Schildkrötenforum für alle Sumpf-, Wasser- und Landschildkrötenarten

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BeitragVerfasst: Mo 25. Nov 2013, 16:36 
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Wohnort: Deutschlands sonniger Süden
Arten: europäische und afrikanische Schildkrötenarten
Freilandterrarien für Schildkröten

    Zusammenfassung: Der Handel bietet bei Gewächshäusern und Frühbeeten eine erfreuliche Anzahl hochwertiger Produkte, die sich als warmer Wetterschutzbereich für unsere Tiere eignen. Natürlich gilt auch hier, technisch aufwändigere Lösungen bieten höhere Qualität und größere Einsatzmöglichkeiten. Sehr einfache Frühbeete aus Bau- und Supermärkten sind für den Einsatz als Freilandterrarium wenig geeignet, aber bereits ab 115 € ist mit dem Frühbeet Allgäu 1 der Fa. Beckmann ein wirksamer Schutz von Schildkröten an Schlechtwettertagen möglich. Das Juwel Biostar 1500 hat für ca. 220 € einen automatischen Fensterheber im Preis inbegriffen und bietet durch seine längliche Form mehr Möglichkeiten bei der Strukturierung als die meist quadratischen Konkurrenten. Im mittleren Preissegment (300 €-500 €) gibt es dann deutlich stabilere und dichter schließende Frühbeete, die zum Teil bereits Schildkrötentüren eingebaut haben, Bodenfundamente als Option anbieten und durchlässig für UV-B-Strahlung sind. Etwa gleich teuer sind Einsteigermodelle bei Gewächshäusern. Stabilere und winddichte Häuser gibt es ab ca. 1000 €. Sie schlagen Übergangsterrarien und Frühbeete in einem der wesentlichsten Kriterien für eine gute Haltung europäischer Landschildkröten, nämlich dem großzügigen Platzangebot im Hellen und Warmen an kühleren Tagen. Darüber hinaus bedeutet ein größeres Volumen auch stabilere Temperaturverhältnisse. Gewächshäuser bieten außerdem den Vorteil, ggfs. auch etwas Platz für das Anziehen von Futterpflanzen für den futterarmen Vorfrühling abtrennen zu können.

Warum überhaupt der Aufwand?

    Mediterrane Landschildkröten benötigen unbedingt einen großzügig bemessenen, verglasten Schutzbereich in ihrem Gartengehege, nur in diesen Freilandterrarien entstehen im Jahresverlauf häufig genug die hohen Temperaturen, die diese wechselwarmen Tiere für einen gesunden Stoffwechsel brauchen. Wie effektiv die Temperaturen in einem Gewächshaus - ohne künstliche Heizung, allein durch die Kraft der Sonne - auch in der Übergangszeit angehoben werden können, zeigt folgender Vergleich mit Temperaturen in Marokko:


    Image

    Abb. 1 Lufttemperatur im ungeheizten Gewächshaus in Süddeutschland (gemessen im Schatten in Bodenhöhe) im Vergleich mit Angaben aus Marokko.
      Periode 1 (Anfang April) Die Temperatur im Gewächshaus überstieg die Vergleichstemperatur in Marokko tagsüber deutlich.
      Periode 2 (Anfang Juni) Weil Türen und Fenster weit aufstanden, lagen die Temperaturen im Gewächshaus trotz schönen Wetters niedriger als im April, aber im oberen Bereich der Vergleichstemperaturen in Marokko
      Periode 3 (Ende Juni). Auch bei einer Schlechtwetterperiode sind die Temperaturen noch im Bereich der Habitatstemperaturen, im Freigehege dagegen deutlich niedriger.



Technische Umsetzung

    Für die Anzucht kälteempfindlicher Pflanzen stehen dem Hobbygärtner eine Reihe von Frühbeeten und Gewächshäusern zur Verfügung, die sich neben unterschiedlichen Größen vor allem durch Stärke und Material der Verglasung unterscheiden. Viele davon sind auch für unsere Zwecke gut geeignet. Im Interesse unserer Tiere sollten wir vor allem auf Stabilität und Wind-Dichtigkeit des Rahmens sowie Hohlkammerverglasung und ein möglichst großzügiges Platzangebot (> 1m² pro Tier) Wert legen. Für weniger wichtig halte ich die Material und Wandstärke der Hohlkammerplatte bzw. Material der Rahmenkonstruktion.


    Verglasungsarten

      Für Frühbeete und Gewächshäuser werden traditionell verschiedene Verglasungsarten eingesetzt, klares Einscheibenglas, lichtstreuendes Nörpelglas, sowie neuerdings auch Doppelscheiben-Isolier- und Wärmeschutzgläser. Des weiteren finden PE-Folien Verwendung, etwas stärkere Massivplatten und in den letzten Jahren ganz zunehmend Kunststoff-Hohlkammerplatten. Hier sorgen Stege für Luftschichten zwischen mehreren Kunststoffplatten und bewirken so eine höhere Dämmung des Verbundes. Je nach Anzahl der Schichten spricht man von Stegdoppel-, Stegvierfach- bzw. Stegsechsfachplatten.

      Diejenigen, die ihre Schildkrötenvilla selbst bauen wollen, finden hier eine gute Übersicht über verschiedene Verglasungsmöglichkeiten und ihre Kennzahlen.


