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 Betreff des Beitrags: Was hat das zu bedeuten - Probleme
BeitragVerfasst: So 18. Jun 2017, 12:33 
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Arten: Emys orbicularis orbicularis Typ IIa, Chrysemys picta marginata
Hallo Schildkrötenexperten,

seit gestern hat eine meiner Chrysemys ein Problem. Sie schwimmt nervös umher, zuckt und schwimmt ruckartig, als ob sie etwas stechen würde, mag nicht fressen und hält es nur kurz auf der Sonneninsel aus. Es kommt mir so vor, als habe sie Schmerzen. Kann es sein, dass sie einen Kotballen nicht herausbekommt? Wie kann ich ihr helfen?

Mit Dank im Voraus,

Al

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BeitragVerfasst: So 18. Jun 2017, 15:50 
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Hallo!



Das kann viele Ursachen haben, ein entsprechend fach- und sachkundiger Tierarzt vermag diese durch entsprechende Untersuchungsmethoden in den meisten Fällen zu eruieren und basierend darauf einen Behandlungsplan auszuarbeiten, was auch die für Tier & Situation nachhaltigste Antwort auf deine Frage wie du ihm helfen kannst darstellen dürfte.



Lieben Gruß und alles Gute
Emanuel


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BeitragVerfasst: So 18. Jun 2017, 16:09 
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Wohnort: Düsseldorf
Arten: Emys orbicularis orbicularis Typ IIa, Chrysemys picta marginata
Vielen Dank, dann werde ich wohl morgen den TA konsultieren.

Eine Merkwürdigkeit möchte ich noch anfügen. Wir hatten uns ja mal über zu schnelles Wachstum unterhalten. Damals war es ja im Rahmen. Jetzt sind meine Tierchen seit vier Wochen im Teich und sind dort erst so richtig losgezogen. Ich habe weniger gefüttert (einmal täglich nach Sonnenuntergang so viel, wie in ca. drei Minuten verputzt wird - die Fische futtern dabei mit, hauptsächlich gefriergetrocknete Insekten und Krebse, zwei mal Wöchentlich verschiedene Pellets für Wasserschildkröten zusätzlich). Die Sonne erwärmt den Teich bei heißem Wetter auf 28°-30°C, durch nächtliche Abkühlung geht sie um ca. 6°C zurück. An kühlen Tagen war es mal 16°C in der Frühe und 22°C am Nachmittag. Der Teich ist komplett neu eingerichtet, nicht sonderlich groß und kann an und für sich nicht so viel "natürliche" Nahrung enthalten.

Das Wachstum in den 4 Wochen war :shock: von 49 mm, 22 g auf 64 mm, 46 g :shock:

zu erwarten wäre vielleicht 54 mm und 35 g gewesen.

Ich kann es mir nicht erklären. :verlegen:

Äußerlich ist alles unauffällig und nur bei dieser Schildkröte die Schwimmweise auffällig.

Was müsste ich ändern, damit sich das Wachstum wieder normalisiert?

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 09:10 
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Mal ehrlich, die Kleinen müssen doch wachsen. Männchen werde innerhalb von 4 Jahren oder so geschlechtsreif, wie sollen sie das machen, wenn sie nicht in der Jugend schnell wachsen? Das natürliche Futter findet sich draußen doch schnell ein, zum einen durch unendlich viele Mückenlarven, zum anderen schleppt man auch mit Pflanzen das ein oder andere ein. Ich habe gestern hocherfreut in einer meiner Außenteichwannen eine große Wasserfloh-Population gefunden und erstmal alle anderen fischfreien Behälter damit angeimpft.
Ich glaube, mein Zwerg, der neulich mit 6g und 2 cm ankam, hat sich auch schon verdoppelt, wobei das einzige, was der zur freien Verfügung hat, Büschelfarn mit Blattläusen ist :). Wohnt drinnen in einer Mörtelwanne.

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 11:55 
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Arten: Emys orbicularis orbicularis Typ IIa, Chrysemys picta marginata
So, zurück von Dr. Straub:

Er hat die Schildkröte untersucht inklusive Röntgen. Allgemeiner Gesundheitszustand ist hervorragend. Im Darm ist ein nicht definierbarer Schatten, womöglich irgendwelche unverdaulichen Partikel, die die Darmpassage behindern. Medikation: Lactulose als mildes Abführmittel und Metacam gegen Schmerzen.

