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 Betreff des Beitrags: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Mo 6. Nov 2017, 23:29 
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Registriert: Mo 6. Nov 2017, 23:14
Beiträge: 6
Hallo Ihr Lieben, ich bin neu hier ... aus Gründen:
mein Grieche verhält sich nicht wie gewohnt.
Er hat seine Schlafkiste draußen mit Floraton. Buddelt sich normalerweise frühzeitig ein und ist bis zum Frühjahr nicht gesehen. Dieses Jahr ist es anders, Er buddelt sich nicht ein. War bis vor kurzem auch aktiv, hatte auch noch Hunger. Aktuell "schläft" er, aber nicht eingegraben. Schaue täglich. Er rührt sicht nicht. Klar, ist kalt. Aber das ist keine Winterstarre. Es beunruhigt mich. Wir sind keine Anfänger. Der Kleine ist fast 50 Jahre alt. Habe ihn als Kind bekommen. Seit bestimmt 30 Jahren klappte die Überwinterung genau so perfekt... Was stimmt nun nicht? OK, es ist relativ warm draussen... Die Erde war anfangs recht feucht....Geht es anderen auch so? Was soll ich denn machen?


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Di 7. Nov 2017, 11:57 
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Beiträge: 114
Wohnort: Oldenburg
Hallo
Ich würde garnichts machen. Die Schildkröte wird alles alleine schaffen. Das Wetter war bis jetzt noch nicht richtig winterlich und da dauert es eben länger bis sich die Tiere zur Starre eingraben.
Ich würde keine Lampen mehr anmachen und dafür sorgen dass es im Frühbeet nicht friert. Du kannst auch schon etwas trockenes Laub auf das Tier geben. Es wird sich in den nächsten Tagen richtig eingraben, dann kannst du den Schlafplatz mit viel Laub auffüllen.
Bei mir waren bis vor wenigen Tagen auch noch einige Thb wach.
Viele Grüße
Sabine


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Mi 8. Nov 2017, 00:24 
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Registriert: Mo 6. Nov 2017, 23:14
Beiträge: 6
Danke für die Antwort. Macht mir etwas Mut, dass alles richtig ist ... Er hat seine Schlafkiste draußen wie immer. Reguliert ist nur, dass es nicht zu kalt wird, falls mal alles einfriert. Normalerweise kommt er klar. Ich hatte dieses Jahr das Gefühl, dass er irgendwann sein Winterquartier wollte... War immer so... er grub sich ein, und es war im Frühjahr doch immer spannend, ob er es geschafft hat. Für uns immer ein Freudenfest :-) Bis jetzt hat er sich nicht eingegraben. Es ist aber zu kalt für Herumlaufen. Hat mich heute fröhlich angeschaut, als ich geguckt habe... Zu kalt für Action, zu warm für Winterstrarre.... Gehts nur uns so?


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Mi 8. Nov 2017, 14:41 
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Arten: europäische und afrikanische Schildkrötenarten
Paige hat geschrieben:
Er hat seine Schlafkiste draußen wie immer. Reguliert ist nur, dass es nicht zu kalt wird, falls mal alles einfriert.

Kein Gewächshaus, kein Frühbeet?

CU, A.

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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Do 9. Nov 2017, 10:01 
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Registriert: Mo 6. Nov 2017, 23:14
Beiträge: 6
Ain't it? hat geschrieben:
Paige hat geschrieben:
Er hat seine Schlafkiste draußen wie immer. Reguliert ist nur, dass es nicht zu kalt wird, falls mal alles einfriert.

Kein Gewächshaus, kein Frühbeet?

CU, A.


Im Grunde erfüllt die Schlafkiste die Funktion des Frühbeets. Hat Wärmelampe für die Übergangszeit, Glasdach, und aufklappbares Dach. Ist aber auch isoliert. Sobald er im Frühjahr aktiv ist, darf er aber auch raus in sein Freigehege, schläft dann nachts oder an kälteren Tagen noch drin und bleibt dann komplett draußen. Für die Überwinterung kommt Floraton zum Eingraben rein. Laub oder Stroh zum Abdecken. "Normalerweise" merkt man ihm schon an, wann er in die Winterstarre möchte. Irgendwann ist er dann auch eingebuddelt und bis zum Frühjahr weg.

Wie schon gesagt, ich habe ihn schon sehr lange, die Überwinterung klappt seit fast 30 Jahren genau so. Er kennt den Ablauf :-)

Nur dieses Jahr ist es anders. Er gräbt sich nicht ein, sondern liegt oben. Aktuell ist es 7 Grad. Er rührt sich nicht vom Fleck, ist aber wach. Kann es sein, dass er das Eingraben nun nicht mehr schafft bei dieser Temperatur? Andererseits war es dann auch immer wieder recht warm und wir hatten eine ungewöhnlich hohe Luftfeuchtigkeit in der Schlafkiste. Die Erde hatte ich nicht von gewohnter Stelle gekauft, aber es sollte Floraton sein. Bin am Überlegen, ob ich nochmal austauschen soll.
Bin echt ratlos, woran es liegen könnte. So kann ich ihn bis März nicht lassen. Er ist ja wach.