    Dämmung

      Der Wandstärke der Verglasung wird üblicherweise in der Schildkrötenszene ein sehr hoher Stellenwert beigemessen, meines Erachtens etwas zu Unrecht (siehe Temperaturvergleich zwischen zwei handelsüblichen Frühbeeten). Der größte Einfluss eines Frühbeetes wird dadurch erzielt, dass man die sich am Boden aufheizende Luft daran hindert in höhere Luftschichten zu entweichen. Das passiert schon sehr effektiv bei einem Folienfrühbeet. Häufige Einwände, dünnere Wandstärken würden hohe Stromkosten verursachen, berücksichtigen nicht, daß die Wandstärke beim Einsatz von Wärmelampen und Schlafhüttenbeheizung irrelevant ist, weil die Wärme das Tier bereits aufgewärmt hat, bevor sie durch die weiter entfernt liegende Frühbeetwand verloren gehen konnte. Nur beim Aufheizen des ganzen Hauses etwa für die Haltung tropischer Tiere ist dieses Argument aussagekräftig. Für unsere Tiere sind aber die schnellen Temperaturschwankungen, die sich durch nahezu ungedämmte Verglasung (z.B. Folie) in einem kleinen Frühbeet ergeben, eine Belastung des Kreislaufes. Wir verwenden deshalb luftgedämmte Hohlkammersysteme, meist Stegdoppelplatten aus Kunststoff.

      Für sehr hochwertige Gewächshäuser, deren stabile Rahmen dafür ausgelegt sind, werden auch Zweischeiben-Gläser eingesetzt, die teilweise wie moderne Thermopane-Verglasung im Wohnbereich aufgebaut sind. Dieses Echtglas stellt eine sehr schöne Alternative zu den nur semi-transparenten Stegdoppelplatten aus Kunststoff dar. Die Sicht auf die Tiere ist frei und auch im Inneren gibt es keine Schlagschattenbildung durch die Stege. Allerdings bieten nicht alle Hersteller wirklich hochwertige Isolierverglasung für Gewächshäuser an. So dämmt zum Beispiel die Glas-Variante von Beckmann deutlich besser als Plexiglas Alltop, die von Hoklartherm dagegen schlechter.

      Image

      Abb. 2 Wärmedurchgang verschiedener Verglasungsarten (je niedriger der Wert desto besser).

      (*) Der U-Wert für Plexiglas Alltop wird unterschiedlich angegeben, derzeit vom Hersteller wieder mal mit 2,5


      Man beachte die relativ geringen Unterschiede im Dämmwert bei den verschieden starken Stegdoppelplatten. Ein deutlich größerer Unterschied besteht dagegen zwischen Einfachglas und Wärmeschutzverglasung, wie sie heute im Wohnbereich eingesetzt wird.



    Mechanische Eigenschaften, Licht- und UV-B Durchlässigkeit

      Für hochwertige Stegdoppelplatten werden zwei verschiedene transparente Kunststoffe verwendet, Polycarbonat (z.B. Makrolon) und Polymethylmethacrylat, besser bekannt als Acrylglas bzw. unter dem Markennamen Plexiglas. Polycarbonat hat die besseren mechanischen Eigenschaften als Acrylglas/Plexiglas, ist z.B. schlagzäher gegen Hagel und leichter zu bearbeiten. Wegen dieser guten Eigenschaften ist es der hochtransparente Kunststoff, der heute am häufigsten Verwendung findet, u.a auch für Brillengläser. Polycarbonat hat auch eine etwas bessere Wärmedämmung als Acrylglas, allerdings auch eine geringere Lichtdurchlässigkeit und es absorbiert den kompletten UV-Bereich. Es ist daher nicht von selbst UV-beständig und vergilbt etwas schneller als Acrylglas, was die Lichtdurchlässigkeit langfristig weiter senkt.

      Ob dagegen die UV-B Durchlässigkeit von Acrylglas/Plexiglas bei der heute üblichen Haltung europäischer Landschildkröten einen nennenswerten Vorteil darstellt, bezweifle ich. Die Tiere nehmen im Freigehege ausreichend häufig ungefilterte Sonne auf und sind im Inneren des Frühbeetes ohnehin meist verkrochen bzw. sitzen unter dem UV-Schatten von Wärmelampen.


    Material der Rahmenkonstruktion

      Jenseits des Billigsektors verwenden fast alle Hersteller Aluminium als Rahmenkonstruktion, da es korrosionsbeständig, leicht und stabil ist. Manche Hersteller sind von der Stabilität ihrer Aluminium-Rahmen derart überzeugt, dass sie über die kurze gesetzliche Gewährleistung von max. 2 Jahren hinaus freiwillig 10-20 Jahre Garantie auf Rahmen und Konstruktion zu geben. Einige billigere Fertigfrühbeete haben sehr dünne, flexible Kunststoffrahmen, die sich wegen der sich daraus ergebenden Undichtigkeit nicht für unsere Zwecke eignen. Seit kurzem gibt es allerdings auch eine Frühbeetserie, Herbalium/Chelonium (Samenkiste), die stabile Kunststoffrahmen verwendet. Kunststoff leitet die Wärme schlechter, also sowohl am Morgen ins Innere des Frühbeetes als auch abends nach außen. Der Anteil der Fläche der Rahmenkonstruktion gegenüber der Verglasung ist allerdings gering. Deshalb dürfte sich - wenn überhaupt - in Bezug auf langsameres Auskühlen am Abend nur ein kleiner Vorteil ergeben, der durch geringfügig schnelleres Aufheizen am Morgen zum Teil sogar kompensiert wird. Kunststoff erfordert aber für gleiche Stabilität des Rahmens breitere und massivere Profile als Aluminium, was beim täglichen Gebrauch als Tiergehege Nachteile hat, da es zu einem höheren Gewicht des Deckels und zu einer größeren Schattenwirkung des lichtdichten Rahmens führt.



Handelsübliche Frühbeete

    Üblicherweise werden für den verglasten Schutzbereich im Freien keine Terrarien im herkömmlichen Sinne verwendet, sondern Gewächshäuser und Frühbeete. Die folgende Abbildung gibt eine Übersicht über einige der gebräuchlichsten Modelle.


    Image

    Abb. 3 Handelsübliche Frühbeete der Firmen Beckmann, Görmann, Hoklartherm, Juwel, Neogard und Samenkiste. Gezeigt wird nur eine Produktauswahl der jeweiligen Hersteller. Für weitere Informationen bitte die verlinkten Webseiten der Hersteller/Anbieter aufsuchen.


