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 Betreff des Beitrags: Zu schnelles Wachstum, was ist das?
BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 15:01 
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Ich behaupte, Schildkröten können nicht zu schnell wachsen. Sie können lediglich Mangel leiden während des Wachstums. Organschäden kommen nur bei andauernder Überfütterung, dauerhaftem Hunger oder schlechter Futterqualität zustande. Wachstum bedeutet Zellvermehrung und Zellvergrößerung, im Organismus außerdem Zelldifferenzierung. Dann kommen noch Gewebereifung und Organreifung dazu, was zumeist hormonell gesteuert wird. Überschuss wird effektiv entsorgt.

Beispiel:
Äußerlich kann man das schön an den Panzerschuppen beobachten. Der Schildkrötenpanzer ist mit dem Organ „Haut“ überzogen. Es entsteht zwischen den Hornplatten eine Fuge, die silbrig glänzt. Hier hat sich durch Zellvermehrung und -vergrößerung der Epidermis neue Haut gebildet. Diese neue Haut ist noch sehr dünn und zart. Sie scheidet jetzt nach außen hin weitere Zellen ab, die sukzessive mit Keratin gefüllt werden und absterben. Die Hornplatte ist fertig. Darunter lebt die Haut natürlich weiter und wird zunehmend innerviert und durchblutet. Pigmente werden eingelagert um die Unterhaut vor schädlicher Strahlung zu schützen. Darunter wird gleichzeitig weiches, knorpelartiges Knochengewebe seinerseits entlang von Wachstumsfugen gebildet. Entgegen der normalen Rumpfgestaltung von Wirbeltieren sind zwischen Rippen, Wirbelsäule und der Haut die Rumpfmuskulatur sowie Fettgewebe vollständig und Bindegewebe zum größten Teil zugunsten einer Knochenbildung nicht ausgebildet. Diese erhält ihre Festigkeit durch Einlagerung von Kalzium und Phosphaten, die Knochenstruktur wird sukzessive verfeinert. Knochengewebe wird ständig ab- auf- und umgebaut. So hart und zäh es ist, so lebendig ist es. Die Haut darüber liefert effektiv das notwendige Vitamin D. Haut und Knochen stehen hier in einem intensiven Kontakt. Sensorische Nerven und ein dichtes Blutkapillarnetz werden gleichzeitig verfeinert. Es gibt jedoch keine wachstumsbedingten Degenerationen, wenn schnell gewachsen wird, sondern nur versorgungsbedingte Störungen, die wie Narben sichtbar werden, es sei denn, dieses Muster ist genetisch schon vorgegeben.
Wenn der Zuwachs der Fugen sehr schnell geht, ist der silbrige Streifen recht breit. Die Reifung kommt dem Wachstum nicht so schnell nach. Jedoch ist die Funktionalität der Haut vollständig, nur die Hornplatte ist noch nicht voll ausgebildet. Bei Wechsel an Nährstoffen oder stark schwankenden Umweltbedingungen entstehen aufeinanderfolgend schmale und breite Wachstumsringe, die dann als Rillen parallel zum Schuppenrand zu sehen sind. Sehr ebenmäßig ist die Panzeroberfläche dann, wenn die Wachstums- vor allem Ernährungsbedingungen sehr gleichmäßig sind. Es gibt Individuen, deren Schuppen sich nach außen wölben. Das ist möglicherweise eine genetische Variante der Panzerstruktur. Bei Landschildkröten ist diese Struktur sehr verbreitet, unter Wasserschildkröten bei Schnappschildkröten auch und bei Schmuckschildkröten ist sie einfach glatt, was für die schwimmende Fortbewegung durch das Wasser vorteilhafter ist.
Zu einer bestimmten Zeit im Jahr, wird hormonell gesteuert unter der Hornschuppe neue Haut gebildet und Hornabgeschieden. Sonnenbaden und Austrocknung der neuen Haut sorgt dafür, dass sich die alte Hornschuppe löst. Die Schildkröte häutet sich. In dieser Zeit wird das allgemeine Wachstum unterbrochen. Am Rand der neuen Schuppe bildet sich ein „Jahresring“, der normal ist. Meistens folgt darauf die Wintervorbereitung. Wenn noch nicht, sieht man alsbald wieder den silbrigen Streifen entlang der Fuge.

