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BeitragVerfasst: Sa 30. Nov 2013, 15:46 
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Wohnort: Deutschlands sonniger Süden
Arten: europäische und afrikanische Schildkrötenarten
.


Deutscher Namen, wissenschaftlicher Namen:

Europäische Sumpfschildkröte, Emys orbicularis

    hier die Unterart Emys orbicularis orbicularis


    Image

    Älteres Weibchen der heimischen Unterart



Herkunft
    Art: Stehende und langsam fließende Gewässer, Asien über Mittel- und Südeuropa bis Nordafrika
    beschriebene Unterart: Mitteleuropa, auch Deutschland und Österreich, in der Schweiz läuft ein Wiederansiedlungsprojekt


durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart:
    15-18 cm, selten über 20 cm


Zeiten von Inaktivität
    3-5 Monate Winterstarre


Kosten eines Jungtieres
    40-50 €


    Image

    Eine kleine österreichische Sumpfschildkröte (Foto SabineS)



Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird
    sehr gut, ausgewachsene Emys werden häufig gesucht, insbesondere die der heimischen Unterart Emys orbicularis orbicularis


Verschiedene Bezugsquellen
    Emys sind bei Züchtern und auf Börsen erhältlich, aber sehr selten im Zoohandel. Der Kauf direkt beim Züchter ist zu empfehlen.


Verfügbarkeit
    Je nach Unterart gut bis gelegentlich bei Züchtern erhältlich, die heimische Genvariante allerdings nur mit höherem Aufwand und Wartezeit


Biotop
    Als Jungtiere provisorischer kleiner Freilandteich bzw. Aquarium,
    ab 3-4 Jahre ausbruchsicher eingezäunter Gartenteich mit Landteil

Mindestanforderungen an den Platz
    für eine kleine Gruppe ausgewachsener Sumpfschildkröten ist mindestens 5-10 m² Teichfläche im Garten notwendig

Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis

Jungtiere:
  • Aquarienunterbringung (ca. 300 € bis 500 €): Aquarium 80-100 cm, sehr gute Beleuchtung inkl. UV-B Strahlung (z.B. Lucky Reptile Bright sun), Heizung, Filter, evtl. Kühlschrank für die Starre
  • Freilandunterbringung in einem provisorischen Jungtierteich (ca 50-150 €) + frostsicherer Platz für die Starrezeit, z.B. Kühlschrank

Erwachsene Tiere:
  • Der Aufwand für die Errichtung eines ausbruchsicheren Gartenteiches ist schwer zu schätzen, er hängt zu stark vom handwerklichen Geschick des Gartenbesitzers ab.

Futter und seine Beschaffung:
    Carnivor (Fleischfresser): die Tiere ernähren sich von Insekten, Würmern, Larven, kleinen Fischchen etc. Das Futter kann ggfs. tiefgefroren oder als Trockenfutter im Zoohandel gekauft werden. Im Gartenteich können die Tiere sich zum Teil selbst ernähren

Gruppenhaltung möglich?
    Ja, aber nicht mehrere Männchen in der selben Gruppe


Schutzstatus
    Die Tiere sind nach der FFH-Richtlinie der EG geschützt. Ähnlich dem Verfahren bei Anhang b Tieren des Bundesartenschutzgesetzes ist ein Erwerb nur mit Herkunftsnachweis legal, darüber hinaus ist die Haltung meldepflichtig.

Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?
    Mich fasziniert es, eine Tierart zu pflegen, die geradezu der Inbegriff für exotische Tiere ist, die aber dennoch bei uns heimisch ist, was allerdings die wenigsten wissen. In einigen Gebieten Deutschlands und Österreichs leben aber noch wilde Populationen. Diese letzten Sumpfschildkröten sind bei uns leider extrem vom Aussterben bedroht. Als Heimtiere kommen sie gut mit unserem Klima zurecht. Man kann ihnen deshalb ganzjährig ein großzügiges Platzangebot zur Verfügung stellen. Selbst in klimatisch weniger begünstigten Lagen Deutschlands ist das noch möglich, wenn man sich Tiere aus dem nördlichen Verbreitungsgebiet zulegt. Das sind neben der heimischen Gen-Variante (Haplotyp II b) vor allem Tiere aus Ostpolen bis Russland. Das einzig Problematische ist die gute Kletterfähigkeit dieser Tiere. Sie erfordert einigen Aufwand bei der Einzäunung des Gartenteiches. Sonst büxen die Tiere unweigerlich früher oder später aus.

Weiterführende Information

Video über wildlebende Emys



CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Cuora galbinifrons
BeitragVerfasst: Fr 6. Dez 2013, 23:18 
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Wohnort: Deutschlands sonniger Süden
Arten: europäische und afrikanische Schildkrötenarten
Deutscher Artname, wissenschaftlicher Artname

Hinterindische Scharnierschildkröte, Cuora galbinifrons galbinifrons

(im Auftrag eines Halters dieser Art)



    Image


Natürliches Verbreitungsgebiet

    Vegetationsreiche feuchte Bergwälder, Süd-China, auf der Insel Hainan, Nord-Vietnam


durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

    16 bis 19 cm, selten bis 22 cm


Aktivitätszeit

    Je nach Wetter ab Mai im Freigehege bis zum Frostbeginn. Die Tiere halten dort im Herbst ihre Winterruhe. Dann Terrariumhaltung


Kosten eines Jungtieres

    Ab 300 €


Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird (Stufen: sehr gut - möglich - schwierig - nahezu unmöglich)

    Sehr gut


Verschiedene Bezugsquellen

    Züchter


Verfügbarkeit (Stufen: gut - gelegentlich/überregional - meist nur mit höherem Aufwand und Wartezeit)

    selten, meist nur mit höheren Aufwand und Wartezeit, noch sehr wenige Zuchterfolge


Biotop (z.B. Gartenteich, Aquarium, Aquaterrarium, Terrarium, Gewächshaus mit oder ohne Freigehege)

    Terrarium und Freigehege. Gut bepflanzt, viele Versteckmöglichkeiten, Wurzeln und Korkröhren
    Im Terrarium (Waldterrarium) hoher Bodengrund, Waldboden, Laub, Moos
    Strahlungswärme (Spottstrahler 40 bis 60 W) nicht zu helle Grundbeleuchtung, über den Pflanzen habe ich Energiesparlampen, bei Jungtieren mit UVB Anteil

    Evtl. Heizmatte/Heizkabel an der Terrariumrückwand oder Decke um Tagsüber eine Grundwärme von 24°C bis 26°C zu bekommen, nachts kälter ca.20°C

    Freigehege mit sicherer Umzäunung, die Tiere klettern sehr gut. Sie lieben einen (kleinen), flachen Teich mit Bepflanzung und guter Deckung.


