Fass mit Wasser befüllen und per Membranpumpe bewegen. Nach einer Woche ist das dann auch nicht mehr "tot"

Tip: Einen durchlöcherten Eimer mit Eichen/Buchenlaub oder Erlenzapfen ins Wasser hängen und mit einer Zimmerbrunnenpumpe bewässern. Das "belebt" das Wasser auch

lg Marco

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"Wennst den Baum siehst, in den du rein fährst, hast untersteuern. Wennst ihn nur hörst, hast übersteuern"


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BeitragVerfasst: Mi 6. Jan 2016, 12:35 
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Danke für die Hinweise.
Ich habe bis dato immer Regenwasser aufgefangen und aus 1300 Liter Vorrat abgepumpt wenn aufgefüllt werden musste.
Das wird im neuen Domizil erstmal nicht möglich sein.
Aber ne Regentonne mit 300 Liter rüberfahren, füllen und das Wasser pumpen bzw. Eichenlaub reinhängen, das ist machbar und eine gute Idee.
:good:


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