Ergo: Zu schnelles Wachstum gibt es eigentlich nicht, sondern eher unzureichende Ernährung. Jedes Lebewesen hat ein artspezifisches sowie individuell modifiziertes Wachstumsprogramm. Bei Wirbeltieren ist das abhängig von verschiedenen Hormonen, Energiezufuhr und Nahrungsbeschaffenheit. Wichtigstes Hormon für das Wachstum ist Somatropin aus der Adenohypophyse, das hauptsächlich während des Schlafes ausgeschüttet wird. Es erhöht den Zellstoffwechsel. Weitere wichtige Hormone zur harmonischen Entwicklung der verschiedenen Bereiche des Organismus sind Thyroxin und Cortisol, das in mannigfaltiger weise modifiziert wird und viele Lebensfunktionen beeinflusst. Für das Knochenwachstum sind das Hormon Calcitriol (Aufbau) aus den Nieren und das Parathormon (Abbau) aus der Schildkrötennebenschilddrüse ausschlaggebend. Reguliert werden diese durch das Hormon FGF23, gebildet in den Knochen (Osteozyten).

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 15:03 
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Stoffwechsel und Ernährung
Um Stoffwechsel zu betreiben, bedarf es aber Stoff zum wechseln, der besteht bei heterotrophen Lebewesen, was Tiere sind, aus organischen Stoffen wie Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Zur Energiegewinnung aus Kohlenhydraten brauchen die Zellen Sauerstoff aus der Luft. Es wird ATP gebildet, was der Energieträger für fast alle physiologischen Prozesse ist. Als Abfall entsteht Kohlendioxid, das ausgeatmet wird. Für den effektiven Stoffwechsel und viele Funktionen sind außerdem Mineralien und Spurenelemente essentiell. Was im Überschuss liegt, wird wieder ausgeschieden. Bei dauerhafter Überlastung jedoch gibt es Erkrankungen der Verdauungsorgane. Das wirkt sich dann auch auf weitere Organe aus.

Es gibt Erkrankungen der Organe bei Überfütterung, Unterfütterung, schlechte Futterqualität, starke Schwankungen der Umweltbedingungen und zu hohe Belastung mit patogenen Keimen. Wenn Organe und Strukturen unzureichend ausgebildet werden, liegt es an einem Verhältnis der Nahrungszusammensetzung und der Umweltbedingungen.

Als ich Tierpfleger im Löbbecke-Museum + Aquazoo war, habe ich gelernt: „Lieber kleine Portionen, dafür öfter.“ Das entspricht in etwa auch natürlichen Gepflogenheiten. Die Schildkröten suchen mehrmals am Tag über mehrere Stunden nach Nahrung. Die Mengen sind dabei überschaubar. Sie verfügen offenbar nicht in dem Maße über das Sättigungshormon Leptin wie wir Menschen, so dass nach einer bestimmten Zeit (ca. 20 min beim Mensch oder Füllstand des Magens) einfach ein Sättigungsgefühl eintritt. Sie fressen, bis sie aus dem Panzer quellen. Solche Mengen sollte man vermeiden zu verfüttern. Kommt es gelegentlich mal dazu, dass einem mal die Dose ausrutscht, ist das nicht weiter tragisch. Dafür lassen sie die nächste Fütterung aus. Ich füttere sie normalerweise zwei mal täglich in einer Menge, wie in 2 - 3 min verputzt wird, oder zwei bis drei mal das Mäulchen voll. Jungtiere bekommen zwei mal, Halberwachsene einmal, Erwachsene einmal täglich mit einem Tag Pause. Bei kühlen Temperaturen werden die Portionen kleiner oder es fällt eine aus. Es ist darauf zu achten, dass kleinere Tiere genügend abbekommen. Daher füttere ich auch mit der Pinzette gezielt die Kleineren.

Wasserschildkröten sind in der frühen Jugend fast ausschließlich karnivor, das bedeutet, sie beziehen vornehmlich Proteine mit tierischem Ursprung, sprich sie fressen Tiere. Proteine sind verhältnismäßig leicht zu verdauen. Da leicht verfügbare Kohlenhydrate in Form von Zucker normaler weise Mangelware sind, werden junge Tiere sehr oft mit tierischen Proteinen aufgezogen. Junge Säugetiere erhalten diese mit der Muttermilch.