Mindestanforderungen an den Platz


    Terrarium ab 1 qm


Futter und seine Beschaffung

    Würmer, Schnecken, Babymäuse, kleine Fische und Krebse, wenig weiches Obst und Beeren, selbstgemachter Schildkrötenpudding, Frostfutter


Gruppenhaltung möglich?

    Einzelhaltung im Terrarium. Im Freigehege um 10qm ist eine kleine Gruppe möglich, muss aber beobachtet werden, auch Weibchen können untereinander unverträglich sein. Männliche Tiere sind untereinander unverträglich und müssen getrennt gehalten werden.


Schutzstatus

    Die Tiere sind nach WA II streng geschützt, ein Erwerb ist nur mit Herkunftsnachweis- Zuchtbescheinigung legal, die Haltung ist meldepflichtig


Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

    Es sind wunderschöne Tiere. Die Färbung und Zeichnung des Panzers und Weichteile sind für jedes Tier sehr variabel. Einige Tiere weisen unterschiedliche Brauntöne auf, andere sind sehr farbig mit Orange- und Rottönen. Die Augen sind sehr beeindruckend. Es sind eher ruhige Tiere, die oft mehrere Tage versteckt bleiben. Sie sonnen sich meistens versteckter zwischen Pflanzen, beobachten so mit ausgestreckten Hals ihre Umgebung. Man muss schon mit den Augen suchen, um sie zu entdecken,…ein toller Anblick. Die Tiere sind eher etwas für den geduldigen Beobachter/Halter.
    Cuora galbinifrons gelten als sehr stressanfällig. Frühere Wildfänge, die gut beim Halter eingewöhnt sind, gehen bei Ortswechsel oftmals für einige Zeit schlecht bis sehr schlecht ans Futter. Nachzuchten sind da unproblematischer, mit erworbenen Tieren hatte ich nie Probleme


Weiterführende Information

http://www.clemmys.de
http://www.isv.or.at/schildkroeten/c_ga ... ifrons.htm

Asiatische Sumpfschildkröten von Maik Schilde
Marginata Nr.17, April/Mai 2008

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www.emys-home.de
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BeitragVerfasst: So 8. Dez 2013, 16:46 
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Arten: Kinosternon cruentatum, Testudo hermanni, Trachemys scripta elegans, Sternotherus odoratus, Emys orbicularis, Testudo gracea nabeulensis
Kinosternon cruentatum, Kinosternon scorpioides cruentatum

Deutscher Artname, wissenschaftlicher Artname

Rotwangen-Klappschildkröte, Rotkopfklappschildkröte, Kinosternon scorpioides cruentatum

Dateianhang:
p1050362iqkp9gfeh2.jpg
p1050362iqkp9gfeh2.jpg [ 64.67 KiB | 3719-mal betrachtet ]


Natürliches Verbreitungsgebiet

Küstengebiete Mittelamerikas

durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

10-15 cm, je nach Lokalform und Geschlecht

Aktivitätszeit

Tropische Art, deshalb ganzjährig aktiv. Diese Art macht keine Winterruhe

Kosten eines Jungtieres

ca. 30-50 Euro

Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird

Sehr gut.

Verschiedene Bezugsquellen

Überwiegend Züchter. In Tierheimen, Auffangstationen und Zoohandel ist diese Art so gut wie gar nicht zu bekommen oder nur in Ausnahmefällen.

Verfügbarkeit

Es gibt schon einige Züchter. Mitunter muss man eine gewisse Wartezeit und auch Anfahrtsweg in Kauf nehmen.

Biotop

Da sie es ganzjährig sehr warm braucht, ist sie am besten im Aquarium zu halten.

Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest

Mindestens 100 m x 50 cm x 40 m (LxTxH), größer ist natürlich immer besser.

Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis

Aquarium, Beleuchtung, Heizung, Filter, Einrichtung so um die 300- 500 Euro.

Futter und seine Beschaffung

Kinosternon cruentatum ernährt sich hauptsächlich carnivor. Die Futterbeschaffung ist, wenn man einen gut sortierten Zoohandel hat sehr einfach. Kinosternon cruentatum sind von klein auf eigentlich wenig wählerisch. Es wird alles gut angenommen, was ins Maul passt.

Trockenfutter: Sticks, getrocknete Gammerus, Garnelen, Fische, Regenwürmer
Lebendfutter: Regenwürmer, Schnecken und alles was kreucht und fleucht
Frostfutter: Mückenlarven, Garnelen, Gammerus, kleine Futterfische, Krill, Mysis, Babymäuse, etc.
Pflanzliches: Wasserlinsen, Wasserpest und diverse andere Schwimmpflanzen werden von meinen Tieren schon recht gerne genommen. Von den Jungtieren allerdings noch nicht. Nur von den beiden Adulten.

Gruppenhaltung möglich?

Nein! Unbedingt Einzelhaltung von klein auf. Die Art ist leider sehr unverträglich.

Schutzstatus

Keinen

Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?

Sie ist eine hübsche, recht kleinbleibende Art, die gut für das Aquarium geeignet ist. An sich ist sie in der Haltung, Fütterung etc. total unproblematisch. Eine wirklich absolut Anfänger geeignete Art. Schön ist natürlich auch, dass man ganzjährig was von den Tieren hat, da sie keine Winterruhe machen. Die Vergesellschaftung mit anderen ruhigen Mitbewohnern wie ruhigen Fischen oder Garnelen funktioniert total gut.

Problemtisch ist, dass man wirklich nur ein Tier halten kann. Aber so glücklich dürften die wenigstens Schildkröten bei Vergesellschaftung sein. Diese Art ist Artgenossen sehr aggressiv. Wer mehrere Tiere halten will, braucht mehrere Becken.

Weiterführende Information

http://mola111.de.tl/Kinosternon-cruentatum.htm
http://www.klappschildkroete.de/
http://www.zierschildkroete.de/pages/ha ... ntatum.php

Literatur:

Maik Schilde "Schlammschildkröten"

Sebastian Nickl "Pflege und Vermehrung der Rotwangen-Klappschildkröte (Kinosternon scorpioides cruentatum)" - Marginata Nr. 31, Sept-Nov. 2011, Jahrgang 8(3)

Sebastian Nickl "Haltung und Zucht der Rotwangen-Klappschildkröte Kinosternon scorpioides cruentatum" -
Radiata Heft 3/2009

Carl D. May "Die Rotwangen-Klappschildkröte, Kinosternon scorpioides cruentatum, in menschlicher Obhut"
Schildkröte im Fokus Heft 3/09

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Grüße Mola111
Schildkrötenstammtisch Rhein Main e. V.

"Bevor man etwas Großes tut, sollte man sich immer eine Frage stellen! Wie gut ist meine Idee von eins bis erobere Russland im Winter."