Ich hoffe mal auf baldige Heilung. :roll:

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 12:00 
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Arten: Emys orbicularis orbicularis Typ IIa, Chrysemys picta marginata
supernicky hat geschrieben:
Mal ehrlich, die Kleinen müssen doch wachsen. Männchen werde innerhalb von 4 Jahren oder so geschlechtsreif, wie sollen sie das machen, wenn sie nicht in der Jugend schnell wachsen? Das natürliche Futter findet sich draußen doch schnell ein, zum einen durch unendlich viele Mückenlarven, zum anderen schleppt man auch mit Pflanzen das ein oder andere ein. Ich habe gestern hocherfreut in einer meiner Außenteichwannen eine große Wasserfloh-Population gefunden und erstmal alle anderen fischfreien Behälter damit angeimpft.
Ich glaube, mein Zwerg, der neulich mit 6g und 2 cm ankam, hat sich auch schon verdoppelt, wobei das einzige, was der zur freien Verfügung hat, Büschelfarn mit Blattläusen ist :). Wohnt drinnen in einer Mörtelwanne.


Über das Ausmaß wird heftig diskutiert. Der TA sagt, man hat nur wenig Einfluss auf das Wachstum. Über das Futter oder Temperatur. Ganz ehrlich: Jungtiere extra hungern lassen, damit sie nicht zu schnell wachsen, ist Quatsch. Wechselwarme Tiere extra kühl halten ist auch Quatsch. Fressen sie die ausreichende Menge Proteine und legen sich in die Sonne, dann wachsen sie eben. Die Futtermenge und Zusammensetzung ist i.O. Was sie sonst noch finden ist dann eben Natur.

Ich werte das Wachstum jetzt mal tendenziell positiv. Dr. Straub war zufrieden.

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 13:32 
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Hi

alfriedro hat geschrieben:
Der TA sagt, man hat nur wenig Einfluss auf das Wachstum. Über das Futter oder Temperatur. Ganz ehrlich: Jungtiere extra hungern lassen, damit sie nicht zu schnell wachsen, ist Quatsch. Wechselwarme Tiere extra kühl halten ist auch Quatsch.


Sicher, das Wachstum unter annähernd natürlichen Bedingungen ist eben eine gegebene Sache.

Nur wenn Futter gegeben wird welches mehr Protein und Eiweiße enthält als es Futtertiere/Pflanzen je enthalten könnten und die Temperatur unnötig hoch gedreht wird sieht das meiner Meinung nach anders aus... :roll:

Das kann man dann mit den Rekord-Bodybuildern in der Muckibude vergleichen. Wenn ein Lauchkörper innerhalb eines Jahres entgegen seiner Veranlagung ausschaut wie der Hulk kann das nicht gesund sein. Und ist es auch nicht. Eben weil es auf natürlichem Wege nicht geht.

Soviel dazu.

Zu der Wassertemperatur in deinem Teich, wo hast du die gemessen? Haben die Tiere die Möglichkeit auch kühlere Bereiche aufsuchen zu können?

Zu den Fremdkörpern, hast du mal Eierschale verfüttert?

lg Marco

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BeitragVerfasst: Mo 19. Jun 2017, 16:25 
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Arten: Emys orbicularis orbicularis Typ IIa, Chrysemys picta marginata
Schneckenschubser hat geschrieben:
Hi

alfriedro hat geschrieben:
Der TA sagt, man hat nur wenig Einfluss auf das Wachstum. Über das Futter oder Temperatur. Ganz ehrlich: Jungtiere extra hungern lassen, damit sie nicht zu schnell wachsen, ist Quatsch. Wechselwarme Tiere extra kühl halten ist auch Quatsch.


Sicher, das Wachstum unter annähernd natürlichen Bedingungen ist eben eine gegebene Sache.

Nur wenn Futter gegeben wird welches mehr Protein und Eiweiße enthält als es Futtertiere/Pflanzen je enthalten könnten und die Temperatur unnötig hoch gedreht wird sieht das meiner Meinung nach anders aus... :roll:

Das kann man dann mit den Rekord-Bodybuildern in der Muckibude vergleichen. Wenn ein Lauchkörper innerhalb eines Jahres entgegen seiner Veranlagung ausschaut wie der Hulk kann das nicht gesund sein. Und ist es auch nicht. Eben weil es auf natürlichem Wege nicht geht.

Soviel dazu.