Bin für jeden Tipp dankbar.
LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Do 9. Nov 2017, 19:05 
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Hallo Paige!



Wie dick ist denn die Abdeckschicht?
Wenn möglich, nimm die Lampen raus & alles Weitere, was nach oben hin stört und füll das Häuschen am Abend bis oben hin mit deiner bzw. seiner gewohnten Abdeckschicht dick voll.
Voraussetzung: Das Tier is ansonsten völlig in Ordnung... wenn es irgendwo bei der Fitness des Kerls hapern sollte oder er sich möglicherweise auf sonst irgend eine Art und Weise "gestört fühlen" sollte (gab's in den letzten Wochen/Monaten irgendwelche einschneidenden Veränderungen in seinem gewohnten Lebensraum?), dann nützt das natürlich genau eines: gar nix. Aber das kannst naturgemäß du besser einschätzen, als die User hier im Forum.



Lieben Gruß
Emanuel


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Do 9. Nov 2017, 21:13 
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Registriert: Do 28. Nov 2013, 10:11
Beiträge: 259
Wohnort: Deutschland
Arten: 1.4 THHercegovinensis
Hallo,
ich finde, dass Dein Bauchgefühl gesprochen hat: Da Du ihn so lange kennst, merkst Du da was. Hattest Du auf Parasiten testen lassen?
Keine Ahnung, aber ich würde zu einem Reptilienfacharzt gehen, wenn er sich nicht bald eingräbt!

_________________
Liebe Grüße
Cordula


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Fr 10. Nov 2017, 09:18 
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Registriert: Mo 23. Jun 2014, 19:58
Beiträge: 289
Bilder: 1
Hallo Cordula!



Cordula hat geschrieben:
ich finde, dass Dein Bauchgefühl gesprochen hat: Da Du ihn so lange kennst, merkst Du da was.


Das war auch haargenau das, was mir als erstes in den Sinn kam.
Wenn man ein Tier über einen so langen Zeitraum pflegt, dann können viele Menschen "das Tier auch lesen". Zumindest macht die Threaderstellerin auf mich diesen Eindruck.
Und das ist sehr gut.
Manchmal sind es nur mehrere kleine Nuancen, die im Einzelnen betrachtet nicht besonders besorgniserregend sind, die aber in Summe Hinweise darauf geben können, dass evtl. etwas nicht stimmt. Möglicherweise würden in so einem Fall sogar erfahrene Außenstehende noch "beurteilen", dass sich die jeweilige Sache noch im Rahmen bewegt... - wenn sich für einen langjährigen Halter ein unstimmiges Bild/mulmiges Gefühl ergibt, dann ist auch meine Erfahrung die, dass da meist tatsächlich etwas im Busch ist - und nochmals mehr dann, wenn sich ein Tier über Jahrzehnte als absolut unkompliziert erweist und sein Verhalten - sowohl im Tages-, wie auch im Jahresverlauf - immer derart "vorhersehbar" war.
Speziell bei derart gut eingelebten Tieren mit deutlich gelebten Routinen im Verhalten (wieder: über den Tag UND das Jahr gesehen) ist der Ursprung für plötzlich unstimmiges Verhalten nicht selten eine gravierende Veränderung im Lebensraum des Tieres oder auch irgendeine große Veränderung in unmittelbarer Nähe des Lebensraumes, welche zu einschneidenden Störungen im Tagesablauf des Tieres führt. Das hat dann zwar in den allermeisten Fällen keine "unmittelbar lebensbedrohlichen Folgen" (gerade gut eingelebte Alt-Schildkröten sind unglaublich zäh!), kann aber zu so etwas wie "Unwohlsein" beim jeweiligen Tier führen, welches natürlich in weiterer Folge zu einem Ungleichgewicht der körpereigenen Keime (eben: "Parasiten") führen kann.
Und wenn eine etwaige einschneidende Veränderung irgendwelcher Lebensumstände für das Tier im Spätsommer/Frühherbst oder später erfolgte, dann kann das natürlich gerade für ein "routinegewohnte" Einzeltiere auch zu einer Störung bei der Vorbereitungszeit für die winterliche Ruhepause führen, da muss - theoretisch - noch nicht einmal eine deutliche Parasiten-Last vorhanden sein.