Was geschieht nun mit den verabreichten Proteinen? Zunächst werden sie im Magen vermittels Pepsin und im Dünndarm noch weiter von Trypsin zerlegt. Schließlich zerlegen Proteinasen und Peptidasen die Proteinfragmente in die einzelnen Aminosäuren, die vom Dünndarm in die Blutbahn überführt werden. Von hier aus gelangen sie in die Leber, wo Desaminasen bzw. weitere Peptidasen die Aminogruppe (Stickstoffende) und Seitenkettenmoleküle von den Aminosäuren entfernen. Somit hat der Organismus den für ihn notwendigen Rohstoff in Form einer Zuckerverbindung von drei Kohlenstoffatomen, die in alle möglichen Zucker und Nebenprodukte umgebaut werden können. Überschüssiger Zucker in Form von Glucose wird in der Leber zum Speicherstoff Glycogen zusammengefügt und eingelagert. Bei Überversorgung droht eine Leberverfettung, da Zuckerüberschuss enzymatisch zu Fettsäuren umgewandelt wird. Das ist zunächst aber ganz nützlich, weil damit Energiereserven geschaffen werden. Das Herz wird hauptsächlich mit Fettsäuren ernährt. Die Hormone Glucagon und Insulin halten einen ausgewogenen Level an Glucose im Blut aufrecht. Die Glucose wird insbesondere benötigt für die Funktionen des Bewegungsapparates und des Nervensystems. Die Dreifachzucker, gewonnen aus den Aminosäuren werden bei hoher Konzentration wie gesagt in Fetten zusammengefügt. Diese sind vor allem notwendig für den Aufbau der Zellmembranen und der Myelinscheiden der Axone, das sind die Isolatoren der reizübertragenden Fortsätze der Nerven. Natürlich werden Aminosäuren auch unverändert in die Zellen befördert, wo sie für eigene Proteinsynthese gebrauch werden. Außer den Proteinen werden mit der Nahrung auch Nukleinsäuren aufgenommen, die ebenfalls im Dünndarm durch Nukleasen zerlegt und aufgenommen werden. Sie sind Rohstoff für die eigenen Zellkernbestandteile und für diverse für den Stoffwechsel zentrale Moleküle wie Adenin-n-Phosphat, NADH, Guaninphosphate etc. Ein Teil der Nebenprodukte bei der Herstellung dieser stickstoffreichen Moleküle werden nicht mehr verwendet. Hauptquelle für die Verdauungsenzyme ist die Bauchspeicheldrüse, die auch das Hormon Insulin erzeugt.

Was passiert nun mit den überschüssigen Stickstoffanhängsel, die in der Leber nun so da sind? Sie werden, sofern nicht von anderen Prozessen benötigt, an die Nieren geschickt. Reptilien und Vögel (uricotelische Tiere) scheiden den überschüssigen Stickstoff überwiegend als Harnsäure aus, was ein schwer lösliches Salz darstellt, aber begehrtes Futter für bestimmte Bakterien darstellt. Damit sind sie befähigt, möglichst viel Wasser zurück zu gewinnen, was eine Anpassung an das Landleben insbesondere an Trockenklimate darstellt. Säugetiere (ureothelische Tiere) bilden überwiegend Harnstoff, der mit viel Wasser ausgeschwemmt wird. Als Abbauprodukt aus den Muskeln entsteht Kreatinin, das ebenfalls ausgeschieden werden muss. Mit einigen chemischen Tricks mittels Ionen und teils durch Blutdruck (Druckfilter), teils durch Osmose werden die Abbauprodukte in den Harn geschickt und bei der Passage durch die Harnkanälchen werden Wasser, Ionen und Glucose wieder entzogen. Als Endharn verlässt dann ein Konzentrat den Körper. Leider werden trotz ausgefeilter chemischer Tricks noch viele Mineralien ausgeschieden. Diese müssen mit der Nahrung ergänzt werden. Wenn es aufgrund von Wassermangel zu schwierig wird einen Konzentrationsgradienten zwischen Blut und Harnsystem herzustellen, reichert sich das Blut mit Harnsäue an, das Urat reichert sich an weniger durchbluteten Geweben an und verursacht Entzündungen. Die Kanälchen in den Nieren drohen zu verstopfen (Nierensteine). Der Organismus versucht den Durchfluss durch Gefäßerweiterung der Blutkapillaren aufrecht zu erhalten (Nierenvergrößerung). Fortgesetzter Überschuss an Harnsäure und Kreatinin führt letztlich zur Vergiftung und Nierenversagen. Das sind allerdings Risiken bei Dehydratation (chronischer Wassermangel). Bei Wasserschildkröten muss man dieses Gesundheitsrisiko eher nicht befürchten. Sie können saufen und strullen, wie es beliebt. Somit haben die Schildkröten alle Stoffe, die zu einem schnellen Wachstum führen, was ja gerade bei Jungtieren vornehmstes Ziel ist um der Gefährdung gefressen zu werden zu entkommen und in ein reproduzierfähiges Stadium zu gelangen.