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 Betreff des Beitrags: Artbeschreibung Kinixys nogueyi
BeitragVerfasst: So 8. Dez 2013, 20:23 
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Arten: Kinosternon cruentatum, Testudo hermanni, Trachemys scripta elegans, Sternotherus odoratus, Emys orbicularis, Testudo gracea nabeulensis
Deutscher Artname, wissenschaftlicher Artname

Westafrikanische Gelenkschildkröte, Glattrand-Gelenkschildkröte, Kinixys nogueyi
    (hochgeladen im Auftrag von "turtle-bine" und "Knarf")


    Dateianhang:
    bild1qxn8ghiota.gif
    bild1qxn8ghiota.gif [ 330.17 KiB | 3825-mal betrachtet ]



    Natürliches Verbreitungsgebiet

      Westafrika – Senegal bis Kamerun und weite Teile in Zentralafrika


    Durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

      ca. 20 cm


    Aktivitätszeit

      ganzjährig aktiv, verminderte Aktivität im Winter, ebenso können manche Tiere in sehr heißen Sommern eine Art Sommerruhe einlegen


    Kosten eines Jungtieres

      ab ca. 70 - 100 Euro aufwärts


    Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird

      schwierig bis sehr gut – hier kommen ja eher erfahrenere Halter in Frage


    Verschiedene Bezugsquellen

      es werden sowohl Nachzuchten als auch noch Wildfänge angeboten. Züchter sind Börsenkäufen vorzuziehen


    Verfügbarkeit

      eher seltener im Angebot


    Biotop

      Terrarium: savannenähnliche Einrichtung mit Gräsern und kleinen Sträuchern, Bodengrund sandige Erde, flaches Wassergefäß, Versteckmöglichkeit (ich habe halbrunde Rindenverstecke), bei Bepflanzung auf ungiftige Pflanzen achten.


      Dateianhang:
      bild259c0qbmai1.gif
      bild259c0qbmai1.gif [ 356.91 KiB | 3825-mal betrachtet ]
      Bild 2

      Freilandhaltung: im Sommer in geschützten Gehegen mit Frühbeet möglich und vorteilhaft für die Tiere – Einrichtung wie im Terrarium

      Haltungstemperatur im Sommer: ca 25 -30 Grad C mit leichter Nachtabsenkung auf 20- 25 Grad C – häufiges Übersprühen in dieser Zeit fördert die Aktivität der Tiere
      Haltungstemperatur im Winter: ca 20-24 Grad mit Nachtabsenkung auf ca 18 Grad – tiefere Temp. über längere Zeit vermeiden


    Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest

      Platzangebot so viel wie möglich; ab 1,2 m mal 0,6 m für ein Paar aufwärts. Bei eingewöhnten Tieren sind viel größere Terrarien sehr vorteilhaft, sie sind sehr lauffreudig


    Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis

      HQI, UV B Lampe (bright sun, ultra vitalux ), flaches Wasserbecken, falls das Becken in kühlen Räumen steht, ist evtl. auch eine Nachtheizung ( Elsteinstrahler ) nötig


    Futter und seine Beschaffung

      herbivor: Romanasalat, Paprika, Pilze ( Wald – wie auch Kulturpilze ), Möhre, Apfel, Kiwi, Birnen, Banane ( beide letzgenannten Früchte wenig anbieten ), Wildkräuter: Löwenzahn, Wegericharten, übliches Futter wie für europ. Landschildkröten
      carnivor: Regenwürmer, Nachtschnecken, kleine Gehäuseschnecke , fettfreies klein geschnittenes Rinderherz, Schildkrötenpudding, Grillen, Heuschrecken, Wiesenplankton, tote nestjunge Mäuse, hartgekochtes Ei

      Futter muß man probieren, manche Tiere leben fast nur herbivor, andere fressen auch Aas


    Gruppenhaltung möglich ?

      Ja, aber trotzdem auf Verträglichkeit achten, ich halte beide Geschlechter bisher ohne Probleme zusammen


      Dateianhang:
      bild3r0b9cgdjyv.gif
      bild3r0b9cgdjyv.gif [ 427.88 KiB | 3825-mal betrachtet ]


    Schutzstatus

      Anhang B – meldepflichtig mit Herkunftsnachweis


    Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?

      Auffällig ist der etwas stelzende Gang – die Tiere sind Zehenläufer mit den Vorderbeinen.


      Dateianhang:
      bild4us40xvb69o.gif
      bild4us40xvb69o.gif [ 329.16 KiB | 3825-mal betrachtet ]


      Dateianhang:
      bild55dwhmzqcl0.gif
      bild55dwhmzqcl0.gif [ 362.27 KiB | 3825-mal betrachtet ]


      Kinixys haben am hinteren Carapax ein Gelenk, was das teilweise Herunterklappen ermöglicht. Die Unterart K. b. nogueyi hat als Unterscheidung zu den anderen 3 Unterarten nur 4 Zehen an den Vorderbeinen. Je nach Autor werden 4 bzw. 5 anerkannte Unterarten genannt: K. b. lobatsiana, K. b. belliana, K. b. zombensis, K. b. spekii, K. b. nogueyi

      Wildfänge können voller Parasiten sein, was bei dieser Art regelmäßig zu großen Problemen führen kann. Viele Tiere, besonders Wildfänge können extrem scheu und streßanfällig sein. Lange Eingewöhnungszeit einplanen. Neuerdings macht diese Art weniger Probleme als Wildfänge vergangener Zeiten. Ich würde sie aber trotzdem nicht gerade als Anfängertier bezeichnen.


    Weiterführende Information

      Holger Vetter: Glattrand-Gelenkschildkröte, Heft Nr. 28, Chimaira BuchhandelsgmbH, www. chimaira.de,
      Irmtraut Jasser-Häger u. Hans-Dieter Philippen: Bemerkungen zur Biologie und zur alternativen Haltung und Zucht von Kinixys belliana nogueyi, (LATASTE, 1886). MARGINATA Nr. 1
      Sylvia und Volker Büddefeld: Haltung und Zucht der Glattrand-Gelenkschildkröte. Tropische Landschildkröten, DRACO Nr. 8, Jahrgang 2
      Heidi Rogner: Landschildkröten, Seite 27
      Veronika Müller, Wolfgang Schmidt: Landschildkröten. Natur und Tier -Verlag ISBN 3-931587-02-09

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 Betreff des Beitrags: Re: Artbeschreibungen
BeitragVerfasst: So 15. Dez 2013, 12:32 
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Beiträge: 30
Arten: Macrochelodina parkeri, M. rugosa, Chelodina spec., C. reimanni, Kinosternon cruentatum
Macrochelodina rugosa (siebenrocki)


Deutscher Artname, wissenschaftlicher Artname

Nördliche Schlangenhalsschildkröte, Siebenrock`s Schlangenhalsschildkröte, Macrochelodina rugosa/siebenrocki (beide Arten wurden zusammengefasst)

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Natürliches Verbreitungsgebiet


Australien, Papua Neu Guinea

durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

30 - 40 cm, keine nennenswerten Größenunterschiede der Geschlechter. Die Länge des Halses beträgt ungefähr 70% der Carapaxlänge.