    (*) Beim Einsatz als Freilandterrarium müssen diese Frühbeete mit einem verschließbaren Ausgang zum Freigehege versehen werden. Diese Tür oder Klappe wird üblicherweise in das Fundament des Frühbeetes eingebaut. Für das Flora 100 von Hoklartherm gibt es einen fertigen Unterbau mit Schildiklappe zu kaufen. Auch ein Einbau einer handelsüblichen Katzenklappe direkt in eine der Seiten des eigentlichen Frühbeetes wäre eine Möglichkeit.

    (**) Diese gegen Aufpreis im Grundmodell angebotenen Schildkrötentüren erscheinen mir in der angebotenen Form nicht geeignet, sondern sollten vom Halter nachgebessert werden.
    Die Tür im "Schildkrötenhaus" der Firma Beckmann ist viel zu groß für mediterrane Landschildkröten und lässt daher unnötig viel Wärme entweichen. Abhilfe wäre in Form eines von innen an die Profile geschraubten Lamellenvorhanges denkbar, der nur im unteren Bereich eingeschnitten wird. So bliebe der obere Teil auch bei geöffneter Tür winddicht verschlossen. Wegen der höheren Kosten des Schildkrötenhauses würde ich bei Beckmann aber zur Basisausführung mit einer Schildiklappe im Unterbau raten, der ja ohnehin gebaut werden muss.
    Beim Basismodell der Samenkiste, dann ECO 1 genannt, wird die Tür in die hohe Seite des Frühbeetes eingebaut. Das hat zwei Nachteile, zum einen muss die Wärmelampe auf der zugigen Türseite angebracht werden, zum anderen liegt bei der üblichen Ausrichtung des Frühbeetes mit der niedrigen Seite nach Süden die Tür nun in der Nordwand. Es dürfte den Instinkten der Tiere zuwider laufen, das Terrarium nicht durch die wärmere und hellere Südwand verlassen zu können sondern nur in Richtung Norden. Wenn man es nicht entgegen der üblichen Ausrichtung aufstellen will, sehe ich als Abhilfe nur, das Frühbeet baldmöglichst mit dem angebotenen Ergänzungsset nachzurüsten. Das ist durch die Modularität des Systems zwar möglich, jedoch als Gesamtlösung teurer und verursacht ein zweites Mal Frachtkosten. Wer sich für das Chelonium entscheidet, greift nach meiner Ansicht besser gleich zum Set mit Unterbau.

    (***) Nur für einen der 3 Deckel des Biostar 1500 der Firma Juwel ist der automatische Fensterheber im Preis inbegriffen.

    [****] Preise gelten für SIGS-Mitglieder


    Erfahrungsberichte unserer User:

    Bitte Erfahrungsberichte* als jeweils eigenen Thread schreiben, gerne auch zu anderen Modellen/Versionen, sie werden dann hier angebunden und verlinkt.






Handelsübliche Gewächshäuser

    Gewächshäuser sind nach meiner Meinung und persönlichen Erfahrung die bessere Wahl als Frühbeete. Das gilt insbesondere für kältere Regionen Deutschlands. Die Tiere haben so wesentlich üppigere Platzverhältnisse und zwar gerade dann, wenn es besonders nötig ist, nämlich zu den Hauptpaarungszeiten im frühen Frühjahr und im Herbst. Auch eine zeitweilige Trennung der Geschlechter ist problemloser möglich. Darüber hinaus lassen sich prima kleinere Gebiete abtrennen, in denen Futterpflanzen ungestört für die traditionell kritische Zeit im Februar und März vorgezogen werden können. Direkt nach der Starre und während der Übergangszeit kann man seine Tiere im Gewächshaus dazu auch an kalten Tagen sehr gut kontrollieren und versorgen, ohne daß ihnen durch den Deckel einströmende, kalte Außenluft schaden kann.

    Die folgende Tabelle zeigt einige kleinere Gewächshaus-Modelle, die aber dennoch das übliche Platzangebot in Frühbeeten weit übertreffen, ohne im gleichen Maße teurer zu sein.


    Image

    Abb. 3 Handelsübliche Gewächshäuser der Firmen Beckmann, Hoklartherm, KGT, Einhell, Outdoor Life Products/Dawy und Pergart/Plus. Gezeigt wird nur eine Produktauswahl der jeweiligen Hersteller bzw. nur Hersteller kleinerer Gewächshäuser. Für weitere Informationen bitte die Webseiten der Hersteller/Anbieter aufsuchen.

    Gewächshäuser in Plexiglas Alltop Verglasung werden von den Firmen Beckmann, Hoklartherm, Krieger, Palmen und Wama angeboten.

    Bei der Auswahl eines Gewächshauses gelten die gleichen Kriterien wie beim Frühbeet, wichtig sind eine stabile Rahmenkonstruktion und Winddichtigkeit. Dabei ist besonders der Art der Tür und der Fassung der Verglasung Beachtung zu schenken. Die billigeren Gewächshäuser haben meist Schiebetüren, die aber häufig relativ undicht sind. Drehtüren scheinen mir deutlich besser geeignet. Der zweite Punkt ist die Methode, mit der die Verglasung befestigt wird, entweder vollgefasst oder mit Federklammern. Die Vollfassung schlägt meiner Meinung nach die Klammern im Punkt Winddichtigkeit und Stabilität. Von den genannten preisgünstigeren Gewächshäusern entspricht das Rose II von KGT diesen Kriterien, bei den anderen müsste der Interessent selber nachfragen.


    Erfahrungsberichte unserer User:

    Bitte Erfahrungsberichte* als jeweils eigenen Thread schreiben, gerne auch zu anderen Modellen/Versionen, sie werden dann hier angebunden und verlinkt.




* Für das Verlinken von Erfahrungsberichten zu Frühbeeten und Gewächshäusern in diesem Artikel bitte einem der Moderatoren oder dem Admin den Klarnamen nennen.