Zu der Wassertemperatur in deinem Teich, wo hast du die gemessen? Haben die Tiere die Möglichkeit auch kühlere Bereiche aufsuchen zu können?

Zu den Fremdkörpern, hast du mal Eierschale verfüttert?

lg Marco


Die Wassertemperatur habe ich oberflächennah im Schattenbereich gemessen.

Bei großer Wärme können die Tiere in der Tiefe kühlere Bereiche aufsuchen. Sie halten sich nach meiner Beobachtung gerade an den wärmsten Plätzen auf z. B. unter einem Baumstück im Flachwasser, sofern sie nicht drauf liegen, oder auch direkt unter den Seerosenblättern. Lieblingsplätze der Schildkröten sind am Ufer angelehnte Schieferplatten, die von Pflanzen überwuchert werden. Da ist es anscheinend besonders warm, ich habe das aber noch nicht nachgeprüft. In der Tiefe ist eine Mulmschicht, die immer als Fluchtziel angesteuert wird. Nachts schlafen sie gerne darin, ich vermute auch tags, wenn es sonst zu warm ist. Sonst liegen sie an eher sonnigen bzw. halbschattigen Stellen unter Wasser. Wollen die es so?

Zu den Fremdkörpern: Es könnte sein, dass sie Schneckenhausteile von Bänderschnecken verschluckt hat, solche habe ich im Teich gesehen. Die gepeinigte Schildkröte hat inzwischen einen ordentlichen (ziemlich viel für so ein kleines Tier) Schiss gemacht. Ich beobachte noch, wie es ihr danach geht, auf jeden Fall ist sie ruhiger geworden. Schneckenhausteile habe ich da nicht bemerkt (müsste sich ja etwas Hartes darin befinden).

Vielleicht hat sich das ja jetzt damit erledigt.


Fehleranalyse:
Vielleicht muss ich etwas ändern, weiß aber noch nicht was:

Zum Futter: In diesem Insekten- und Krebsfutter sind Proteine und Ballaststoffe entsprechend der Tiere, die normalerweise im Wasser leben, enthalten. Nur sind die Vitamine nicht mehr so hoch, wie in frischen Wassertiere. Daher bekommen die Schildkröten zwei mal wöchentlich zusätzlich Pellets, wo weniger Proteine, mehr pflanzliche Ballaststoffe aber eben insbesondere zugesetzte Vitamine und Mineralien enthalten sind. Soeben habe ich mal gewogen - pro Gabe 2 g, entweder getrocknete Insekten oder Pellets. Das teilen sich 8 junge Schildkröten mit Fischen (7 Moderlieschen, ca. 7 Schwertträger ca. 2,5 - 5 cm, 1 Zebrabuntbarsch derzeit 3 cm und ein kleiner Goldfisch von ca. 7 cm). Die Pellets sind von Tetra: ReptoMin und ReptoMin Energy sowie von Sera: reptil Carnivor. Das fressen sie mit wahrer Gier. Trotzdem nur zwei mal wöchentlich, ansonsten Gammarus, Garnelen, getrocknete Minifische und Wasserwanzen, Ameisenpuppen und was da noch so drin ist. Sie bekommen kein Fleisch oder Frischfisch mehr zusätzlich und fressen ein wenig an Wasserpflanzen herum. Die wachsen allerdings nicht sonderlich doll außer die Seerose. Fadenalgen machen sich allmählich breit. Vom Rand her wächst Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) ins Wasser. Was an Naturfutter in den Teich gelangt, kann ich nicht feststellen. Möglicher weise Libellen (einmal wurde ich Zeuge), kleine Schecken oder Regenwürmer. Ruderwanzen oder Wasserläufer habe ich noch nicht entdeckt. Vielleicht verschwinden sie ja direkt in einer Schildkröte.

Der Teich wird gefiltert über einen Oase Biosmart 14000. Ich habe darauf geachtet, dass hauptsächlich oberflächennahes Wasser in der Zirkulation ist. Die Randbereiche an den Enden des Teichs sind kaum durchströmt. Das sind die beliebten Zonen für die Emys. Die Chrysemys sind lieber in der strömungsreicheren Zone. Auch haben die Schildkröten eine Vorliebe für nur eine Hälfte des Teichs, obwohl er annähern symmetrisch gestaltet ist. Es ist die, wo sich der Mulm angehäuft hat und wo die Nachmittagssonne hin scheint.

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