Die Nieren haben zusätzlich eine Menge regulatorischer Funktionen, die bei Erkrankung natürlich beeinträchtigt sind. Sehr wichtige Rolle dabei spielen der Kalziumhaushalt und Vitamin D. Vitamin-D-Mangel und Überernährung gefährden somit die Nierenfunktion.

Also, was haben wir jetzt gelernt? Zuviel fressen macht Leberverfettung und Nierenstress und viel Harnsäure. Ansonsten bedeutet Nahrungsaufnahme Substanzaufbau, sprich Wachstum.
Wenn Menschenkinder zu schnell wachsen, geht das oft zulasten des Herz-kreislaufsystems. Ihnen wird schwindelig und sie fallen in Ohnmacht bei Anstrengung. Bei Kriechtieren muss man solches eher nicht befürchten.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 15:04 
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Wärme
Gleichwarme (homoiotherme) Tiere, also Vögel und Säugetiere, wachsen immer nach Programm in höchster Geschwindigkeit, sofern ausreichend Nahrung vorhanden ist. Man kann einen Wechsel zwischen Größenzuwachs und Reifung beobachten. Die Energie dazu erhalten sie durch spezielle Stoffwechselprozesse. Sie sind nicht zwingend auf äußere Wärme angewiesen außer der eines Elternteils. Allerdings verlieren diese Tiere ihr Leben, wenn sie im „Kern“ (innere Organe und Hirn) eine kritische Temperatur unterschreiten, die nur unwesentlich unter dem Optimum liegt (Ausnahmen bestätigen die Regel, z.B.: Igel). Das ist bei wechselwarmen (poikilothermen) Tieren anders. Bei ihnen stammt die Energie für Stoffwechseltätigkeiten zum Teil aus der Wärme, die für gewöhnlich von der Sonne gespendet wird und natürlich auch aus der aufgenommenen Nahrung. Sie sterben nicht sogleich, wenn die Temperatur absinkt. Ein Optimum, das artspezifisch verschieden ist, wird durch aufsuchen von Wärmequellen angestrebt. Je nach Temperatur laufen chemische Prozesse, welche dem Stoffwechsel zugrunde liegen, verschieden ab. Alle Prozesse im Organismus werden mittels Enzyme und CoEnzyme gesteuert. Es bedarf zur Anpassung an verschiedene Temperaturen einer Produktion bzw. Modifikation spezifischer Enzyme, welche die Stoffwechselprozesse katalysieren und auch bei niedrigen Temperaturen noch gewährleisten. Allerdings gibt es auch bei wechselwarmen Tieren wärmerer Klimaten Temperaturminima, die bei Unterschreitung letal (tödlich) sind.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 15:05 
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Damit das Wachstum der Jungtiere nicht von Fehlentwicklungen begleitet wird, bedarf es natürlich noch mehr als der Proteine. Insbesondere der Knochenaufbau bekommt beim Schildkrötenkörper eine vorrangige Stellung. Die wichtigsten Elemente dafür sind Kalzium und Phosphat, welche in die Knochensubstanz eingelagert werden. Damit das effektiv geschieht, bedarf es zusätzlich des Vitamins D (Cholecalziferol), welches in mehreren Schritten aus einer Vorstufe (Dehydrocholesterol) aus der Nahrung und auch in eigener Herstellung in der Haut gebildet wird. Das bedeutet, dass der Panzer seine Bildung selbst bewerkstelligt, vorausgesetzt es scheint die Sonne bzw. eine Lampe mit ausreichender UV-B-Lichtemission. Man kann also Kalzium füttern, wie man will und trotzdem kommt es zu Fehlbildungen, wenn kein UV-Licht vorhanden ist. Man kann mit Lachsfleisch zusätzlich Vitamin D verabreichen (16 myg im Vergleich Leber 1,7 myg (Wiki, 7.01.17)). Mineralien bekommen die Schildkröten mit einer geballten Ladung, wenn man Regenwürmer mitsamt der Erde darin verfüttert.