Aktivitätszeit

Tropische Art, deshalb ganzjährig aktiv. Diese Art macht keine Winterruhe

Kosten eines Jungtieres


ab 40 Euro

Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird

Gut.

Verschiedene Bezugsquellen

Überwiegend vom Züchter. In Tierheimen und Auffangstationen ist diese Art eigentlich gar nicht zu bekommen oder nur in Ausnahmefällen. Im Zoohandel wird sie eher selten angeboten.

Verfügbarkeit

Es gibt schon einige Züchter. Mitunter muss man eine gewisse Wartezeit und auch Anfahrtsweg in Kauf nehmen.

Biotop

Aufgrund der benötigten Temperaturen sollte sie im Aquarium gehalten werden

Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest


Mindestens 150 m x 100 cm x 70 m (LxTxH), größer ist natürlich immer besser.

Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis

Großes Aquarium, Beleuchtung, Heizung, Filter, Einrichtung so um die 500- 800 Euro.

Futter und seine Beschaffung

Macrochelodina rugosa ernährt sich fast rein carnivor, Pflanzen werden nur sehr selten bis gar nicht gefressen. Die Beschaffung ist, hat man einen gut sortierten Zoohandel und Asia-Laden, sehr einfach. Jungtiere bevorzugen Futter in roter Farbe, sind sie etwas größer sind die Tiere wenig bis nicht wählerisch. Da sie sehr verfressen sind solte man darauf achten nicht zu viel zu füttern.

Trockenfutter: Sticks, getrocknete Gammerus, Garnelen, Fische werden eher ungern genommen (so zumindest meine Erfahrung)
Lebendfutter: Regenwürmer, kleine Schnecken
Frostfutter: Mückenlarven, Garnelen, Gammerus, Futterfische, Krill, Mysis, selbst hergestellter Futterpudding
Pflanzliches: Ab und an knabbern meine Tiere an den Wasserpflanzen, ansonsten wird pflanzliche Nahrung verschmäht.

Gruppenhaltung möglich?

Da die Tiere sehr verträglich sind ist eine Gruppenhaltung eigentlich völlig unproblematisch. Ausahmen bestätigen auch hier die Regel.

Schutzstatus


Keinen

Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?


Als Jungtiere extrem aktiv, als adulte Tiere eher ruhig und gemächlich bleiben sie mit ihrem permanenten Grinsen im Gesicht immer kleine Clowns die sehr neugierig ihre Umwelt erkunden. Sie sind alles andere als scheu. Es sind eigentlich völlig unkomplizierte Pfleglinge achtet man auf die benötigte Wassertemperatur von 24 - 29 Grad Celsius. Ein hoher PH-Wert ist von Vorteil. Da sie keine Winterruhe halten hat man das ganze Jahr über etwas von seinen Tieren.

Problematisch dürfte die zu erwartende Endgröße sein, die ein sehr großes Becken erfordert und bei den notwendigen Temperaturen hohe Energiekosten verursacht. Ansonsten halte ich die Tiere für absolut unproblematische Pfleglinge dieeinem sehr viel Freude bereiten.

Weiterführende Information:

http://www.carettochelys.com/macrochelodina/macrochelodina_rugosa.htm
https://chelid.com/siebenrocki.html
http://www.austinsturtlepage.com/Care/caresheet-northern_australia_snakeneck.htm
Marginata 9 (März/April/Mai 2006): PORTRÄT Siebenrocks Schlangenhalsschildkröte, Macrochelodina siebenrocki (Werner, 1902), Hans - Dieter Philippen


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BeitragVerfasst: Do 9. Jan 2014, 15:01 
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Registriert: Do 28. Nov 2013, 20:11
Beiträge: 8
Deutscher Artname, wissenschaftlicher Name

Köhlerschildkröte, Chelonoidis carbonaria


    Image
    Köhlerschildkröte (Foto aus Wikipedia)

    Diese Art ist trotz des enorm großen Verbreitungsgebietes und den damit verbundenen, doch erheblich unterschiedlichen klimatischen Bedingungen,zur Zeit noch monotypisch. Hier beschrieben werden Tiere aus dem nördlichen Verbreitungsgebiet-incl.nördl. Brasilien

    Natürliches Vorkommen

      südlich absteigend
      östliches Panama, Ausläufer des östl. Kolumbien,nördl. Venezuela,Guyana,Surinam,nördl. franz. Guyana,nördl. Brasilien


    natürliche Endgröße der Art

      im nördlichen Verbreitungsgebiet bleiben die Tiere in der Regel wesentlich kleiner als im Süden. Sie erreichen im Schnitt 25-35 cm- in Ausnahmefällen auch 45-50 cm


    Aktivitätszeit

      ganzjährig-keine Winterstarre


    Kosten eines Jungtieres

      je nach Züchter 80-110 Euro


    Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit

      Die Tiere als Jungtiere zu erwerben ist leicht. Sie in späteren Jahren weiter zu vermitteln gestaltet sich schwierig, da sich zu diesem Zeitpunkt das Problem der Größe und der angemessenen Winterhaltung in den Vordergrund stellt.


    Verschiedene Bezugsquellen

      Private Züchter, Börsen, evtl Tierheim. Der private Züchter ist sicherlich die beste Variante


    Verfügbarkeit

      In Anbetracht der oft unterschätzten Endgröße und dem ebenfalls unterschätzten Haltungsaufwand möchte ich sagen, dass ich die derzeitigen Möglichkeiten, solche Tiere zu erwerben, schon beinahe zu gut finde. Aber sie sind eben gut.


    Biotop

      Köhlerschildkröten können/sollten von Anfang an, an natürliches UV gewöhnt werden. Das bedeutet ,dass sie von Anfang an in der wärmsten Zeit des Jahres draußen gehalten werden sollten. Nicht zu vernachlässigen ist hier, dass die nächtliche Temperatur nicht dauerhaft unter 20 Grad fallen sollte.
      Die Tiere sollten über ein der Größe angemessenes Freigehege verfügen. Bedacht werden muss hier, dass es sich um äußerst lauffreudige Tiere handelt.
      Ein Gewächshaus bzw Frühbeet dient zum Schutz und ist unerlässlich. Hier können mit Hilfe technischer Mittel die erforderlichen Wärmebedingungen hergestellt werden.
      Je nach Wetterlage werden die Tiere im Spätsommer/Frühherbst ins Haus geholt und dort angemessen über den Winter gebracht. Für kleinere Tiere reicht noch ein Terrarium, größere Tier benötigen einen eigenen Raum, in den z.B. ein Frühbeet eingebracht werden kann, in dem man die nötige Luftfeuchtigkeit herstellen kann, ohne dass alle Wände anfangen zu schimmeln.