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BeitragVerfasst: Mo 25. Nov 2013, 21:39 
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KGT Rose Typ IV (4)


Vor gut zwei Jahren war mein, bis dahin gut funktionierendes "Billiggewächshaus" nach einem Hagelschauer und diversen anderen Stürmen leider so unsicher geworden, dass ein neues Gewächshaus her musste. Ich habe mich dabei natürlich nach verschiedenen Modellen umgeschaut und meine Wahl ist letztendlich auf das Rose IV von KGT gefallen. Ich wollte ein möglichst großes Gewächshaus um meinen Tieren so viel Platz wie möglich bieten zu können.

Das Haus selbst:

    Maße:
    233 x 429 cm (L x B) entspricht 10 m²
    Seitenhöhe 149 cm, Firsthöhe 215 cm

    Ein großes Dachfenster und ein großes Rückwandfenster hinten mit der Größe 76 x 124 cm

    Das Haus besteht aus einem Aluminiumrahmen

Verglasungsart:
    10mm Hohlkammerplatten aus Polycarbonat

Winddichtigkeit:
    Das Haus ist soweit ich es erkennen konnte recht Winddicht, nur in den hinteren Ecken von der Seitenwand zum Dach läuft ein wenig Wasser rein. Das ist allerdings sehr wenig.


Das Fundament:
    Ein Alufundament ist optional bestellbar.
    Ich habe ein Betonfundament, isoliert mit Styrodurplatten selbst gemacht und darauf das Gewächshaus festgeschraubt. Funktioniert mindestens genauso gut.

Der Preis:
    Ich habe das Haus auf dem großen Internetmarktplatz für gut 1650€ gekaut. Mit dabei waren eine kostenfreie Lieferung und ein automatischer Fensteröffner.

Ausgänge für die Schildkröten:
    Die Ausgänge habe ich direkt in die Platten gesägt. Nach dem Aufbau ist dies allerdings mit größerem Aufwand verbunden, weil man dann erst ein Lochbohren muss, mit dem Messer/Stichsäge die Tür aussägen muss und dann noch am Schluss ein wenig hin und herziehen muss um das herausgeschnittene/-gesägte Teil zu entfernen.
    Abdichten kann man die Ausgänge mit einem einfachen Lamellenvorhang.

Heizung:
    Im Sommer heize ich gar nicht, da ist es warm genug und in den Übergangszeiten sorgt ein Heizlüfter für die nötige Wärme nachts.
    Während der Winterstarre wird nur ein relativ kleiner Bereich (1m²) über ein Heizkabel frostfrei gehalten. Allerdings ist der Frost auch noch nicht in die anderen Bereiche groß eingedrungen. Wenn dann ganz leicht.

Besonderheiten:
    Für das Haus gibt es natürlich auch noch viele zusätzlichen Teile
    Eine andere Lackierung und auch verschiedene Regale sind alle möglich. Allerdings sind die Originalteile von KGT, wie bei den anderen Herstellern auch, doch recht teuer weswegen ich bei meinem Regal eines aus dem Baumarkt rein gemacht habe. Geht relativ problemlos.

Zufriedenheit und Anmerkungen:
    Mit dem Haus bin ich sehr zufrieden. Die Verarbeitung ist sehr gut. Es wärmt sich super auf und macht das was es soll. Im Sommer habe ich die geteilte Türe oben eigentlich durchgehend auf, weil es sonst sehr warm ist.
    Auch ist die verschließbare Türe sehr von Vorteil.

Benutzung:
    Das Gewächshaus wird ausschließlich für die Schildkröten verwendet. 7,5m² sind für meine Griechen und 2,5m² sind für meine Tropischen Landschildkröten, welche durch eine Holzplatte sowie eine Holzkonstruktion bespannt mit Folie auch richtig abgetrennt sind von den Griechen.

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BeitragVerfasst: Do 30. Jan 2014, 10:06 
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Registriert: Mi 29. Jan 2014, 22:39
Beiträge: 23
Wohnort: Landkreis Göppingen
Arten: Kinosternon baurii
Gewächshaus Typ Allgäu Modell A, Fa. Beckmann ab 549 € (ohne Glas und ohne Fundament)

Wir standen im Herbst 2009 auch vor der Entscheidung, Gewächshaus oder Frühbeet? Nach längerer Planung stand es fest, ein Gewächshaus soll es werden. Nun mussten wir auch nur noch ein Haus finden, dass wir finanziell gut tragen können und unseren sowie den Ansprüchen der Tiere gewachsen ist. So fiel die Wahl auf ein Gewächshaus der Firma Beckmann aus dem Allgäu. Unsere Version ist wie folgt aufgebaut:

Modell A8



Das Haus

Maße:
319 x 256 cm (L x B) entspricht 8 m²
Seitenhöhe 140 cm, Firsthöhe (höchster Punkt des Hauses) 220 cm
Die Höhenangaben sind ohne Berücksichtigung eines Fundaments. Dieses würde die Höhe u.U. vergrößern.

Anzahl der Dachfenster (Serie): 4 Stück (auf 6 Stück erweiterbar)
Anzahl der Seitenfenster (Serie): keine (auf 4 Stück erweiterbar)

Das Haus besteht aus Aluminium.


Verglasungsart

Das Haus kann man von der Verglasung individuell gestalten.
Standardmäßig wird das Haus in vier Verglasungsarten und drei Typen geliefert.

1.
Blankglas (ganz durchsichtiges Glas) in 3mm

2.
Nörpelglas (bekannt aus dem Badezimmer, nicht richtig durchsichtig) in 4mm

3.
Isolierverglasung aus Stegdoppelplatten (Polycarbonat) in 6mm

4.
Kombinationsverglasung aus Nörpelglas auf dem Dach und Blankglas an den Seiten

Das sind die im Katalog angebotenen Arten. Auf meine Anfrage hin, bekam ich mein Haus individuell verglast. Die hintere Wand und eine Seitenwand, sowie das komplette Dach bestehen aus Stegdoppelplatten. Die zweite Seitenwand und die vordere Wand bestehen aus Blankglas.

Tipp!
Die Fa. Beckmann bietet nämlich auch UV durchlässiges Plexiglas an.