Ansonsten läuft die Entwicklung aller Organe mit der Größenzunahme harmonisch ab. Kein Organ, das bei der täglichen Lebensausübung angemessen angesprochen wird und mit den notwendigen Aufbaustoffen versorgt wird, bleibt zurück oder degeneriert. Ans Limit kommen Organe wie Leber und Niere nur bei Überfütterung, nicht beim Wachstum.

Auch müssen alle Fähigkeiten und Verhaltensweisen ausreichend gereizt werden, damit sich der gesamte Organismus gleichmäßig entwickelt. Für eine gesunde Entwicklung bedarf es außerdem ausgewogener Aktivitäts- und Ruhephasen. Wenn der Körper nun schnell wächst, müssen alle Organe in angemessenem Maße betätigt werden, damit sie nicht verkümmern. So muss die gewonnene Energie aus der Nahrungsaufnahme dem Wachstum teilweise entzogen und z.B. der Bewegung zugeführt werden. Für gewöhnlich suchen Schildkröten mehrere Stunden am Tag nach Nahrung. Der Energieaufwand für die Bewegung ist um einiges größer als für das Wachstum, weswegen die Tiere in freier Natur langsamer wachsen, als im Terrarium. Für mehr Bewegung kann eine leichte Strömung im Aquarium sorgen, die idealer weise von einem Filter erzeugt wird, der nebenbei auch für Wasserhygiene sorgt. Deswegen ist ein Filter für mich unverzichtbar, auch im Gartenteich.
Durch die intensive Ansprache aller für das Leben notwendigen Organe sind die Tiere im Freiland häufig auch gesünder und robuster als Terrarientiere, jedoch können sie bei anhaltendem Nahrungsmangel auch wesentlich geschwächter sein. In der Natur haben die Tiere außerdem mit einem erheblich höheren Aufwand der Immunabwehr zu kämpfen, was ebenfalls Energieressourcen bindet. Geschwächte Tiere im Freiland erliegen so häufig Infektionen oder werden wegen eingeschränkter Reaktionsfähigkeit Beute von anderen Tieren.

Was bedeutet das? Das Wachstum kann eher zu langsam sein als zu schnell. Beeindruckend hierbei ist die Wachstumsstatistik, die Bernd Wolff (Europäische Sumpfschildkröte, NTV, S. 65) mit Jungschildkröten in Gemeinschaftshaltung aufgestellt hat. Sie macht deutlich, dass das Wachstum von solitär gehaltenen Schildkröten am höchsten ist. Wo dran liegt das? Die in Gruppen gehaltenen Schildkröten versuchen sich aus dem Weg zu gehen und setzen wesentlich mehr Energie in die Bewegung um als die solitär gehaltenen.


Nun kommt noch die Rhythmik ins Spiel. Für die harmonische Entwicklung eines Organismus werden viele Fähigkeiten vorgehalten, so auch verschiedene Stoffwechselsystemkomponenten. Bei niedrigen Temperaturen z.B. benötigen die Zellmembranen zusätzlich vermehrt ungesättigte Fettsäuren, damit die Fluidität der Zellmembran aufrecht erhalten bleibt (Zellmembranen sind flüssig). Bei niedrigen Temperaturen arbeiten andere Enzyme besser als bei höheren. Diese zu Produzieren muss der Organismus erst gereizt werden. Verschiedene Systeme können dann bei Bedarf sofort greifen. Daher ist ein Wechsel von kühlen und warmen Temperaturen für Schildkröten von gesundheitlichem Vorteil, wenn er nicht zu radikal geschieht. Ein Tag-und Nacht Rhythmus ist vor allem wichtig für die Gesunderhaltung des Nervensystems insbesondere des Gehirns. Viele Hormonelle Prozesse werden über die Hypophyse gesteuert, die wiederum ihre Signale über die Hormone Serotonin und Melatonin erhält. Während des Schlafes dann werden andere Prozesse im Hirn geführt als im Wachzustand. Tageseindrücke werden im Schlaf erst verarbeitet und werden erst dann zu einer gelernten Fähigkeit. Merkwürdiger oder besser interessanter weise wachsen Tiere und Menschen besonders im Schlaf (s.o.).