    Mindestanforderung an den Platz

      Ich beherberge zur Zeit 3 Jungtiere in der Winterzeit in einem Terrarium von der Größe: 250/50/60. Im Sommer steht ihnen momentan ein ca 15 qm großes Gehege mit Frühbeet zur Verfügung
    .


    Erforderliche technische Ausstattung

      Geschlossenes Terrarium mit Lüftungsgittern, UV Versorgung, Wärmestrahler, Hqi Strahler, Beregnungsanlage.
      Die technische Ausstattung (ohne Terrarium) beläuft sich bei mir auf ca 500 Euro.


    Image

    Terrarium für drei junge Köhlerschildkröten (2,50 m x 0,50 m)


    Futter und Beschaffung

      Meine Köhlerschildkröten bekommen zu ca 80% Wildkräuter, so wie die mediterranen Tiere. In unregelmäßig-regelmäßigen Abständen füttere ich mageren Fisch, Stinte, Schnecken, Kellerasseln, Regenwürmer, Garnelen etc. Im Sommer finden die Tiere in der Freilandhaltung selbst ausreichende Nahrung. Im Winter greife ich oft zu Opuntien und Feigenkaktus, welche sich das Jahr über wunderbar groß ziehen lassen. Manchmal verfüttere ich Postelein, Feldsalat, Radiccio oder Endivie, vermischt mit aufgeweichten Heucops.


    Gruppenhaltung

      In der Regel können die Tiere gut zusammen gehalten werden, so lange das Verhältnis richtig ist und der Platz ausreicht. Ein Männchen und drei Weibchen dürften kein Problem darstellen, bzw prozentual angemessen natürlich gehen auch größere Gruppen.


    Schutzstatus

      Köhlerschildkröten sind meldepflichtig mit Herkommensnachweis, jedoch ohne EU-Bescheinigung


    Was gefällt Dir besonders gut?

      Mir gefällt natürlich das äußere Erscheinungsbild besonders gut. Außerdem mag ich das tropische Klima, mit den tollen Möglichkeiten das Terrarium/ Frühbeet zu gestalten - und, nicht zuletzt, die große Zutraulichkeit der Tiere.


    Was findest Du evtl. schwierig

      Ganz sicher die zu erwartende Endgröße und die damit verbundene Haltungsproblematik im Winter.


    Weiterführende Informationen


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BeitragVerfasst: Fr 10. Jan 2014, 23:41 
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Registriert: Sa 21. Dez 2013, 04:03
Beiträge: 568
Wohnort: Magdeburg
Deutscher Name, wissenschaftlicher Name:

Spornschildkröte, Geochelone sulcata

    Unterarten: Bisher keine Unterarten bekannt, geringe geographische Unterschiede werden beschrieben und nach ersten genetischen Untersuchungen existieren eine westliche und eine östliche Form. Das Bilden einer eigenen Gattung Centrochelys ist noch strittig.
Dateianhang:
DSC06978ev.JPG
DSC06978ev.JPG [ 69.44 KiB | 3586-mal betrachtet ]



Herkunft:
    Nördliches Zentral-Afrika bzw. dem südlichem etwa 8000km langen und 500-700km breitem Randgebiet der Sahara auch Sahelzone genannt.
    Bitte unbedingt Kenntnisse über den Sahel- dem natürlichem Lebensraum der Spornschildkröten aneignen!


mögliche Endgröße der Art:
    80-100cm Carapaxlänge bei einem Gewicht zwischen 80 und 100kg

Durchschnittliche Größe:
    50-70 cm Carapaxlänge bei einem Gewicht um 45-60kg


Aktivitätszeit :

    In unseren Breiten ganzjährig aktiv, verminderte Aktivitätszeit im Sommer bzw. Winter. Die Fortpflanzungsaktivität liegt hauptsächlich zwischen September bis Mai. Findet die Paarung im Oktober bis November statt so kann ab Januar bereits mit einem Gelege gerechnet werden. Fünf bis sechs Eiablagen hinter einander , jeden Monat eines, sind möglich. Pro Gelege werden bis zu 40 Eier abgelegt.


Kosten eines Jungtieres:
    70-120 € -bitte unbedingt an die Folgekosten denken, wer mit den Anschaffungskosten schon ein Problem hat der sollte besser Abstand von der Spornschildkrötenhaltung nehmen!

Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird .

    Jungtiere gut , -gute und langfristige Vorbereitung bei der Abgabe von erwachsenen Tieren. Die Kontaktpflege zu anderen Schildkrötenhaltern bzw. die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Schildkröten kann bei einer notwendigen Vermittlung hilfreich sein.


Verschiedene Bezugsquellen, (z.B. Tierheim, Züchter, Reptilienbörse, Zoohandel)
    Der Erwerb dieser Tiere direkt vom Züchter ist auf jeden Fall vor zu ziehen.

Verfügbarkeit (Stufen: gut - gelegentlich/überregional - meist nur mit höherem Aufwand und Wartezeit):
    Jungtiere gut -wenn auch nicht gleich beim Zoohandel um die Ecke.
    Bei größeren oder adulten Tieren bedarf es doch einen höherem Aufwand .


Biotop (z.B. Terrarium, Gewächshaus oder Stall mit Freigehege):
    Für Sulcata-Babys genügt ein provisorisches aber geräumiges Terrarium; für Jungtiere ist ein kleines Gewächshaus mit angrenzendem Freilandbereich notwendig. Für adulte Tiere ist es sehr von Vorteil wenn sie in einem eigenem Stall mit angrenzendem Freilauf untergebracht sind.


Mindestanforderungen an den Platz:
    Für ein Pärchen adulter Spornschildkröten muss für die Winterzeit ein beheizbarer und gut wärmeisolierter Raum oder Stall von mind.10-15qm zur Verfügung stehen. Desweiteren zusätzlich noch ein beheizbarer Raum der selben Größe, zur Auslaufverlängerung; zur Eiablage oder auch nur zum trennen der Tiere falls erforderlich.
    Ein angrenzendes Freigehege für die Sommermonate von mindestens 200qm muss für eine dauerhafte Unterbringung zur Verfügung stehen. Und zusätzlich, abtrennbar, noch einmal eine Fläche von ca. 200qm als Wiese, zur Heugewinnung, zum abweiden und als Eiablageplatz .

Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis:
    Babys: Terrarium min. 1,50m x 0,50m; Beleuchtung-PowerSun UV 160Watt ( Wärme, Licht+ UVA/UVB ) oder ähnliches. Sprühflaschen, Badeschalen, Waage, Thermometer, Hygrometer ( ca. 300-400,-€)

    Jungtiere: Kleines beheizbares ( incl. UVA/UVB Strahler, Wärmestrahler und Beleuchtung) Gewächshaus oder Schlafhäuschen ( Tiergröße und Anzahl beachten) mit umzäunten Freilauf für die Sommermonate. Sprühflaschen, Badeschalen, Waage, Thermometer, Hygrometer ( 600,- € )

    Erwachsene Tiere: Großes beheizbares Gewächshaus oder beheizbarer Stall, Keller oder anderes leerstehendes Nebengelass. Große Fenster nach Süden sind nach vom Vorteil. Mehrere regelbare Heizstrahler von ca.1000 Watt und Temperaturregler oder andere Heizungssysteme, UVA/ UVB Strahler, Beleuchtung, HQI Strahler, Inkubator falls Zucht, Sprühflaschen, Gießkanne oder Luftbefeuchter, Badebecken, Waage, Thermometer, Hygrometer. Material zur Umfriedung des Auslaufs wie Einschlaghülsen und Baudielen . Unterbringung für mögliche Nachkommen (siehe Babys und Jungtiere). Sackkarre oder Schubkarre notfalls für den Transport auf dem Grundstück. Für den Transport zum Tierarzt eignet sich am besten ein PKW-Kombi und ein leichter Holzrahmen zum einschränken der Bewegungsfreiheit. Die Kosten und der Aufwand sind erheblich .Darum ist es sehr von Vorteil wenn man nicht nur über handwerkliches Geschick verfügt sondern wenn man auch noch ein Verwertungszentrum für Baustoffe, zur Materialbeschaffung, nutzen kann.

Futter und seine Beschaffung:

    Heu, Stroh sind die Hauptbestandteile der täglichen Fütterung eine Überfütterung ist so nicht möglich. Eine Wiese zum Abweiden( Vorsicht im Frühjahr) –oder auch Rasenschnitt als frische Beimengung zum Heu oder zu Agrops, Romanasalat, Wildkräuter frisch oder auch getrocknet, Möhren, Sepia oder ähnliches und vieles andere mehr. Bei der Trockenfütterung immer genügend Wasser reichen oder das Futter auch mal etwas anfeuchten. Trink und Badestellen verkeimen sehr schnell!

Auf keinen Fall die Tiere unnötig mit zu viel Grünfutter verwöhnen oder mästen ! Immer daran denken wo die Tiere eigentlich beheimatet sind. :!:

Beschaffung vom Landhandel, Zoohandel oder teilweise selber ernten und trocknen.


Gruppenhaltung möglich?
    Ja, aber nur wenn Stall, Freianlage ( Freianlage für große Tiere mehrere hundert qm) und Geldbeutel dementsprechend groß genug sind und sich die Tiere nicht ständig gegenseitig bedrängen. Auf keinen Fall sollten es zu viele Tiere sein denn sollten die Tiere doch einmal erkranken muss man wegen der Tierarztkosten tief in die Tasche greifen.

Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?
    Ihre Größe, Kraft und Gestalt ist einfach beeindruckend, ihre Neugierde und ihr Wesen lassen uns immer wieder erstaunen. Auch die Spornschildkrötenbabys ziehen den Betrachter in ihren Bann -sie erscheinen viel selbständiger als andere Schildkrötenbabys.

Problematisch ist die Selbstüberschätzung einiger Halter bzw. das Verkennen der Realität das sich die winzigen Spornschildkrötenbabys zu wahren Giganten von bis zu 80kg entwickeln können.
Dateianhang:
Dateikommentar: Schlüpfling wiegt ca.40g; Muttertier wiegt ca.40kg
DSC04498Kv.JPG
DSC04498Kv.JPG [ 91.28 KiB | 3586-mal betrachtet ]


Das entwickeln von nahezu mütterlichen Gefühlen gegenüber kleinen Spornschildkrötenpfleglingen erscheint mir sehr problematisch -man kann diese Tiere regelrecht Krank- oder auch Todpflegen. Dabei sind sie doch voll entwickelt und vollkommen selbstständig.
Ein Irrglaube ist das es Spornschildkröten immer schön warm haben müssen und immer viel leckeres Grünfutter zum fressen benötigen. Die Tiere können dann gierig riesige Mengen Grünfutter in sich rein stopfen was dann zu starken Blähungen und Durchfall führen kann. Die dabei aufgenommene Eiweißmenge ist auf Dauer unnatürlich hoch und schadet den Tieren.
Problematisch ist die Nichteinhaltung der nächtlichen Temperaturabsenkung und eine zu trockene Haltung. Zu schnelles Wachstum bei ungenügender Mineralisierung (Dampfaufzucht), Höckern und Überreizung der Schleimhäute sind mögliche Folgen.
.

Es sind keine Reittiere und auch keine "Rasenmäher"!!!!


Weiterführende Information (z.B. Internetseiten, Bücher etc.)

"Panther- und Spornschildkröte" von Holger Vetter
Fotothread zu Spornschildkröten

Viel Wissen kann man sich auch selber aneignen in dem man die Möglichkeit der Mitgliedschaft in den Arbeitsgemeinschaften nutzt sowie die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden Workshops.



Bernhard

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BeitragVerfasst: So 12. Jan 2014, 10:18 
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Arten: Kinosternon cruentatum, Testudo hermanni, Trachemys scripta elegans, Sternotherus odoratus, Emys orbicularis, Testudo gracea nabeulensis
Deutscher Name, wissenschaftlicher Name:

Tunesische Landschildkröte, Testudo graeca nabeulensis


Dateianhang:
IMGP1347.JPG
IMGP1347.JPG [ 1.77 MiB | 3563-mal betrachtet ]


Natürliches Verbreitungsgebiet

Nordafrika: Tunesische Küstenregion

durchschnittliche Endgröße der Art/Unterart

Männchen ca. 12-13 cm mit um die 300 g, Weibchen werden etwas größer. Im Großen und Ganzen doch eine angenehm klein bleibende Art.

Aktivitätszeit (Stufen: ganzjährig aktiv - verminderte Aktivitätszeit im Sommer bzw. Winter - Winterstarre)

Im Sommer eine Aestivation (Trockenruhe) von 4-8 Wochen. Einige Halter haben auch gute Erfahrungen mit einer verkürzten Hibernation (Winterstarre).

Kosten eines Jungtieres

100-150 Euro

Dateianhang:
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Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird (Stufen: sehr gut - möglich - schwierig - nahezu unmöglich)

Weibchen ganz gut, bei Männchen zum Teil nicht ganz so einfach. So gefragt wie andere Arten sind sie leider nicht, zu dem gelten sie als empfindlich und schwierig.

Verschiedene Bezugsquellen, (z.B. Tierheim, Züchter, Reptilienbörse, Zoohandel)

Bei Züchtern sind die Tiere mittlerweile ganz gut zu bekommen. Männliche Tiere sitzen zum Teil auch in Auffangstationen.

Verfügbarkeit (Stufen: gut - gelegentlich/überregional - meist nur mit höherem Aufwand und Wartezeit)

Eventuell mit weiterem Fahrtweg und auch Wartezeit verbunden, aber es gibt mittlerweile doch einige Züchter.