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Winddichtigkeit

Das Haus hat eine kleine Schwachstelle, die Tür. Leider zieht es seitlich und mittig (die Tür besteht aus zwei Teilen) bei Wind durch die Tür. Dieses Problem bekommt man mit Moll von der Fa. Tesa sehr gut in den Griff. Sonst hat das Haus schon den ersten Sturm überstanden, Orkan Emma.


Das Fundament mit Schneckensperre

Maße:
255 x 318 cm (L x B)
Höhe 12 cm.

Das Fundament besteht aus Aluminium und muss bei dem Modell A8 an den vier Ecken einbetoniert werden. Das Seitenwände werden vormontiert und dann auf dem Fundament verschraubt. Mit vielen Schrauben wird das Haus im Anschluss mit dem Fundament verschraubt. Man kann sich auch nur ein Basisprofil bestellen, wenn man ein eigenes Fundament gießen möchte. Dieses Basisprofil wird dann auf dem selbst gebauten Fundament verschraubt. Auch hier werden im Anschluss die vormontieren Wände auf dem Basisprofil verschraubt.


Der Preis

Wie oben erwähnt gibt es das Haus "nackt" und in einer Größe von 5m² ab 549 Euro.

Bei uns ergab sich der Preis wir folgt:
Haus 779 Euro
Fundament 219 Euro
Verglasung Sonder 630 Euro
_______
Summe 1628 Euro


Für mehr Infos zu den Preisen, Preise für die verschiedenen Modelle


Das Haus stand nur knapp 1 1/2 Jahre. Langzeiterfahrungen stehen also aus. Es speicherte die Wärme ganz gut und es heizt relativ schnell auf. Die Außentemperatur betrug am 05.04.2010 11,5 °C und im Haus 16 °C ohne Lampen und ohne Heizung.


Schildkrötentür

Da die eine Seitenwand bestand aus Stegdoppelplatten. Die Platten lassen sich gut bearbeiten, so dass man eine Tür direkt aus der Platte schneiden kann. Die Tür war oben mit zwei Schanieren befestigt. So konnte man die Tür morgens aufklappen und mit einem Schlößchen befestigen. Abends wurde die Tür mit einem anderen Schlößchen verschlossen. Von innen gab es noch einen Lamellenvorhang.



Heizung

Gasheizung für Gewächshäuser. Mit 3-5 Füllungen muss man da schon rechnen.


Lieferung

Das Haus kommt versandkostenfrei per Spedition und ist in mehreren Kartons verpackt. Sollte man Blank und/oder Nörpelglas bestellt haben, erfolgt die Lieferung von einem Partnerbetrieb der Fa. Beckmann separat.



Besonderheiten

Für das Haus gibt es noch viele zusätzliche "Features".

1.
Das Aluminium gibt es auch in verschiedenen Farben.
Da wären u.a. grün, rot und blau.

2.
Das Haus ist jederzeit verlängerbar

3.
Fenster für die Seiten und das Dach sind nachträglich installierbar

4.
Abdeckprofile um Kältebrücken einzudämmen

5.
Schattierung

6.
Regale, Regalkonsolen, Aufhängeösen, Fensteröffner

u.v.m.


Zufriedenheit und Anmerkungen

Mit dem Haus war ich sehr zufrieden, nur sollte man bei der Haltung von Wasserschildkröten bedenken, dass das Haus im Herbst und an kalten Frühlingstagen doch relativ stark beheizt werden muss. Die Verarbeitung ist klasse. An dem Haus kann man rütteln, wie man will. Nachträglich lassen sich die Scheiben in Sekundenschnelle ausbauen/wechseln. Laut Hersteller werden die Teile in Deutschland gefertigt. Im Grunde lassen sich die Seitenwände auch mit etwas andwerklichen Geschick mit 16mm Alltop-Platten ausstatten. Bei den Platten für das Dach ist dies leider etwas schwieriger.



Benutzung

Das Haus wurde für einen Hochteich und für die Landschildkröten genutzt. Es hingen zwei Lampen für die Schlechtwetterperiode und kalten Tage im Frühling/Herbst. Zudem wurde ein Eheim Außenfilter in genutzt.


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Bei Fragen gerne PN oder E-Mail an mich :wink:


Gruß
Kai


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BeitragVerfasst: Fr 31. Jan 2014, 15:42 
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Registriert: Mi 29. Jan 2014, 22:39
Beiträge: 23
Wohnort: Landkreis Göppingen
Arten: Kinosternon baurii
Gewächshaus Allplanta ALP1, Fa. Beckmann

Das Haus

Maße
270 x 310 cm (ca. 8,4m²)
Seitenhöhe 160 cm, Firsthöhe (höchster Punkt des Hauses) 242 cm

Anzahl der Dachfenster (Serie): 1 Stück Anzahl der Seitenfenster (Serie): keine (aber als Zubehör erhältlich), Giebelausstellfenster: keine (auch als Zubehör erhältlich)

Das Gestell des Hauses besteht aus Aluminium.


Verglasungsart

Auch dieses Haus ist von der Verglasung her sehr variabel. Im Grunde passen alle Scheiben die 16mm dick sind. Standardmäßig (im Basispreis inklusive) wird das Haus mit 16mm Stegdoppelplatten (Longlife-Plus) geliefert. Möglich sind u.A. noch die altbekannten Alltop-Platten, Isolierglas oder andere die zweite Art Stegdoppelplatten "Resist". Das Haus war am Hintergiebel, der südlichen Dachhälfte und der südlichen Front mit Alltop-Platten verglast. Der Rest bestand aus den 16mm Stegdoppelplatten "Lonlife-Plus".

Der Basispreis steigt natürlich, je nach Sonderwunsch der Verglasung. Jedoch muss ich sagen, dass ich mit einem höheren Aufpreis gerechnet habe (ca. 250 Euro mehr).