Was hat jetzt das Verhältnis Licht und Wärme miteinander zu tun? In der Natur bedeutet viel Licht auch Wärme. Schildkröten haben die Fähigkeit, das richtige Maß von beiden wahrzunehmen und richten ihr Verhalten danach aus. Im Aquarium spendet ein Strahler die Wärme, das Wasser ist vergleichsweise kühl. Wenn das Wasser mit einer Heizung gewärmt wird auf die ideale Temperatur von ca. 28°C, suchen die Schildkröten ihre Wärmelampe nur noch selten auf. Unter diesen Bedingungen wachsen sie am schnellsten, laufen jedoch Gefahr dabei an irgend ein Nährstoff- oder Entwicklungsdefizit zu geraten. Daher ist eine dauerhaft hochtemperierte Haltung nicht vorteilhaft. Jedoch ist sie bei manchen Krankheitskuren hilfreich.

Es kann nur unter unharmonischen Verhältnissen zu schnell gewachsen werden. Wo etwas zu viel und etwas anderes zu wenig ist, bestimmt dann der Mangel, wie es wird, nicht der Überschuss. Der Überschuss wiederum bedingt bei Unfähigkeit diesen zu kanalisieren zu Krankheit. Was sagt uns das jetzt alles? Die Futtermenge richtet sich also auch nach der Wärme.

Wenn man also Babyschildkröten aufzieht, dann kann man sich freuen, wenn sie tüchtig wachsen, muss aber dabei eine ausgewogene Ernährung beachten und ihnen Möglichkeiten bieten, sich vielfältig zu betätigen. Beleuchtung spielt bekanntermaßen ebenfalls eine wichtige Rolle. Viel Wärme bedeutet viel Stoffwechsel, weil dieser ja bei den poikilothermen (wechselwarmen) Schildkröten von der Wärmezufuhr abhängt. Aber auch Kältereize sind nötig, damit die Fähigkeit erhalten bleibt, den Stoffwechsel bei Bedarf aufrecht erhalten zu können. Man beachte, dass immer das richtige Maß eingehalten werden muss. Und schließlich ist Hygiene wichtig, auch wenn Schildkröten da recht robust sind. Man muss es nicht übertreiben und alles ständig schrubben, aber Filter ist wichtig und dessen regelmäßige Spülung sowie öfters mal Wasserwechsel.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 15:15 
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Heinz Penzlin, Lehrbuch der Tierphysiologie Aufl.7, Spektrum 2005
Rüdiger Wehner et al., Zoologie Auflage 25, Thieme 2013
Wilfried Westheide et al., Spezielle Zoologie Teil 2, Aufl. 2, Spektrum 2010
D. Sadava et al., Purves Biologie Aufl. 9, Spektrum 2011

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 17:12 
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alfriedro hat geschrieben:
Ich behaupte, Schildkröten können nicht zu schnell wachsen. (...). Organschäden kommen nur bei andauernder Überfütterung (...) zustande.

Wie willst du denn in der Praxis den schmalen Grat zwischen noch unschädlicher Fütterung für maximales Wachstum und andauernder Überfütterung finden?

Das gilt umso mehr, wenn du mehrere Schildkröten gleichzeitig fütterst. "So viel wie in 2-3 min gefressen wird" bedeutet u.U. dass sich manche Tiere überfressen, während andere nicht genug bekommen. Und bei Überfütterung kann es zur Fettleber kommen, wie ich selbst bei einer sehr schnell gewachsenen, jungen Emys erlebt habe.