Biotop (z.B. Gartenteich, Aquarium, Aquaterrarium, Terrarium, Gewächshaus mit oder ohne Freigehege)

Im Winter Terrarium, im Sommer ist bedingt eine Außenhaltung möglich. Wer ein begünstigtes Klima hat, kann mit entsprechendem Frühbeet/Gewächshaus und Technik eine Außenhaltung probieren.

Mindestanforderungen an den Platz, wie du sie als richtig empfindest

Im Winter Terrarium 2 m x 1m für 1 Tier. Wer eine Gruppe mit Männchen und Weibchen halten möchte, sollte unbedingt auch eine zumindest zeitweise getrennte Unterbringung des Männchens mit einrechnen.

Erforderliche technische Ausstattung inkl. ungefährem Gesamtpreis (Winterstarreunterbringung nicht vergessen)

Wer eine Innen- und Außenhaltung betreibt, sollte ein anständiges Frühbeet/Gewächshaus einrechnen, Terrarium, Lucky reptile bright sun 70 W, Röhre oder weitere HQI für die Ausleuchtung des Terrariums, Ultraschallverneblungsgerät, Lampe und Elsteinstrahler oder andere Form der Heizung für das Frühbeet oder Gewächshaus.

Weiterhin sollte man sich auch der laufenden Kosten wie Strom, etc. bewußt sein.

Wer einiges selber baut, kommt wohl mit ca. 800-1.000 Euro hin. Wer alles fertig kaufen muss, der kann sich ja anhand alleine für die Kosten von Terrarium und Frühbeet ausrechnen, dass man da auch schnell mal bei 1.300-1.500 Euro ist.

Futter und seine Beschaffung

Ernährung herbivor: Überwiegend getrocknete Wildkräuter, Agrobs, frische Wildkräuter. Beschaffenheit ist eigentlich recht einfach. Wildkräuter kann man entweder im Sommer selber trocknen, mittlerweile haben aber auch schon Zoohandel oder Kaninchenshops eine große Auswahl an getrockneten Kräutern. Lediglich im Winter ist die Beschaffenheit von frischen Kräutern mal 2 Monate recht schwierig, vor allem wenn man mehrere Tiere zu versorgen hat.

Gruppenhaltung möglich?

Gruppenhaltung von reinen Weibchengruppen geht ganz gut, gemischte oder Männchengruppen sind eher schwierig bzw. überwiegende Zeit Trennung und Einzelhaltung von Männchen nötig.

Schutzstatus

* Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen - Anhang II
* EU-Artenschutzverordnung - Anhang A
Somit bei zuständigen Amt meldepflichtig

Was gefällt euch so gut an dieser Art, was empfindet ihr ggfs. als problematisch?

Sehr klein bleibende, aktive und hübsche Art, die sehr lauffreudig und sehr interessant ist, vor allem die Männchen. Mit entsprechendem Interesse, technischer Ausstattung, vorigem Informieren und eventuelle Begleitung durch einen seriösen Züchter oder erfahrenen Halter halte ich diese Art auch für Anfänger durchaus für machbar. Deutsche Nachzuchten sind recht unkompliziert, bei Tieren aus Auffangstationen (meist Wildfänge) und Urlaubsmitbringseln aus dem Tunesienurlaub sind oft anfällig und leiden an kronischen Rotznasen, wenn sie überhaupt erst mal überleben. Solche Tiere gehören meiner Meinung eher in erfahrene Hände. Bei der Außenhaltung sollte Wert vor allem auf die Unterbringung gelegt werden. Zu kalte Haltung und auch zu feuchte (vor allem Bodenfeuchte) Haltung vertragen die Tiere nicht sehr gut und neigen dann ebenfalls schnell zu Rotznasen oder anderen Erkrankungen. Auf hohe Luftfeuchtigkeit sollte dagegen geachtet werden. Man sollte dem Klima des Herkunftsgebietes schon Rechnung tragen. Wem die Art gefällt, sollte sich aber trotzdem nicht von dem Ruf verschrecken lassen und wird viel Freude mit dieser Art haben.

Weiterführende Information (z.B. Internetseiten, Bücher etc.)

Außer den folgenden Internetseiten und dort erwähnten Veröffentlichungen ist Literatur leider Mangelware:

http://www.sigs.ch/testudo%5CTESTUDO_2007_Vol_16_Heft_3_Seite_05.pdf

http://www.nabeulensis.de/index.php
http://schildkroete-bayern.npage.de/meine-testudo--graeca-nabeulensis/testudo-graeca-nabeulensis.html

_________________
Grüße Mola111
Schildkrötenstammtisch Rhein Main e. V.

"Bevor man etwas Großes tut, sollte man sich immer eine Frage stellen! Wie gut ist meine Idee von eins bis erobere Russland im Winter."


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 18:00 
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Arten: Chrysemys picta dorsalis, Sternotherus minor peltifer, Rhinoclemmys p. manni
Zwerg-Moschusschildkröte Sternotherus minor

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(Fotos: Jungtier Sternotherus minor peltifer. Zum Vergrößern Klicken.)

2 Unterarten:
Südliche Zwerg-Moschusschildkröte, Sternotherus minor minor
Nördliche Zwerg-Moschusschildkröte, Sternotherus minor peltifer

Natürliches Verbreitungsgebiet:
Südosten der USA (Virginia, Tennessee, Georgia, Florida).
Sternotherus minor minor bewohnt den Südosten, Sternotherus minor peltifer den Nordwesten des Verbreitungsgebietes.
Die Unterarten unterscheiden sich äußerlich geringfügig in Größe und Hautzeichnung. Sternotherus minor minor hat eine schwarze Punktzeichnung auf graubraunem Untergrund, bei Sternotherus minor peltifer verschmelzen die Punkte zu schwarzen Streifen auf gelbbraunem Untergrund. Sternotherus minor peltifer ist flacher und etwas kleiner als die Nominatform.

Endgröße:
Sternotherus minor minor: durchschnittlich 8-11cm, max. 14cm
Sternotherus minor peltifer: durchschnittlich 7-10cm, max. 11,7cm

Aktivitätszeit:
Gemäßigtes Klima-> verminderte Aktivitätszeit im Winter für 2 Monate bei ca. 12°C.
Vorwiegend tag- und dämmerungsaktiv.

Kosten eines Jungtieres:
Sternotherus minor minor: ab 50€
Sternotherus minor peltifer: ab 150€

Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird:
gut

Bezugsquellen:
Züchter

Verfügbarkeit:
Sternotherus minor minor: gelegentlich/überregional
Sternotherus minor peltifer: meist nur mit höherem Aufwand und Wartezeit

Biotop:
Weil sich die Art im Wasser eher kletternd fortbewegt, benötigt sie ein gut strukturiertes und reich bepflanztes Aquaterrarium. Sie hält sich bevorzugt im Wasser auf und gräbt sich dort gerne im Sand ein oder verkriecht sich unter Laub und Wurzeln. Gesonnt wird sich gerne im Wasser treibend, weshalb man den Wärmespot teilweise auf die Wasseroberfläche richten sollte.