Winddichtigkeit

Das Haus ist relativ Winddicht, da auch an der Tür ausrechende Dichtgummis vorhanden sind. Nur am unteren Teil der Tür könnte es ziehen, jedoch reicht auch hier wieder ganz dünnes Tesa-Moll für Fenster und Türen. Die Scheiben sind alle rundum mit Dichtgummis in ihre Spalten gepresst, hier kann also nichts ziehen.


Das Fundament (inkl. Schneckensperre)

Maße:
270 x 310 cm (L x B)
Höhe 12 cm.

Das Fundament besteht aus Aluminium und muss an den vier Ecken einbetoniert werden. Das Haus wird nicht auf dem Fundament aufgebaut, sondern nach dem Zusammenbau des Gerüstes erst auf dieses gehoben und dann verschraubt werden. Man kann sich auch nur ein sog. "Basisprofil" bestellen, wenn man ein eigenes Fundament gießen möchte. Dieses Basisprofil wird dann auf dem selbst gebauten Fundament verschraubt. Auch hier werden im Anschluss die vormontieren Wände auf dem Basisprofil verschraubt.


Der Preis

Basispreis
2595 Euro

Extras wie Lackierung, weitere Fenster, Fensteröffner u.s.w. gibt es gegen Aufpreis.


Kurzzeiterfahrungen

Das Haus heizte sich gut auf und hielt die Wärme auch relativ lang. Durch die ausreichende Wärmedämmung der Verglasung, muss im Vergleich zu Häusern mit dünerer Verglasung weniger geheizt werden. Je nachdem, von welchem Winkel aus die Sonne scheint, werfen die Stege der Alltop-Platten leider doch viel Schatten. Der wahrnehmbaren Helligkeit tut dies aber kaum einen Abbruch. Die Alltop-Platten beschlagen wirklich kaum und wenn sie es dann doch teilweise ein wenig sind, trocknen sie auch sehr schnell wieder sobald die Sonne auf das Haus scheint. Eine Dachrinne ist direkt mit einer 300 Liter Regentonne verbunden. Ein verregneter Tag kann hier schon reichen, um das Fass zu füllen.


Schildkrötentür

Das Fundament wurde untergraben. Der Tunnel der durch die Grabung entstand, wurde mit einer Falltüre ausgestatet.

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Heizung

Beheizt wurde das Haus in der Übergangszeit mit einer Gasheizung.


Lieferung

Das Haus kommt Versandkostenfrei per Spedition und war in zwei Kartons verpackt. Der Rest stand auf einer Einwegpalette.


Besonderheiten

Es gibt für das Haus, wie weiter oben schon erwähnt, eine Menge an Zubehör und Extras.

1.
Das Aluminium gibt es auch in verschiedenen RAL-Farben.
Da wären u.a. grün, rot und blau.

2.
Es gibt zusätzliche Dach-, Seiten-, und Giebelaufstellfenster (auch nachträglich)

3.
Auch erhältlich: Isolierpolsterfolie

4.
Zusätzliche Türe

5.
Regale, Regalkonsolen, Aufhängeösen, Fensteröffner

u.v.m.


Zufriedenheit und Anmerkungen

Ich war mit dem Haus sehr zufrieden! Die Verarbeitung ist klasse, jedoch ist die Aufbauanleitung doch nicht einfach zu lesen. Laut Hersteller werden die Teile in Deutschland gefertigt. Auch der Service ist beim Hersteller prima.

Nutzung

Das Haus wurde für die Haltung von Wasser- und Landschildkröten genutzt. Die Wasserschildkröten wurden in Aquarien bzw. in einem Außen-/Innenteich gehalten. Mehr verraten hier die Bilder. Im Haus selbst hatten wir Strom (ein Muss!) und fließend Wasser (kein Muss).

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 Betreff des Beitrags: Hoklatherm "Flora" Typ100 Alltop
BeitragVerfasst: Fr 31. Jan 2014, 17:30 
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Registriert: Do 5. Dez 2013, 18:47
Beiträge: 117
Frühbeet

Hoklatherm "Flora" Typ100 Alltop

Grundfläche 1x1qm, Pultdach, Aluminiumrahmen, 16mm Alltop-Verglasung

Anschaffung 2006

Fundament:
EinUnterbau mit Pendelklappe beim Hersteller/ Händler erhältlich. Ich habe kein Fundament gekauft, sondern Rasenkantensteine aus Beton eingegraben und das Frühbeet mit Silikon draufgeklebt. Es hat sich seit 8 Jahren keinen Millimeter von der Stelle gerührt! Als Eingang dient eine selbst gefertigte Lamellentür - mit einem passgenauen Stein verschließbar. Zum Schutz gegen Wühlmäuse und Bodenkälte habe ich ringsherum Styrodurplatten 30cm tief in der Erde versenkt.

Preis:
2006 kostete das Frühbeet 260,- EUR. Heute kostet es entsprechend mehr. Preisvergleiche bei verschiedenen Anbietern lohnen sich auf jeden Fall.

Heizung:
Das Frühbeet steht praktisch ganztägig in der Sonne und wärmt sich schnell auf. Selbst bei Außentemperaturen unter den Gefrierpunkt werden innen über 20°C erreicht. Daher heize ich nur in der Übergangszeit an trüben Tagen – und das auch nur wenig. Dazu dient ein PAR38-Strahler aus der Zeit vor der Energiewende und eine Heizmatte über dem Schlafhaus.

Ausstattung:
- Ein automatischer Fensterheber ist ein MUSS.
- Eine Leiste mit 3 Steckdosen
- Erdspieß mit Strahler

Verwendung:
Ganzjährig für Thb Schlüpflinge und Jungtiere bis ca. 3 Jahre. Vor der Anschaffung meines Gewächshauses auch als Überwinterungsquartier

Zufriedenheit:

PLUSPUNKTE
- insgesamt ein kompaktes, solides Frühbeet.
- Alltop ist im Vergleich zu Polycarbonatplatten eindeutig die bessere Wahl. Nicht nur wegen der UVB-Durchlässigkeit sondern weil sich die breiteren Stege nicht mit Algen, Insekten oder Schmutz zusetzen. Und wenn, lassen sich die Zwischenräume leicht mit einer dünnen Flaschenbütste reinigen. Die Patten sind auch nach 8 Jahren immer noch relativ klar und durchsichtig.
- Alle Platten und Dichtungen lassen sich relativ leicht einzeln herausnehmen und wieder einsetzen.
- Die Aluprofile sind mit Hammerkopfschrauben und Standard-Gewächshausösen kompatibel, sodass man Lampen, Kabel, Thermometer etc. gut befestigen kann.