Ein weiterer Aspekt: Nach meiner Erfahrung sind kleine Emys relativ anfällig für unsauberes Panzerwachstum. In keiner Weise so stark wie Landschildkröten, aber doch stärker als meine früheren Schmuckschildkrötenbabies. Ich habe 6 adulte Emys aus verschiedenen Quellen, von denen nur ein uraltes Weibchen wirklich so aalglatt und hochrückig gewachsen ist wie Wildfänge. Ich vermute sie könnte selber ein WF sein. Zieht man Emys im Aquarium heran, wachsen sie zwar häufig schneller, aber leider meist nicht so schön wie WF oder wie wenn sie ab Schlupf selbstjagend im Gartenteich gehalten werden.

Für Landschildkröten habe ich mal eine Theorie entwickelt, warum schneller wachsende Tiere möglicherweise stärker höckern. Ich vermute, dass sie in abgeschwächtem Maße auch für Wasserschildkröten zutrifft. Die Strahlung unserer Wärmelampen ist nicht identisch mit der natürlichen Sonne, da ihr die Wasserfilterung durch die Atmosphäre fehlt. Deshalb absorbieren die frischen Hornzellen der Wachstumsringe unter Lampen eine sie besonders stark aufheizende IR-Strahlung, wie das in der Natur so nicht vorkommt, egal wie heiß die Sonne brennt. Das heißt sie könnten thermisch geschädigt werden, ohne dass das Tier rechtzeitig reagiert. Schnelles Wachstum erzeugt breitere empfindliche Ringe, dadurch sind stärker wachsende Emys möglicherweise auch stärker von solch einer Technopathie betroffen (http://www.graeca-home.de/GraecaHoeckerbildung.htm).


CU, A.

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Ain't it? hat geschrieben:
alfriedro hat geschrieben:
Ich behaupte, Schildkröten können nicht zu schnell wachsen. (...). Organschäden kommen nur bei andauernder Überfütterung (...) zustande.

Wie willst du denn in der Praxis den schmalen Grat zwischen noch unschädlicher Fütterung für maximales Wachstum und andauernder Überfütterung finden?

Das gilt umso mehr, wenn du mehrere Schildkröten gleichzeitig fütterst. "So viel wie in 2-3 min gefressen wird" bedeutet u.U. dass sich manche Tiere überfressen, während andere nicht genug bekommen. Und bei Überfütterung kann es zur Fettleber kommen, wie ich selbst bei einer sehr schnell gewachsenen, jungen Emys erlebt habe.


Ich habe jetzt acht Schildkröten. Eine davon scheint den anderen davon zu wachsen. Sie frisst nicht mehr als die anderen, ist also ein besserer Futterverwerter. Der Schmale Grad ist gar nicht so schmal, da die Fütterung ja weit unter dem liegt, was die kleinen Racker verputzen können. Da ich bei der Fütterung dabei bin, habe ich ziemlich genaue Kontrolle, wie viel jeder bekommt. Dabei hat der Eine an einem Tag mehr, der Andere am andern Tag dafür wieder mehr. Das thermische Optimum ist offensichtlich bei Emys niedriger als bei Chrysemys, Zweitere wachsen langsamer. Für maximales Wachstum bedarf es nicht maximale Fütterung sondern Wärme.

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Ain't it? hat geschrieben:
Ein weiterer Aspekt: Nach meiner Erfahrung sind kleine Emys relativ anfällig für unsauberes Panzerwachstum. In keiner Weise so stark wie Landschildkröten, aber doch stärker als meine früheren Schmuckschildkrötenbabies. Ich habe 6 adulte Emys aus verschiedenen Quellen, von denen nur ein uraltes Weibchen wirklich so aalglatt und hochrückig gewachsen ist wie Wildfänge. Ich vermute sie könnte selber ein WF sein. Zieht man Emys im Aquarium heran, wachsen sie zwar häufig schneller, aber leider meist nicht so schön wie WF oder wie wenn sie ab Schlupf selbstjagend im Gartenteich gehalten werden.