Mindestanforderungen an den Platz:
Aquarium L x B x H: 100cm x 40cm x 40cm und Landteil ca. 0,2m²

Erforderliche Ausstattung:
- Aquarium ab L x B x H: 100cm x 40cm x 40cm
- für ein weibliches Tier: Eiablagekiste ab L x B x H: 30cm x 20cm x 20cm
- Grundbeleuchtung: Vollspektrum-Leuchtstoffröhren z.B. Narva Biovital
- Spotstrahler: 40W-Halogenspot oder kleiner Halogenmetalldampfstrahler, z.B. Bright Sun UV 35W
- Außenfilter oder Hamburger Mattenfilter
- Bei Bedarf: Heizstab ab 100W für die Sommermonate
- Quarzsand als Bodengrund
- Strukturrückwand
- Korkröhren als Sonnenplatz und als Aufstieg zum Landteil
- Moorkienwurzeln, Wasserpflanzen und getrocknetes Laub als Versteck
- für die Unterbringung während der Wintermonate: Kunststoffbox, Thermostat (z.B. UT200), 50W-Heizstab und kühler Keller oder separater Kühlschrank.

Futter:
-lebendes oder aufgetautes tierisches Futter, z.B. Regenwürmer, Stinte, Wasserschnecken, Muscheln, Mückenlarven, Heimchen, Garnelen, Grammarus (auch getrocknet), Schildkrötenpudding und Babymäuse.
-Wasserpflanzen und Algen.

Gruppenhaltung:
Bei oben beschriebener Beckengröße bevorzugt einzelne Unterbringung.
Es gibt auch Berichte über erfolgreiche Gruppenhaltungen von Sternotherus minor minor, bestehend aus zwei Weibchen oder einem Männchen mit zwei Weibchen.

Schutzstatus:
keiner

Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?
Besonders gefällt mir das nette Aussehen (Riesenkopf, tolle Panzerform) und die kletternde Fortbewegungsart im Wasser. Ihr Jagdverhalten ist sehr interessant, z.B. wenn sie in der Nähe von Beute minutenlang mit geöffnetem Kiefer regungslos verharrt und dann zuschnappt.
Eine schöne Art für die Haltung in der Wohnung: sie benötigt recht wenig Platz und braucht keine komplizierte Technik. Das Becken kann schön bepflanzt werden, weil sie so gut wie keine Pflanzen frisst.
Zu beachten ist eine gute Ausbruchssicherung des Beckens, da die Tiere senkrechte Wände hochklettern können, wenn sie etwas "Grip" haben!
In Europa gibt es leider nur wenige Züchter und Abstammungslinien von Sternotherus minor peltifer.

Weiterführende Information:
Rau, Jens: Die Zwerg-Moschusschildkröte Sternotherus minor, Natur und Tier-Verlag; 2010
Schilde, Maik: Schlammschildkröten, Münster, Natur und Tier – Verlag; 2001
MARGINATA Nr. 5, Titelthema "Moschusschildkröten", Natur und Tier – Verlag

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Gruß Nicole


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BeitragVerfasst: Mo 13. Jan 2014, 18:41 
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Beiträge: 216
Wohnort: Oberpfalz
Arten: Chrysemys picta dorsalis, Sternotherus minor peltifer, Rhinoclemmys p. manni
Pracht-Erdschildkröte / Rhinoclemmys pulcherrima manni

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Foto: Rhinoclemmys pulcherrima manni beklettert Terrarium-Rückwand

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Foto: weibliches Tier

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Foto: Aquaterrarium für eine Pracht-Erdschildkröte

Natürliches Verbreitungsgebiet:
Trockenwald in Süd-Nicaragua bis Costa Rica, daher ganzjährig warm halten - nicht unter 20°C, im Winter eine Trockenperiode simulieren.

Durchschnittliche Endgröße:
20cm, Männchen kleiner

Aktivitätszeit:
ganzjährig aktiv

Kosten eines Jungtieres:
ab 40€

Derzeitige Weitervermittlungsmöglichkeit, falls einmal eine Abgabe nötig wird:
möglich

Bezugsquellen:
Züchter

Verfügbarkeit:
gelegentlich/überregional

Biotop:
Aquaterrarium, ca. 2/3 Land, 1/3 Wasser

Mindestanforderungen an den Platz:
Grundfläche 150/60cm für 1 Tier, ab 150/80cm für 2-3 Tiere

Erforderliche technische Ausstattung:
- Geschlossenes Aquaterrarium
- Flacher Wasserteil (z.B. Katzenklo)
- Beleuchtung: Tageslichtröhren (z.B. T5 Narva Biovital) und ein UV-Spot (z.B. Bright sun UV 70W)
- Heizung abhängig von Umgebungstemperatur: bei Haltung im geschlossenen Aquaterrarium im Wohnraum keine weitere Heizung nötig, ansonsten z.B. Elsteinstrahler einsetzen oder Wasserteil beheizen.
- Regenanlage oder manuell mit Drucksprüher beregnen
- Erde als Bodengrund (ca. 15-20cm hohe Schicht)
- Getrocknetes Laub
- Pflanzen als Deckungsmöglichkeit und Nahrungsquelle: z.B. Bromelien, Golliwoog, Begonien
- Korkröhren als Deckungsmöglichkeit und als Übergang vom Wasser- zum Landteil
- Äste zum Strukturieren und ggf. zum Aufbinden von Bromelien
Gesamtkosten ab ca. 500€

Futter und seine Beschaffung:
tierisch: Regenwürmer, Stinte, Babymäuse, Schnecken, größere Insekten
pflanzlich: Wildkräuter, Früchte, Blüten, ungiftige Terrarienpflanzen

Gruppenhaltung:
möglich, mehrere Weibchen oder ein Männchen + mehrere Weibchen

Schutzstatus:
keiner

Was gefällt dir so gut an dieser Art, was empfindest du ggfs. als problematisch?
Die Pracht-Erdschildkröte gehört zu den farbenprächtigsten Schildkröten, ihr Panzer sieht aus wie mit leuchtenden Farben bemalt.
Sie verhält sich sehr aufgeweckt und neugierig, bewegt sich viel (und erstaunlich schnell), sonnt sich, vergräbt sich, badet, klettert oder erkundet ihr Terrarium.
Problematisch ist die Eingewöhnungsphase. Bis sich ein Neuzugang an die neue Umgebung gewöhnt hat und gut frisst, können Wochen bis Monate vergehen.

Weiterführende Information:
Maik Schilde (2004). Die Pracht-Erdschildkröte. Münster: Natur und Tier Verlag. ISBN 3-937285-33-4
Marginata Nr.7, September 2005
Radiata, Ausgabe Januar 2011

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