Das, also einschneidende Veränderung, ist zumindest das, woran ich in solchen Alt-Schildkröten-Fällen als allererstes denke.
Als zweites denke ich bei so lange gehaltenen Tieren an die bekannten Stoffwechselprobleme durch "zu kalte" Haltung (die Erkenntnis bei Bedarf das notwendige Maß an zusätzlicher Wärme anzubieten war in den 80ern ja noch nicht von so vielen Haltern gewonnen worden), welche sich halt jetzt langsam niederzuschlagen anfangen.



Lieben Gruß
Emanuel


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: Sa 11. Nov 2017, 23:58 
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Registriert: Mo 6. Nov 2017, 23:14
Beiträge: 6
Manu hat geschrieben:
Das, also einschneidende Veränderung, ist zumindest das, woran ich in solchen Alt-Schildkröten-Fällen als allererstes denke.
Als zweites denke ich bei so lange gehaltenen Tieren an die bekannten Stoffwechselprobleme durch "zu kalte" Haltung (die Erkenntnis bei Bedarf das notwendige Maß an zusätzlicher Wärme anzubieten war in den 80ern ja noch nicht von so vielen Haltern gewonnen worden), welche sich halt jetzt langsam niederzuschlagen anfangen.


Stimmt tatsächlich. In den 80ern war Schildkrötenhaltung schwierig, Es gab keine Info. Keiner wußte etwas. Auch Tierärzte nicht. Schnell mall im Internet schauen gab es nicht. Und die Herkunft der 80er Jahre Schildie will auch niemand wissen. Tierhandlung. Im Eingangsbereich grosse Kiste. Voll mit Schildkrötenbabies.... Haben aus Mitleid eines gekauft...
Hoffe, wir haben ihn noch lange.
LG


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 Betreff des Beitrags: Re: Winterstarre klappt nicht
BeitragVerfasst: So 12. Nov 2017, 10:53 
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Registriert: Mo 23. Jun 2014, 19:58
Beiträge: 289
Bilder: 1
Grüß dich Paige!



Paige hat geschrieben:
Hoffe, wir haben ihn noch lange.
LG


Aber ganz bestimmt! :blink:



Paige hat geschrieben:
Stimmt tatsächlich. In den 80ern war Schildkrötenhaltung schwierig, Es gab keine Info. Keiner wußte etwas. Auch Tierärzte nicht. Schnell mall im Internet schauen gab es nicht. Und die Herkunft der 80er Jahre Schildie will auch niemand wissen. Tierhandlung. Im Eingangsbereich grosse Kiste. Voll mit Schildkrötenbabies.... Haben aus Mitleid eines gekauft...


Ja, das war damals so gang und gäbe.
Das ist aber auf der anderen Seite auch schon lange her. Und da, wie du geschildert hast, eure Schildkröte im Laufe der Jahre absolut problemlos war, kann man wohl auch von einem "gut robusten" Exemplar ausgehen. Viele der "weniger robusten" sind ja leider schon damals recht bald verstorben - und zwar nicht nur von denjenigen, die in Schuhschachteln ihr Dasein fristen mussten, sondern z. T. sogar von den "vernachlässigten/halb-wilden Selbstversorger-Gartenexemplaren". Einer Haltung also, die zwar nicht optimal war, aber naturgemäß (v. a. in sonnigen, warmen Gärten der wärmeren mitteleuropäischen Gegenden) zumindest nicht mehr sooo weit weg war von dem, was die Tiere über einen gewissen Zeitraum sozusagen durchaus "noch aushalten".

Ich denke also, dass da euer Exemplar durchaus Potential hat.

Wie sieht es inzwischen aus? Hat sich das Tier inzwischen verkrochen?

Und: Gab es die kurz angeschnittene etwaige einschneidende Veränderung in seinem gewohnten Lebensraum oder um diesen herum (z. B. bauliche Veränderung in seinem Lebensraum... bauliche Veränderung neben seinem Lebensraum, sodass z. B. ein verändertes Maß an Sonnenstunden an seinen gewohnten Sonnenplätzen eintrat... deutliche Verkleinerung/Vergrößerung seines Lebensraumes... Neuplatzierung von einigen ihm bekannten Strukturen [z. B.: wurde sein Schutzhaus irgendwie neu platziert - evtl. aus seiner Sicht sogar erst "kürzlich", d. h. in der zweiten Jahreshälfte?] - solche Dinge halt)?
Derartige Veränderungen - v. a. wenn sie nach der Sommersonnwende stattgefunden haben - sind nämlich gerade bei Alttieren mit "eingespielten Abläufen" manchmal ein bissi problematisch, eben resp. im Sinne von +/- deutlich "irritierend".
Das Tier muss da gar nicht einmal "krank im engeren Sinn" sein.



Lieben Gruß
Emanuel


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