Für Landschildkröten habe ich mal eine Theorie entwickelt, warum schneller wachsende Tiere möglicherweise stärker höckern. Ich vermute, dass sie in abgeschwächtem Maße auch für Wasserschildkröten zutrifft. Die Strahlung unserer Wärmelampen ist nicht identisch mit der natürlichen Sonne, da ihr die Wasserfilterung durch die Atmosphäre fehlt. Deshalb absorbieren die frischen Hornzellen der Wachstumsringe unter Lampen eine sie besonders stark aufheizende IR-Strahlung, wie das in der Natur so nicht vorkommt, egal wie heiß die Sonne brennt. Das heißt sie könnten thermisch geschädigt werden, ohne dass das Tier rechtzeitig reagiert. Schnelles Wachstum erzeugt breitere empfindliche Ringe, dadurch sind stärker wachsende Emys möglicherweise auch stärker von solch einer Technopathie betroffen (http://www.graeca-home.de/GraecaHoeckerbildung.htm).

CU, A.


Der Gedanke ging mir auch durch den Kopf, aber dafür habe ich keine stichhaltigen Anhaltspunkte gefunden. Meine früheren Schildkröten waren fast ganz aalglatt, obwohl ich keine UV-Lampe o.Ä. hatte. Meine Vermutung für die Höckerung ist zu viel Futter bei zu wenig Mineralien. Kann aber ganz daneben liegen. Die Wachstumsringe entstanden besonders dann, wenn die Milieuunterschiede zu groß waren, also Stress das Wachstum zeitweise gehemmt hat.

Dass sie im Teich am besten aufwachsen, glaube ich auch.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 19:54 
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Der verlinkte Artikel ist interessant. In dem Zusammenhang möchte ich meine Freilandbeobachtungen an Breitrandschildkröten auf Sardinien erwähnen. Eine leichte Höckerung ist bei ihnen, glaube ich, normal. Auch die Rillen parallel zum Schuppenrand. Die Schildkröten gehen nicht in der Mittagszeit in die Sonne, sondern verstecken sich im Gebüsch. Dort ist es zwar warm und halbschattig, dafür aber auch feuchter als auf offener Fläche. Am Morgen, wenn es noch kühl war, habe ich sie am häufigsten beobachtet und am späten Nachmittag, wenn die Sonne schon tief stand. Das war in den Monaten Juni - September.

Bei den Schmuckschildkröten, so erinnere ich mich, waren die Höcker, sofern sie welche hatten, im Schulterbereich und über dem Becken. Die Last dieser Gürtelskelettteile hat sich offenbar durchgedrückt. Das ist natürlich die Schuld der fehlenden UV-Lampe, denke ich.

Die breiten Zuwachsringe im Kollagengewebe sind natürlich empfindlich. Daher ist bei starkem Wachstum Gleichmaß nötig und eine rasche Mineralisierung. Übrigens fällt mir stets auf, dass meine Jungschildkröten den Kernlichtkegel nur für kurze Zeit aufsuchen und dann eine kühlere Randzone bevorzugen. Auch bei der UV-Lampe, die nicht so warm wird, machen sie das.

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BeitragVerfasst: Do 12. Jan 2017, 20:45 
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alfriedro hat geschrieben:
Ich habe jetzt acht Schildkröten. Eine davon scheint den anderen davon zu wachsen.

Das wundert mich gar nicht. Bei den Hunderten von Schlüpflingen, die ich inzwischen nachgezogen habe, hatte ich in den einzelnen Gruppen fast immer 1-2 Tiere, die erheblich schneller wuchsen als die übrigen. Dann gab es eine ungefähr gleich große mittlere Gruppe, sowie meist auch 1-2 deutlich kleinere Tiere. Nach einem Jahr wiegt die größte Emys manchmal mehr als dreimal so viel wie die leichteste.

alfriedro hat geschrieben:
Für maximales Wachstum bedarf es nicht maximale Fütterung sondern Wärme.

Zusätzlich zur optimalen Temperatur braucht maximales Wachstum auch eine ausreichende Futtermenge, die man in der Praxis aber nicht kennt. Ohne ad libitum Fütterung weiß man also nicht, ob es wirklich ihr maximales Wachstum ist. Bei begrenzter Fütterung oder bei Selbstversorgung in der Natur sehe ich allerdings auch keinen Grund warum es schädlich sein sollte, wenn die Tiere mehr oder weniger schnell wachsen.



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