MINUSPUNKTE
Die 1x1 qm großen Pultdächer umzuklappen ist umständlich. Ich habe bei der Gehegeplanung keinen Platz für Weg und Ablagefläche eingeplant. Den Riesendeckel zu händeln und dabei nicht gleichzeitig auf gepanzerte Winzlinge zu treten, erfordert lange Arme und akrobatisches Geschick.
Bei einem Satteldach gäbe es diese Probleme nicht.

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BeitragVerfasst: Fr 31. Jan 2014, 17:45 
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Registriert: Do 5. Dez 2013, 18:47
Beiträge: 117
Frühbeet
Hoklatherm "Flora" Typ 200 mit 16mm ISO-Hohlkammerplatten

Grundfläche 1x2qm, 2 Pultdächer, Aluminiumrahmen16mm ISO-Hohlkammerplatten (Polycarbonat, einseitig mit UV-Schutz beschichtet)

Anschaffung 2006

Fundament
Der Hersteller bietet einen „Schildkrötenunterbau“ mit Pendelklappe an. Ich habe noch eine zweite Pendelklappe dazu bestellt. Das Frühbeet wird auf den Unterbau aufgesteckt. Das Ganze Gebilde ist so schwer, dass es ohne Verankerung an seinem Platz stehen bleibt. Wir haben es lediglich an den Ecken und an einer Seite mit Gehwegplatten eingefasst. Obwohl die Stürme hier in Norddeutschland z.T. heftig gewütet haben, rührte es sich nicht vom Fleck. Zum Schutz gegen Wühlmäuse und Bodenkälte habe ich ringsherum Styrodurplatten 30cm tief in der Erde versenkt.

Preis:
2006 kostete das Frühbeet incl. Fundament und Extra-Pendelklappe 470,- EUR. Heute kostet es entsprechend mehr. Preisvergleiche lohnen sich auf jeden Fall.

Heizung:
Dazu dient ein PAR38-Strahler aus der Zeit vor der Energiewende und eine Heizmatte über dem Schlafhaus.

Ausstattung:
- Automatischer Fensterheber an mindestens einem der beiden Pultdächer
- Eine Leiste mit Steckdosen
- PAR-38 Strahler

Verwendung:
Ursprünglich für meine 7 adulten Thb. Zur Zeit ist es unterteilt und grenzt an zwei Gehege. Die eine Hälfte bewohnen 4 semiadulte Thb. In die andere zieht sich die eine oder andere Adulte zurück. Sie haben zusätzlich ein Gewächshaus zur Verfügung.

Zufriedenheit:


PLUSPUNKTE
- Es ist insgesamt ein kompaktes, solides Frühbeet.
- Alle Platten und Dichtungen lassen sich relativ leicht einzeln herausnehmen und wieder einsetzen.
- Die Aluprofile sind mit Hammerkopfschrauben und Standard-Gewächshausösen kompatibel, sodass man Lampen, Kabel, Thermometer etc. gut befestigen kann.
- Die Pendelklappen sind praktisch. Erstaunlich, wie schnell die Schildkröten lernen, sie zu benutzen. Sie lassen sich in geöffnetem Zustand arretieren und mit einem Riegel fest verschließen.

MINUSPUNKTE
- Polycarbonatplatten sind schon aufgrund ihrer Bauweise wesentlich weniger durchsichtig als Alltop. Zusätzlich sammelt sich zwischen den Stegen häufig Kondenzwasser. Zusätzlich setzen sich die eng liegenden Stege leicht mit Algen, oder Schmutz zu. Besonders in den flach abfallenden Pultdach-Deckeln sammelt sich an der Unterkante viel an, aber auch an den Unterkanten der senkrechten Platten. Die Zwischenräume lassen sich nur mit großem Aufwand reinigen. Ohrenkneifer, Spinnen und Käfer werden von diesen „Insektenhotels“ angezogen und verenden darin, wo sie jahrelang bleiben bis sie zerbröseln.
- Die 1x1 qm großen Pultdächer umzuklappen ist umständlich. Bei der Gehegeplanung ist rechtzeitig eine Ablagefläche für das Pultdach zu berücksichtigen.
- Wenn man keinen Fensterheber eingebaut hat, kann es passieren dass die Deckel bei starkem Wind umklappen.
Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, würde ich ein Frühbeet mit Alltop-Verglasung und Satteldach nehmen.
- Die Pendelklappen blockieren leicht durch ein Steinchen oder kleine Äste. Da hilft nur: häufig kontrollieren oder offen lassen.

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 Betreff des Beitrags: Beckmann Frühbeet Allgäu Modell 3
BeitragVerfasst: Mo 3. Nov 2014, 21:27 
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Beckmann Typ Allgäu Modell 3 Größe 1 ALLTOP inkl. Verlängerung und automatischem Öffner

Größe
    Außenmaß 202x107x50/60 cm
    Innenfläche ca. 2 Quadratmeter


Verglasungsart

    16mm ALLTOP-Plexiglas SDP [das Modell 3 ist jedoch auch mit 16mm Polycarbonat-Stegdoppelplatten "Longlife-Plus", RESIST Plexiglas oder auf Anfrage aus einer Kombination aus diesen Verglasungsarten erhältlich; zusätzlich sind auch zwei unterschiedlichen Größen verfügbar]

    Aus überwiegend optischen Gründen habe ich mich für Alltop entschieden, da ich sehen will, was im Frühbeet los ist, ohne dabei den Deckel unnötig öffnen zu müssen. Zugegeben, die Platten sind an den Seitenwänden leicht beschlagen, das behindert die Sicht jedoch nur minimal und es bildet sich - ganz im Gegenteil zu einem 6mm Frühbeet des gleichen Herstellers - an den Innenseiten kein Kondenswasser.


Rahmenkonstruktion
    Die Stegdoppelplatten werden mit stabilen Aluminiumprofilen umfasst, welche mit Verbindungselementen aus grünem Kunststoff zusammengesteckt werden.


Zubehör
    Pro Deckel werden 2 Öffnungsstäbe mitgeliefert, es reicht meiner Meinung nach aber auch einer aus, um den Deckel hochzustellen. Ich habe sie daher nur an den Außenseiten eingebaut. Weiters gibt es eine Fensterverriegelung, womit der Deckel, der nicht mit einem automatischen Öffner verbunden ist, in mehreren Stufen manuell geöffnet werden kann und Erdanker zur Befestigung.


Aufbau
    Für den Aufbau der Frühbeete habe ich ca. eine Stunde benötigt, um die einzelnen Teile zusammenzuschrauben empfiehlt es sich jedoch, zu zweit zu arbeiten. An Werkzeug werden dabei lediglich ein Schraubenzieher und ein Steckschlüssel benötigt. Eine Spitzzange o.ä. ist beim Einfädeln der Schrauben in die Verbindungsprofile ebenfalls sehr hilfreich.


Versand und Lieferung nach Österreich (Stand: November 2014)
Die Lieferung nach Österreich erfolgt nur mit Vorkasse. Die Frühbeete werden mit einer Spedition geliefert, die Versandkosten nach Österreich belaufen sich pauschal auf ca. 15 Euro. (Ausgenommen Gewächshäuser mit Echtglas)
Die Lieferzeit beträgt nach Zahlungseingang ungefähr eine Woche.


Garantie
    Die Firma Beckmann gibt auf die ALLTOP Stegdoppelplatten 10 Jahre, auf den Aluminiumrahmen 20 Jahre Garantie.


Unterbau
    Das Fundament meines ersten Frühbeets besteht aus 4 Reihen Schalungssteinen, die letzte Reihe bildet den oberirdischen, ca. 25cm Sockel, in welchen zwei Eingänge integriert wurden. Diese sind mit Lamellenvorhängen verschlossen. Der zweite Unterbau wurde - da es erstens nicht für alle Ewigkeit an dieser Stelle stehen wird und zweitens eine bestehende Steinmauer als Fundament "zweckentfremdet" wurde - aus Lärchenholz gebaut, mit Styrodur gedämmt und hat ebenfalls zwei nach oben aufklappbare Türen.


Winddichtigkeit
    Das erste Frühbeet wurde im Frühjahr 2009, das zweite im Frühjahr 2010 aufgestellt, beide halten seitdem Sturm und Hagel stand. Die Frühbeete haben ein hohes Eigengewicht, ich habe daher keine Bedenken, dass ein starker Windstoß einen Deckel hochreißen und das gesamte Frühbeet mitnehmen könnte. Sicherheitshalber sind die Frühbeete aber auch noch mit Flachwinkeln, welche mit Hammerkopfschrauben an den unteren Aluprofilen befestigt wurden, mit dem Unterbau verschraubt. Die mitgelieferten Erdanker habe ich jedoch nicht verwendet…
    Die beiden Deckel stoßen exakt aneinander, sodass kein Regenwasser eindringen kann, was man von günstigeren Frühbeetmodellen mit geteilten Deckeln nicht behaupten kann.


Automatischer Öffner
    Ich habe den Öffner mehr oder weniger nach Montageanleitung eingebaut, er beginnt den Deckel bei ca. 23 Grad Lufttemperatur (am Boden gemessen) zu öffnen, ich habe aber ehrlich gesagt keine Ahnung, wann er sich genau wieder schließt, das entging bislang meiner Aufmerksamkeit.
    An wirklich heißen Tagen wird das Frühbeet auch noch zusätzlich beschattet, im Sommer bleibt der Deckel auch nachts schon mal offen...


Heizung
    Die Frühbeete stehen vollsonnig (9 bis 18 Uhr) und heizen sich auch an bewölkten Tagen ausreichend auf, um die Tiere auf Vorzugstemperatur zu bringen. Während der Winterstarre ist (meistens...) ein Frostwächter im Einsatz.


Preis (Stand: November 2014)
    Basisteil: EUR 314,95
    Verlängerung: EUR 259,95
    Öffner: EUR 45,95
    Versand nach Ö: EUR 14,95


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Résumé
    Ein Gewächshaus durfte ich zum Zeitpunkt des Kaufs der Frühbeete (2009/10) in meinem Garten nicht aufstellen werden, die Frühbeete anderer Hersteller werden nicht nach Österreich geschickt und ein Eigenbau kam aus Bequemlichkeit nicht in Frage - die Entscheidung für Beckmann fiel also relativ leicht... :zwink:

    Ich bin mit den Frühbeeten jedenfalls sehr zufrieden und bereue meine Entscheidung, gleich ein Frühbeet mit Verlängerung zu kaufen, überhaupt nicht. Im Gegenteil - zwei Verlängerungen wären besser gewesen, aber das Fundament ist gemauert und dementsprechend nicht so einfach erweiterbar wie das Frühbeet selbst. Aber selbst wenn man die Verlängerung nachträglich kauft, ist der Umbau wirklich sehr einfach und ist vermutlich eine Angelegenheit von 30 Minuten.

    An der Verarbeitung gibt es ebenfalls nichts auszusetzen, das Frühbeet ist seit 5 Jahren stabil, winddicht und lichtdurchlässig. Emailanfragen an die Firma Beckmann werden umgehend beantwortet und auch die problemlose Ersatzlieferung der beschädigten Alltopplatte hat im Endeffekt einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen.

- Sabine

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